Elektrobit
Miriam Leopoldseder, Software Engineer bei Elektrobit
Description
Miriam Leopoldseder von Elektrobit erzählt im Interview über ihren Background im Programmieren, gibt Einblicke in das Embedded Hardware Development Team, in dem sie aktuell arbeitet und gibt Tipps für Neueinsteiger.
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Video Zusammenfassung
In "Miriam Leopoldseder, Software Engineer bei Elektrobit" berichtet Speaker Miriam Leopoldseder, wie das Lernen über viele Fächer hinweg sie befähigt hat, Themen zu verbinden und dadurch eine bessere Entwicklerin zu werden. Sie lernt viel im interdisziplinären Team mit Kolleg:innen aus Hardware-, FPGA- und Embedded-Entwicklung sowie Projektmanagement und nutzt bei Elektrobit den Udemy-Enterprise-Zugang, um Inhalte innerhalb und außerhalb des Arbeitsalltags zu vertiefen. Die Botschaft für Entwickler:innen: Von Kolleg:innen lernen und gezielt Weiterbildungsressourcen nutzen, um den eigenen Horizont zu erweitern.
Lernen über Disziplinen hinweg: Was wir von „Miriam Leopoldseder, Software Engineer bei Elektrobit“ über vernetztes Denken und kontinuierliche Weiterbildung mitnehmen
Ein kurzer Moment, starke Botschaft
Als wir „Miriam Leopoldseder, Software Engineer bei Elektrobit“ zuhörten, fiel uns auf: Manchmal braucht es nicht viele Worte, um eine klare Leitlinie für gute Softwareentwicklung zu formulieren. In wenigen Sätzen zeichnete sie den Weg einer Entwicklerin nach, die über die eigene Komfortzone hinaus lernt, aus ihrem Team herauswächst und mit Neugier Verbindungen zwischen Themen schafft.
„Even if I didn't like everything, I think for every subject I got to learn a little bit more … I can now connect many different subjects and many different topics together.”
Dieser Gedanke – sich auch mit weniger geliebten Themen auseinanderzusetzen und daraus am Ende ein vernetztes Verständnis zu entwickeln – ist ein roter Faden, der viele Karrieren im Engineering voranbringt. Hinzu kommen zwei weitere Ankerpunkte in Leopoldseder’s Statement: das Lernen im interdisziplinären Team und das bewusste Nutzen von Lernressourcen wie Udemy Enterprise, die sie explizit bei Elektrobit erwähnt.
„We are an interdisciplinary team … hardware development, FPGA development, embedded software development, project management …”
„At Elektrobit we have a Udemy enterprise access … you can choose from a lot of things … either relevant for your work or not … to get insight into other topics you’re not using in your daily work.”
In diesem Beitrag fassen wir aus DevJobs.at-Sicht zusammen, was wir aus diesem kurzen, aber gehaltvollen Einblick mitgenommen haben – und wie sich diese Prinzipien in den Entwickleralltag übersetzen lassen.
Breite schafft Tiefe: Warum „ein bisschen von allem“ am Ende viel ist
Leopoldseder beschreibt, dass sie aus jedem Fachgebiet – selbst aus den Teilen, die nicht unmittelbar Begeisterung ausgelöst haben – etwas mitnehmen konnte. Dieser Ansatz wirkt auf den ersten Blick kontraintuitiv: Wir hören oft, Spezialisierung sei der einzige Weg zu Exzellenz. Die Aussage der Software Engineer bei Elektrobit zeigt die andere Seite – dass Breite die Basis für echte Tiefe sein kann.
- Verknüpfte Konzepte: Wer verschiedene Themen berührt hat, erkennt Muster, Prinzipien und „Wiederholungen in anderem Gewand“. Das macht es leichter, neue Technologien einzuordnen.
- Problemlösungsrepertoire: Breites Vorwissen verwandelt sich in eine Art mentalen Werkzeugkasten. Im Alltag bedeutet das: Für neue Anforderungen existiert oft schon eine analoge Erfahrung – nur aus einem anderen Kontext.
- Besserer Teamfit: In modernen Projekten treffen Hardware, Embedded, Software und Projektmanagement direkt aufeinander. Ein Grundverständnis der jeweils anderen Disziplin erhöht die Qualität von Schnittstellenentscheidungen.
