Wie du als DEV am besten ein Empfehlungsschreiben bekommst

Wie du als DEV am besten ein Empfehlungsschreiben bekommst

 

Während der Jobsuche stellt man möglicherweise fest, dass Arbeitgeber in bestimmten Branchen – oder diejenigen, die Fachkräfte einstellen, um an hochsensiblen Projekten und Programmen zu arbeiten – zusätzlich ein Empfehlungsschreiben erwarten, bevor sie deine Bewerbung in Betracht ziehen. Aber auch wenn sie nicht direkt angefordert ist, öffnet eine Empfehlung definitiv Türen.

Es kann etwas unangenehm sein ehemalige Chefs, Mentoren oder Kollegen um ein Empfehlungsschreiben zu bitten, insbesondere wenn man dies zuvor noch nicht gemacht hat. Außerdem gibt es einige Regeln zur Etikette, die man hierzu kennen und befolgen sollte. Diese Tipps tragen dazu bei, den Prozess effizienter und professioneller zu gestalten.

Plane die Empfehlung im Voraus

Es sei zu beachten, dass das Verfassen eines Empfehlungsschreibens keine leichte Aufgabe ist. „Es erfordert viel Zeit und Mühe ein solches Schreiben korrekt auszuformulieren.”

In der Regel sollte man dem Verfasser des Schreibens ein oder zwei Wochen Zeit geben, drängen und Stress sind hier fehl am Platz – um die Empfehlung sollte man zum Beispiel nicht am Abend vor dem kommenden Vorstellungsgespräch bitten. Ein kurzes Dankeschön oder eine rechtzeitige freundliche Erinnerung helfen hier bereits sehr viel.

Je persönlicher, desto besser

Wenn es um Empfehlungen geht, ist es immer am besten, Leute zu fragen, die dich gut kennen und auch wahrscheinlich positiv einstufen werden. Während es einfacher und zeitsparender erscheint, schnell eine E-Mail an einen potenziellen Empfehlungsgeber abzufeuern, ist ein Anruf am Telefon persönlicher und führt daher wahrscheinlicher zu vorteilhafteren Ergebnissen. Eine E-Mail kann man ansonsten immer schreiben – sollte sich der Weg über das Telefon als schwierig erweisen.

Die „Fragestrategie“ sollte natürlich darauf basieren, wie gut du die Person kennst. Wenn du längere Zeit nicht mit jemandem gesprochen hast, kann es sogar zielführend sein, sich einmal direkt zu treffen, beispielsweise bei einem Kaffee, um deine Arbeitssuche und Ziele zu besprechen. Nur wenn das Verhältnis zu gewissem Maße „wiederhergestellt“ ist, sollte man erst um das Schreiben fragen.

„Mit der richtigen Schmeichelei kommt man überall hin.” Erläutere, dass du die Meinung des Empfehlers wertschätzt und wie wichtig es für einen potenziellen Arbeitgeber ist, wenn du auch dessen Befürwortung hast.

Obwohl die meisten Leute der Anfrage durchaus zustimmen, dauert es einige Zeit, einen ausführlichen – und überzeugenden – Brief zu schreiben. Man sollte der Person auf jeden Fall etwas Zeit geben, um die Anfrage zu überdenken; auf eine sofortige Antwort sollte man nicht aus sein.

Du könntest es etwa folgendermaßen ausdrücken: „Ich weiß, wie beschäftigt Sie sind. Sie können also natürlich Nein sagen. Aber wenn Sie Zeit haben, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie mir eine Empfehlung schreiben könnten.“

"Machen Sie es der Person leicht, nein zu sagen", empfehlen wir.

Wenn du tatsächlich eine Absage bekommst, ärgere dich nicht. Bedanke dich einfach für die Zeit und mach weiter. Aus diesem Grund ist es immer gut, eine ausreichend lange Liste potenziellen Kandidaten für deine Empfehlung im Auge zu haben, bevor die Jobsuche startet.

Sich selbst empfehlen

Je detaillierter und persönlicher ein Empfehlungsschreiben ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass er einen starken Eindruck bei einem zukünftigen Personalmanager oder einer Personalberatung hinterlässt.

Um sicherzugehen, dass das Schreiben auch richtig passt, solltest du sogar selbst den Inhalt bereitstellen. Außerdem muss manchmal ein ehemaliger Manager vorsichtig an deine Fähigkeiten erinnert werden. Sie wissen möglicherweise nicht, welche Qualitäten und Erfahrungen genau für die Position, die du suchst, relevant sind.

Stelle beispielsweise eine Zusammenfassung der Arbeitsanforderungen, den Namen und den Titel des Empfängers sowie einen Zeitplan für die Einreichung der Empfehlung bereit und lege auch eine Kopie deines Lebenslaufs und deines Motivationsschreibens vor. Details sind wichtig, eventuell möchte der Verfasser auch von dir genauer wissen, welche Eigenschaften, Fähigkeiten oder Errungenschaften du selbst in der Empfehlung haben möchtest.

Ein viel beschäftigter Recommender kann durchaus auch erwarten, dass du einen Teil der eigentlichen Schreibarbeit selbst erledigst. Manchmal ist es hilfreich, eine Vorlage oder einen Entwurf des Briefes parat zu haben, bevor du dich an jemanden wendest. Biete daher einmal ersten Entwurf an, denn ein paar Änderungen und Ergänzungen sind viel schneller erledigt als das komplette Schreiben eines Briefes.

In Kontakt bleiben

Dem Verfasser sollte man unbedingt ein Dankesschreiben senden. Auch über den weiteren Werdegang der Jobsuche oder der neuen Arbeit kann man den Verfasser des Empfehlungsschreibens auf dem Laufenden halten.

Solltest du in Zukunft eine Empfehlung benötigen, so ist ein ehemaliger Chef oder Kollege weiterhin eine wertvolle Unterstützung, wenn man in Kontakt bleibt und Details über die Karrierefortschritte und Erfolge austauscht. Das Ansuchen um ein Empfehlungsschreiben sei keinesfalls als einmalige Angelegenheit zu betrachten; dies sind vielmehr Beziehungen, die du auf jeden Fall längerfristig pflegen möchtest.