TechLead Story: Clemens Utschig-Utschig, CTO/Head of Technology Strategy von Boehringer Ingelheim

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Team

Wie groß ist das Dev-Team? Wie setzt sich das Team, in Funktionen aufgeteilt, zusammen?

Wir haben mehrere Product Teams in der IT, die an verschiedenen Standorten, aber immer in Marktnähe verteilt sind. Jedes Team umfasst bis zu 10 Mitglieder, von denen zumindest 4 im Engineering, sprich jeweils 2 im Frontend und 2 im Backend tätig sind. Wir haben auch einen Startup Inkubator, in dem 50 Kollegen, davon 20 Engineers, aus den unterschiedlichsten Spezialbereichen, wie Data Engineering/Science, Mobile oder IoT und aus aller Herren Länder von Brasilien über Estland bis Indien, gemeinsam an Innovationen arbeiten. Dabei arbeiten die einzelnen Teams alle 4-9 Monate an etwas Neuem. Nach der Entwicklung des MVP und einer erfolgreich abgeschlossenen Pilotphase, wandern die Produkte in die jeweiligen Product Teams in der IT. Zusätzlich möchte ich noch erwähnen, dass wir interne Gigs für Process Adjunct wie auch Consumer Facing Disrupt durchführen.

Wie ist euer Dev-Team organisiert und aus welchem Grund habt ihr euch für eine bestimmte Organisation entschieden? Worin liegen die Vorteile, wo die Nachteile?

Wir arbeiten mit Scrum und Product Teams zusammen, die einen 100%igen Fokus auf das Produkt haben. Teil unserer Coding Kultur ist es auch, dass das Team ca. 20% ihrer Zeit für Open Source Contribution oder andere kollaborative Maßnahmen aufwenden darf. Die einzelnen Disziplinen organisieren sich in Chapters. Der ganz klare Vorteil unserer Organisation ist daher sowohl der Fokus und die Nähe am Markt, in dem die Produkte ausgerollt werden, als auch die Nähe an der Funktion, die der Product Owner stellt.

Was macht euer Team, im Vergleich zu anderen Teams, besonders?

Wir punkten mit “Diversity” und kleinen agilen Teams, die frei arbeiten dürfen. Das alles mit dem Rückhalt eines stabilen, familiy owned Pharma-Konzerns, mit mehr als 55.000 Mitarbeitern. Für mich, als Führungskraft ist es sowohl eine große Freude, als auch Herausforderung, meinen Leuten eine Sandkiste zur Verfügung stellen zu dürfen, mit der sie jeden Tag glücklich spielen können.

Recruiting

Wie ist eure Dev-Abteilung in den Recruiting-Prozess integriert?

Das Team ist wesentlicher Bestandteil in der Rekrutierung neuer Kollegen, nach dem Motto: “Engineers hiring Engineers”. Diese sind vom ersten Screening bis zur finalen Entscheidung im Recruiting-Prozess integriert und darüber hinaus auch verantwortlich.

Gibt es ein konkretes Prozedere für neue Kollegen? Wie werden diese integriert?

Mithilfe eines Buddy Systems und im Rahmen mehrwöchiger oder mehrmonatiger Übergaben, versuchen wir frischen Mitarbeitern den Einstieg in die neue Aufgabe so einfach wie möglich zu gestalten. Dazwischen sind auch Jour Fixes und auch kleine Community Gigs angesetzt.

Neben der fachlichen Qualifikation, worauf legt ihr noch Wert, wenn ihr nach Entwicklern für euer Team sucht?

Den Willen ein großes Unternehmen zu transformieren und sich sowohl neues Wissen anzueignen als auch weitergeben zu wollen, ist uns neben der fachlichen Qualifikationen sehr wichtig. Sie müssen einfach Potential haben. Erfolgreich sind wir, wenn meine Mitarbeiter in ein paar Jahren von Google angesprochen werden :-)

Technologien

Welchen technischen Herausforderungen seht ihr Euch gegenüber?

Wir machen von data science lastig bis e-commerce fast alles. Sämtliche Produkte auf einem Stack und mit einer einheitlichen Methode zu bauen, ist sicher eine Herausforderung. Aber nur so skaliert das Ganze.

Mit welchen Technologien arbeitet ihr?

Openshift, Kubernetes, AWS, Node-JS, Spring, Python, Scala, Ionic, Angular, Vue.Js, React, Hadoop, Postgres und Triplestores

Und all das via github.com/opendevstack

Wie hat sich die Technologie des Unternehmens seit der Gründung verändert?

Überhaupt nicht.. wir waren von Tag eins an bei Openshift dabei ;-)

 

Clemens Utschig:

https://github.com/clemensutschig

https://www.linkedin.com/in/clemensutschig