Leopoldseder bringt es auf den Punkt: Nicht jedes Thema wird zum Lieblingsfach. Aber jedes Thema kann einen Baustein liefern, der später entscheidend wird. Diese Haltung ist mehr als „nice to have“ – sie ist in komplexen, stark vernetzten Umgebungen ein Wettbewerbsvorteil für jede:n Entwickler:in.
Lernen im interdisziplinären Team: Was Kolleg:innen dir beibringen, das kein Kurs kann
Besonders eindrücklich ist Leopoldseder’s Verweis auf das interdisziplinäre Umfeld: Hardwareentwicklung, FPGA-Entwicklung, Embedded Software und Projektmanagement finden sich an ihrem Arbeitsplatz zusammen. Dieser Mix macht Lerngelegenheiten alltäglich – ohne formalen „Lernmodus“.
- Kontext statt nur Code: Gespräche mit Hardware- oder FPGA-Kolleg:innen erklären, warum ein Signalweg, eine Latenz oder ein Timing relevant ist – Einsichten, die man im reinen Softwarekontext leicht übersieht.
- Quality by Design: Wenn Projektmanagement und Entwicklung eng verzahnt arbeiten, entstehen frühere Rückmeldeschleifen zu Anforderungen, Risiken und Abhängigkeiten – und damit bessere Architekturentscheidungen.
- Sprache der Nachbardisziplinen: Schon grundlegende Begriffe und Annahmen der anderen Bereiche zu verstehen, erleichtert Abstimmungen, reduziert Missverständnisse und spart reale Projektzeit.
Die Quintessenz: Kolleg:innen sind eine Lernquelle – und zwar eine, die Probleme in deiner spezifischen Realität beleuchtet. Diese Art Lernen ist unersetzlich, weil sie direkt an den Schnittstellen deiner Arbeit entsteht.
Unternehmensressourcen gezielt einsetzen: Udemy Enterprise als Beispiel
Leopoldseder nennt ein sehr konkretes Werkzeug: „At Elektrobit we have a Udemy enterprise access …“ – also die Möglichkeit, flexibel und eigenständig Themen zu vertiefen oder Neues auszuprobieren. Bemerkenswert ist ihr Zusatz, dass Inhalte sowohl arbeitsrelevant als auch explizit nicht arbeitsrelevant sein dürfen. Genau darin liegt ein Learning-Hebel:
- Breite erkunden ohne Rechtfertigungsdruck: Nicht jedes Lernziel muss sofort in der Sprint-Planung nutzen. Neugier ist ein legitimer Antrieb – und sie zahlt sich mittel- bis langfristig aus.
- Micro-Learning im Flow: Kurze Kurse, Kapitel oder einzelne Lektionen erlauben Lernen in Zwischenräumen – ohne monatelange „Blockzeiten“.
- Safe Space zum Ausprobieren: Eine Plattform mit großer Themenbreite senkt die Hemmschwelle, Unbekanntes anzutesten, bevor man es in ein Projekt trägt.
Wenn ein Unternehmen – so wie im geschilderten Beispiel – einen solchen Zugang bietet, lohnt es sich, systematisch davon Gebrauch zu machen: nicht nur für Technikstacks, die man bereits nutzt, sondern auch, um über den Tellerrand zu schauen.
Praktische Taktiken, um vernetztes Wissen aufzubauen
Aus den Aussagen der Software Engineer bei Elektrobit lassen sich konkrete, alltagstaugliche Taktiken ableiten, um die eigene Lernkurve zu steuern:
- Themenkartierung: Lege dir für jedes neue Thema eine kleine Karte an – mit Kernbegriffen, typischen Problemen, benachbarten Disziplinen und Schnittstellen. Schon 10–15 Minuten je Thema genügen, um später Anknüpfungspunkte zu finden.
- Cross-Check im Team: Wenn du ein Feature planst, frage je eine Kollegin oder einen Kollegen aus Hardware, Embedded und Projektmanagement nach deren „Top-2-Bedenken“. Diese Perspektiven schärfen deine Entscheidungen.
- Lernslots im Kalender: Reserviere dir wöchentliche Micro-Slots (z. B. 2×30 Minuten) für exploratives Lernen. Nutze sie für Plattformen wie die bei Elektrobit erwähnte Udemy-Enterprise-Umgebung – oder vergleichbare Ressourcen, wenn verfügbar.
