TechLead-Story: Florian Schweighofer, Leitung Softwareentwicklung bei Schweighofer Manager-Software GmbH

TechLead-Story: Florian Schweighofer, Leitung Softwareentwicklung bei Schweighofer Manager-Software GmbH

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Team

Wie groß ist das Dev/IT-Team? Wie setzt sich das Team, in Funktionen aufgeteilt, zusammen?

Unsere Entwicklerteam umfasst zur Zeit 16 Entwickler. Diese 16 Entwickler gliedern sich wieder in Unterteams, die dann eines bzw. mehrere unserer Softwareprodukte betreuen.

Wie ist euer Team organisiert und aus welchem Grund habt ihr euch für eine bestimmte Organisation entschieden? Worin liegen die Vorteile, wo die Nachteile?

Da wir viele Softwareprodukte in den verschiedensten Bereichen haben – Lohnverrechnung, Buchhaltung, ERP, Finanzmathematik – hat jeder Bereich ein Team welches eine Gruppe betreut.

So hat jeder einen definierten Aufgabenbereich dem er zugewiesen ist. Dadurch ergeben sich viele kleine Teams, was die einfache Kommunikation als Vorteil hat. Bei einem Ausfall eines Entwicklers kann das jedoch ein Nachteil sein wenn z.B. bei einem Drei-Mann Team ein Drittel der Manpower nicht verfügbar ist.

Was macht euer Team, im Vergleich zu anderen Teams, besonders?

Wir achten sehr viel auf die Robustheit unserer Software und machen lieber viele kleine aber gut abschätzbare Schritte anstatt uns selber durch zu ambitionierte Ziele in Bedrängnis zu bringen.

Gerade in unserem Softwaresegment wollen die Anwender Software, die funktioniert und nicht eine ständige "Featureflut". Weiters halten wir wöchentliche Besprechungen ab, in dem auch der Support eingebunden ist und so eine Schnittstelle zwischen Anwender und Entwickler bietet.

Recruiting

Wie ist eure Abteilung in den Recruiting-Prozess integriert?

Beim Recruiting ist die Geschäftsleitung und der Leiter des jeweiligen Teams, für welches ein Entwickler gesucht wird, involviert.

Gibt es ein konkretes Prozedere für neue Kollegen? Wie werden diese integriert?

Neue Kollegen werden erst einmal in den zu betreuenden Softwareprodukten eingeschult, also ein neuer Entwickler für unsere ERP Software muss zuerst die Software an sich verstehen.

Dabei nutzen wir unsere Schulungsangebote für unsere Kunden, an dennen dann auch der Entwickler teilnimmt. Weiters achten wir darauf, den Entwickler den fachlichen Background zu geben – falls noch nicht vorhanden. Zum Beispiel in der Lohnverrechnung ist es wichtig, auch fachlich zu verstehen was man entwicklen muss.

Neben der fachlichen Qualifikation, worauf legt ihr noch Wert, wenn ihr nach IT-Spezialisten für euer Team sucht?

Grundsätzlich muss natürlich fachlich ein Grundstock da sein, das Wichtigste ist aber das Interesse Neues zu lernen. Ist dieses Interesse da, so spielt auch die fachliche Qualifaktion eine untergeordnete Rolle. Einige unserer Entwickler haben sich technische Fähigkeiten erst bei uns angeeignet. Die Grundaussage lautet "Wer lernen will, kann das bei uns". Neben dieser Lernbereitschaft ist natürlich auch noch die soziale Komponente wichtig. Parallel zum Probemonat machen wir mit jedem potentiellen Entwickler einen Probearbeitstag, bei dem wir einen Eindruck vom Bewerber bekommen und natürlich auch umgekehrt der Bewerber von uns und seinen potentiellen neuen Kollegen.

Technologien

Welchen technischen Herausforderungen seht ihr Euch gegenüber?

Die größte Herausforderung ist sicherlich technische Trends zu erkennen und bestmöglich einzusetzen ohne dabei die Kontinuität zu verlieren. Dem Kunden ist es letzlich egal wie etwas entwickelt wurde, es muss für ihn einen Mehrwert haben. Natürlich versuchen wir auf neue Technologiezüge aufzuspringen und diese für uns zu nutzen. Nicht jeder Zug führt aber zum richtigen Ziel, die Abwägung ob eine neue Technologie wirklich die "Zukunft" ist, ist eine große Herausforderung.

Mit welchen Technologien arbeitet ihr?

Wir entwickeln am Client rein für Windows-Betriebssysteme und nutzen dabei .NET und als Sprache C#. Manche Produkte sind teilweise noch in Visual Basic geschrieben, diese werden aber Schritt für Schritt umgestellt. Neben den Desktopprodukten setzen wir auch noch auf Webanwendungen, die mobile Datenerfassung ermöglichen. Als Datenbanksysteme nutzen wir MS Access und MS SQL-Server.

Wie hat sich die Technologie des Unternehmens seit der Gründung verändert?

Mein Vater hat das Unternehmen 1989 gegründet, wir sind also letztens Jahr 30 Jahre alt geworden, was für ein IT-Unternehmen ein stolzes Alter ist. Unser erstes Programm wurde in Basic entwickelt, später wechselten wir über Visual Basic zu C#. Alleine die neuen Möglichkeiten, die jeden dieser Schritte für uns ermöglicht hat, waren großartig. Mit jedem dieser Schritte ist die Produktivität unserer Entwickler gestiegen, was sich auch massiv in der Qualität der Software niedergeschlagen hat.