Top oder Flop? Dein Guide für Startup-Jobs

Top oder Flop? Dein Guide für Startup-Jobs

Man nehme: eine innovative Idee, ein spannendes Produkt und einen intelligenten Businessplan – fertig ist das Startup. Doch wird es auch Erfolg haben? Das weiß am Anfang niemand, denn erst nach einigen Monaten zeigt sich so langsam, ob das Startup Erfolg haben oder doch scheitern wird. Doch wie kann man als Bewerber wissen, welches Startup das neue Uber sein wird und welches wie ein Kartenhaus zusammenfällt? Schwärmende Gründer und utopische Profitschätzungen können fast jedes Startup wie eine Goldgrube erscheinen lassen. Was man unbedingt checken muss, um Top-Startups von Flop-Startups zu unterscheiden, zeigen wir in unserer Checkliste für Startup-Jobs.

Startup mit der Konkurrenz vergleichen

Ist die Idee neu oder gibt es Konkurrenten? Wenn ein Startup die Idee eines anderen Unternehmens kopiert, ohne eine wirkliche Neuerung hinzuzufügen, dann ist das meistens kein gutes Zeichen. Es gibt aber Ausnahmen: wenn ein Startup z.B. die Idee eines ausländischen Unternehmens übernimmt, welche auf dem österreichischen Markt neu ist, kann das durchaus funktionieren. Man bekommt sogar einen Eindruck dafür, wie erfolgreich das Startup eines Tages werden könnte. Gute Erfolgsaussichten gibt es natürlich nur dann, wenn das ausländische Unternehmen keine Konkurrenz für den österreichischen Markt darstellt.

Zum Beispiel haben sich Peer-to-Peer-Payment Start-Ups  in verschiedenen Ländern mit ihren Apps etabliert: Uneingeschränkter Marktführer in den USA ist venmo, in Frankreich ist das Pariser Startup Leetchi seit mehreren Jahren erfolgreich.

Die Nischen überprüfen – wie nachhaltig ist der Startup-Erfolg?

Kreative Ideen sind das A und O, denn in der heutigen Startup-Welt gibt es fast nichts mehr, was es nicht gibt. Aber man muss aufpassen, dass das Wunsch-Startup nicht in einer Nische feststeckt. Natürlich können auch verrückte Ideen (z.B. ein 24/7 Cupcake-Lieferservice) Erfolg haben, aber irgendwann ist die Nische – im wahrsten Sinne des Wortes – satt. Achten also darauf, dass das Wunsch-Startup immer noch Luft nach oben hat. Wenn es so aussieht, als sei der Zenit erreicht und das Startup hat sich zu sehr in eine Nische-Sackgasse verrannt, dann lassen Sie lieber die Finger vom Jobangebot. Hier ist deine Intuition gefragt – schau dir das Produkt an und überlege dir selbst, wie viele Leute sich dafür begeistern lassen. Grundsätzlich gilt: Wenn man nicht selbst davon überzeugt ist, lieber etwas anderes suchen.

Das Wachstum des Startups im Internet checken

Zwar kann man bei Startups nicht einfach hereinspazieren und in die Bücher schauen, aber es gibt trotzdem immer Hinweise darauf, wie gesund ein Unternehmen ist. Werden neue Leute eingestellt, oder nur alte Stellen ersetzt? Ist das Büro beim letzten Umzug größer oder kleiner geworden? Gibt es Gerüchte über finanzielle Engpässe und kleiner werdende Umsatzzahlen? All das sind Dinge, bei denen du sofort hellhörig werden sollten. Die Zeichen sind meistens da, man muss sie nur deuten können. Im Idealfall recherchierst du noch vor dem Bewerbungsgespräch für den Job im Internet, ob du etwas Bedenkliches über das Startup herausfinden kannst. Oft sind die Indikatoren nicht schwer auszumachen – sei also wachsam, damit das Projekt Startup-Traumjob nicht scheitert.

Die Kunden fragen & das Startup im Internet suchen

Manchmal ist es ganz einfach – wenn die Kunden nicht zufrieden sind, dann wird das Startup scheitern. Schau dir im Internet (oder anderen Medien) Rezensionen oder Kommentare von Kunden an und überzeuge dich selbst davon, ob diese zufrieden sind. Sind die Meinungen gemischt oder sogar klar negativ, dann lasse die Finger vom Startup. Nur weil du selbst von einer Unternehmensidee begeistert bist, geht das nicht automatisch auch allen anderen so. Frage auch Freunde, Bekannte oder Familie nach deren Meinung zum Produkt des Startup-Unternehmens. Oft sind die Geschmäcker je nach Alter und Interessen vollkommen unterschiedlich.

Nach Richtungswechsel Ausschau halten – war der bisherige Startup-Kurs erfolgreich?

Hat das Startup seine Ausrichtung in letzter Zeit drastisch verändert? Gab es viele Entlassungen in der oberen Etage? Informiere dich, ob das Wunsch-Unternehmen auf Kurs ist, oder ob es die Segel gegen den Wind gesetzt hat. Nicht selten erkennen Startups zu spät, dass ihre Idee nicht funktioniert und versuchen dann durch 180°-Richtungswechsel die Probleme wieder gerade zu biegen. Da sollten natürlich die Alarmglocken läuten! Nur in seltenen Fällen können sich Startups durch solche Manöver retten, öfter geht das Schiff einfach unter. Passe auf, dass du nicht an Bord gehst, wenn die Ratten das Schiff schon verlassen haben.

Alles gecheckt? Perfekt!

Hast du alles gecheckt? Ist die Konkurrenz nicht nennenswert vorhanden, aber vergleichbare ausländische Unternehmen hatten mit einer ähnlichen Idee Erfolg? Die Nischen sind überprüft und das Startup hat Luft nach oben und genügend Kundschaft? Gibt es Wachstum im Unternehmen, oder geht der Saft aus? Sind die Kunden zufrieden und du selbst von der Idee überzeugt? Gab es in letzter Zeit einen Richtungswechsel und wenn ja, warum? Hast du all diese Fragen beantwortet, dann hast du  viele aussagekräftige Hinweise darauf, ob das Wunsch-Startup auch wirklich hält, was es bei der Ausschreibung seiner Jobs verspricht. Wenn du nun noch mit einem überzeugenden Lebenslauf punktest, kannst du vielleicht schon bald mit deinem Traumjob anfangen.