- Von „nicht mögen“ zu „nutzen können“: Identifiziere bei Themen, die dir schwerfallen, gezielt den kleinsten nützlichen Baustein. Frage: „Was kann ich aus genau diesem Teil ziehen, das meine Arbeit morgen besser macht?“
- Lernschleifen schließen: Überführe neue Einsichten zeitnah in kleine Experimente oder Demos. So verankerst du Wissen und prüfst, wo die nächste Frage entsteht.
Zusammenarbeit mit Hardware, FPGA, Embedded und Projektmanagement: Leitfragen für bessere Übergaben
Leopoldseder nennt exemplarisch die Disziplinen, mit denen sie zusammenarbeitet. Für diese Schnittstellen bieten sich wiederkehrende Leitfragen an, um Reibung zu reduzieren und Lerngewinne zu maximieren:
- An Hardware-Kolleg:innen:
- Welche Grenzen setzt die physische Architektur (Spannungen, Toleranzen, Latenzen)?
- Welche Messpunkte helfen, Softwareeffekte im System zu beobachten?
- An FPGA-Kolleg:innen:
- Wie sehen Datenpfade, Takt-Domänen und Engpässe aus?
- Wo sind Konfigurierbarkeit und wo harte Constraints?
- An Embedded-Software-Kolleg:innen:
- Welche Ressourcengrenzen (RAM/Flash/CPU-Zeit) prägen Designentscheidungen?
- Welche Interrupts, Treiber oder RTOS-Aspekte sind kritisch für Stabilität?
- An Projektmanagement:
- Was sind die größten Risiken, Abhängigkeiten und Entscheidungstermine?
- Wo entstehen Scope-Änderungen, und wie adressieren wir sie frühzeitig?
Diese Fragen sind kein Ersatz für tiefes Spezialwissen – aber sie öffnen Gespräche und legen den Fokus auf das Wesentliche an der Schnittstelle.
Lernpfade auf einer Kursplattform strukturieren
Weil Leopoldseder das Vorhandensein von Udemy Enterprise bei Elektrobit nennt, lohnt ein Blick darauf, wie man so eine Plattform effektiv nutzt. Entscheidend ist, exploratives Lernen mit Fokus zu kombinieren:
- Themenfächer definieren: Lege 3–5 Fächer an (z. B. „Embedded-Grundlagen“, „Architektur & Patterns“, „Tooling & Automatisierung“, „Kommunikation/PM“). Ordne neue Kurse konsequent zu.
- 80/20-Regel anwenden: 80 % deiner Lernzeit fließen in aktuelle Arbeitsrelevanz, 20 % in „Neuland“, das dich interessiert – so wie Leopoldseder es beschreibt: relevant oder bewusst nicht relevant, um neue Einblicke zu gewinnen.
- Micro-Ziele formulieren: Statt „Kurs fertigstellen“ lieber „2 Kapitel, 1 Mini-Prototyp“ pro Woche anstreben.
- Transfer sichern: Jede Woche ein „Learning Nugget“ in einem Team-Channel teilen – eine Folie, ein Code-Snippet, ein Begriff mit Definition. So profitieren andere und du selbst verankerst Wissen.
Umgang mit Themen, die man „nicht mag“ – produktiv, nicht zäh
Leopoldseder betont, dass nicht jedes Thema Begeisterung weckt – und dass genau daraus dennoch ein Vorteil entstehen kann. Wie lässt sich diese Haltung pflegen, ohne in Zähigkeit zu versinken?
- Perspektivenwechsel: Frage dich, wer in deinem Team dieses Thema liebt – und bitte um eine 20-Minuten-Führung durch die „Faszination“ dahinter. Begeisterung wirkt ansteckend.
- Kleinstes Erfolgsversprechen: Suche nach low-hanging fruits – dem minimalen Aufwand, der dir spürbaren Nutzen bringt (ein Shortcut, ein Tool, ein Pattern).
- Zeitboxen: Setze harte Zeitlimits für ungeliebte Themen (z. B. 25 Minuten Pomodoro). Danach bewusst wechseln. So bleibt die Hürde niedrig und der Fortschritt real.
