Was motiviert einen Entwickler?

Was motiviert einen Entwickler?

Ein saftiger Gehaltsscheck? Spannende Projekte? Anerkennung? Keine Überstunden? Also was motiviert Entwickler und was hält sie davon ab, ihre Arbeitgeber zu wechseln? Es stellt sich heraus, dass Geld nicht alles ist.

Laut einer Studie glauben etwa 40% der Arbeitnehmer aus unterschiedlichen Branchen, dass ihre Motivation abnimmt. Viele von ihnen äußern ihre Enttäuschung über die mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Familie, andere beklagen sich über die Löhne oder einfach nur über Müdigkeit. Es scheint, dass nicht alle Arbeitgeber wissen, wie sie dieses Problem lösen können. Wir sind der Meinung, bevor irgendwelche Hängematten oder dergleichen als Schein-Benefits ins Unternehmen eingeführt werden, dass es besser ist, die Entwickler nur zu fragen, was ihnen für eine effiziente Arbeit helfen würde.

Das haben wir gemacht. Hier sind die Ergebnisse unserer „Untersuchung” - einige der beliebtesten Motivatoren für Programmierer.

Interessante Projekte

„Ich bin viel motivierter, wenn ich zu einem spannenden Projekt komme. Die gewisse Herausforderung treibt mich an. Manchmal kann es aber störend sein, wenn jemand ständig meine Arbeit unterbricht und bei meinen Entscheidungen dazwischenfunkt. Ich verlasse mich auf gegenseitiges Vertrauen und dass ich die Möglichkeit habe zu zeigen, was ich kann.“

Martin, C# .NET Software Developer

Der amerikanische Spezialist für Human Behavior, Alfie Kohn, schrieb einmal im „Boston Globe”, dass Kreativität und Motivation nachlassen, wenn jemand eine Aufgabe nur mit dem Hintergedanken an Gewinn erledigt. Das heißt, dass Preise oder Boni keine überzeugenden Motivatoren sind. Viele Entwickler schätzen vorrangig die Möglichkeit, bei einem Projekt dabei zu sein, bei dem sie sich weiterentwickeln können und das eine Herausforderung darstellt. Hinter diesen Projekten sollte natürlich eine gewisse Ambition stehen und Kreativität und radikale Lösungen erfordern. Solche Projekte mischen den täglichen Trott auf, bringen frischen Wind und Programmierer sind viel glücklicher auf dem Weg zur Arbeit: nicht weil sie müssen, sondern weil sie wollen.

Hohe Qualität

„Ich gehe ein Projekt anders an, wenn ich weiß, dass die von mir implementierten Funktionalitäten von Vielen genutzt werden und dem Projekt neue Qualität verleihen.“

Franziska, Embedded Developer

Nichts entmutigt mehr, als bedeutungslose Aufgaben zu erledigen oder an einem Nebenprojekt zu arbeiten, das sowieso niemand verwenden wird. Entwickler sind sehr ehrgeizig und möchten vor allem an „etwas Großem“ arbeiten. Ist natürlich nicht immer möglich, aber selbst weniger wichtige Aufgaben haben einen einleuchtenden Hintergrund. Ein Programmierer will wissen, wozu er den Job macht. Im Idealfall ist ihm/ihr auch bewusst, dass er/sie Einfluss auf die Lösung eines Problems hat – das motiviert.

Skills weiterentwickeln

„Ich mag keine Stagnation. Ich muss das Gefühl haben zu wachsen. Das treibt mich an. Ich weiß, dass ich meine Zeit nicht vergeudet habe, wenn ich von meiner Aufgabe etwas gelernt habe. Auch wenn ich dieses Wissen in der Praxis vielleicht nicht nutze, habe ich immerhin eine neue Perspektive gesehen.“

Laurenz, Senior SQL Software Developer

Wie oben bereits erwähnt, sind Programmierer sehr ehrgeizig. Viele von ihnen sind bestrebt, ihre Kenntnisse zu verfeinern, neue Technologien, Lösungen und Programmiersprachen zu lernen. Das ist der Fall für die HR Abteilung: viele Weiterbildungen ermöglichen, flexibel mit den (Berufs-)Entscheidungen der Developer sein, solche Dinge. Oft möchten Programmierer neue Themen lernen, die nicht unbedingt mit den aktuellen Projekten des Teams zusammenhängen. Viele Entwickler haben eine genaue Vorstellung, in welche Richtung sie ihre Karriere vorantreiben möchten, und wählen daher Kurse und Weiterbildungen aus, die sie in diese Richtung vorantreiben. Einige ihrer neuen Fähigkeiten werden vom Arbeitgeber genutzt, andere auch nicht. Das Wichtigste ist, die Entwickler ihre Programmiererkurse selbst aussuchen zu lassen, da sie sehr viel Motivation geben können. Ein Programmierer wird mit der Unterstützung des Unternehmens neue Fähigkeiten entwickeln und somit die Qualität seiner gesamten Arbeit verbessern. Win-Win für jeden.

Wertschätzung

„Ob ich es mag, gelobt zu werden? Wer nicht? Wir sind alle mehr oder weniger eitel. Wenn ich einen verdammt guten Job gemacht habe, dann möchte ich auch wissen, dass er geschätzt wird. Ist doch klar?“

Paula, Ruby on Rails Developer

Die Qualität unserer Arbeit kann unterschiedlich sein. Aber verschreibt sich ein Programmierer zu seinem Job – und zwar nicht für 100 %, sondern sogar für 200 % – dann möchte er, dass es jemand bemerkt. Kein Wunder, dass die Wertschätzung einer der Hauptmotivatoren ist. Der Arbeitgeber sollte seine Mitarbeiter schätzen. Programmierer müssen sich für ein bestimmtes Projekt wichtig fühlen und wissen, dass sie ihre Aufgaben gut ausführen. Manchmal reicht es aus, ihnen das nur zu sagen.

Wir haben hier einige der beliebtesten Faktoren aufgelistet, die einen Programmierer motivieren, aber man kann noch viel mehr finden, zum Beispiel die Bereitstellung geeigneter Tools oder die sorgfältige Planung der Arbeit. Ein wohl motivierter Programmierer wird gerne zur Arbeit erscheinen, weil es ihm Freude und Zufriedenheit gibt. Konfuzius sagte einmal: „Wähle eine Arbeit, die du liebst, und du wirst keinen weiteren Tag in deinem Leben arbeiten.“ Das wünschen wir allen, auch wenn es vielleicht etwas idyllisch klingt.