- Belohnungsprinzip: Kopple ungeliebte Lernblöcke an eine kleine Belohnung – Kaffee, kurzer Spaziergang, Lieblingsplaylist. Das senkt Reibung und erhöht die Konsistenz.
Diese Mikro-Methoden transformieren „muss ich“ in „kann ich nutzen“. Genau in diesem Geist klingen Leopoldseder’s Worte: ein bisschen mehr aus jedem Fach – und später die Fähigkeit, Fäden zu verknüpfen.
Verknüpfen als Kernkompetenz: Vom Detail zur Systemperspektive
Der vielleicht stärkste Satz in Leopoldseder’s Beitrag ist die Beobachtung, heute „many different subjects … together“ verbinden zu können. In komplexen Technologieumgebungen ist diese Fähigkeit Gold wert:
- Bessere Architekturentscheidungen: Wer die Abhängigkeiten zwischen Hardware, FPGA, Embedded-Software und Managementprozessen versteht, gestaltet Schnittstellen robuster.
- Frühwarnsystem: Vernetztes Denken erkennt Inkonsistenzen früher – Spezifikation, Teststrategie, Releaseplanung. Das spart Zeit und Kosten.
- Transferleistung: Neue Technologien lassen sich schneller aufnehmen, weil sie an bestehende Anker andocken – und nicht im luftleeren Raum stehen.
Diese Kompetenz entsteht selten „auf einmal“. Sie wächst, wie Leopoldseder andeutet, schrittweise aus kleinen Lernimpulsen und täglichen Teaminteraktionen.
Was wir als DevJobs.at aus der Session mitnehmen
Aus „Miriam Leopoldseder, Software Engineer bei Elektrobit“ bleiben für uns drei klare Takeaways hängen:
- Breite ist kein Selbstzweck, sondern Fundament für vernetztes Denken. Auch Themen, die man nicht liebt, liefern Bausteine – und genau diese Vielfalt macht später den Unterschied.
- Interdisziplinäre Teams sind Lernmotoren. Wer Hardware, FPGA, Embedded und Projektmanagement im Arbeitsalltag erlebt, lernt schneller und relevanter, als es allein durch Bücher möglich wäre.
- Lernressourcen bewusst nutzen – auch jenseits der Tagesaufgaben. Der von Leopoldseder erwähnte Udemy-Enterprise-Zugang ist ein Beispiel dafür, wie Unternehmen Neugier ermöglichen können. Diese Chance entfaltet Wirkung, wenn Entwickler:innen selbstbestimmt explorieren.
Konkrete nächste Schritte für deinen Arbeitsalltag
Damit aus Inspiration konkrete Praxis wird, hier ein kompakter Aktionsplan, der sich mit Leopoldseder’s Impulsen deckt:
- Lege diese Woche zwei 30-Minuten-Lernslots fest und widme einen davon einem „nicht relevanten, aber interessanten“ Thema.
- Führe ein 15-minütiges Gespräch mit einer Kollegin oder einem Kollegen aus einer anderen Disziplin und frage nach deren größten aktuellen Herausforderung – und was du tun kannst, um die Schnittstelle zu erleichtern.
- Schreibe am Ende der Woche drei Sätze: „Welchen Baustein habe ich gelernt?“, „Wo könnte er nächste Woche nützlich sein?“, „Welche Frage hat sich daraus ergeben?“ – und teile das mit deinem Team.
Schlussgedanke
Die Session „Miriam Leopoldseder, Software Engineer bei Elektrobit“ erinnert daran, dass Exzellenz in der Software nicht nur aus Spezialisierung entsteht, sondern aus der Fähigkeit, Perspektiven zu verbinden. Lernen im Team, neugieriges Erkunden jenseits des unmittelbaren Auftrags und der Mut, auch unliebsamen Themen zumindest einen Baustein zu entlocken – daraus wächst das, was Leopoldseder so treffend beschreibt: ein besserer Developer, der viele Themen zusammenbringen kann.
„I learn new things a lot from my colleagues … we are an interdisciplinary team … and … we have a Udemy enterprise access … to get a little bit of an insight into other topics … not using maybe in your daily work.”
Genau hier beginnt nachhaltiges Wachstum: im Alltag, im Team, und in den kleinen Lernschritten, die später das große Ganze möglich machen.
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