Vom Developer zum Manager - Was sind die Anforderungen?

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Irgendwann musst du dich, wahrscheinlich wie jeder Tech-Spezialist entscheiden, ob du weiterhin eine technische Karriere verfolgen, oder doch in eine Führungsrolle wechseln möchtest. Die Wahl zwischen den zwei Karrieremöglichkeiten ist sehr herausfordernd. Trotzdem gibt es verräterische Anzeichen, ob du die Fähigkeiten bzw. das Naturell hast, um als Manager erfolgreich zu sein. Damit du diese wichtige Entscheidung treffen kannst, ohne einen größeren Karriere-Schock erleiden zu müssen, haben wir dir nachfolgend einige Anforderungen zusammengefasst, die zeigen, ob ein Job im Management für dich die richtige Wahl ist.

Du magst keine Meetings

Wenn du es hasst, einen Großteil deines Tages in aufeinanderfolgenden Meetings zu verbringen, dir auch die Beantwortung von vielen Emails und Telefonanrufen keine große Freude macht, bist du sicher nicht allein. “Ein Problem hast du nur, wenn du wirklich nicht gerne mit Leuten sprichst, oder ihnen nicht länger zuhörst als unbedingt nötig, dann wirst du sicher kein guter Manager. Als Projektleiter, oder andere Führungskraft, verbringst du sicher mehr als 70 Prozent mit Kommunikation. Wenn Kommunikation nicht dein Ding ist, ist eine Managerrolle wahrscheinlich auch nichts für dich.

Du kannst nicht so mit Leuten

Du musst nicht unbedingt gut darin sein, Leute lesen zu können, um deinen ersten Management-Job zu erhalten, aber ein hoher “EQ” hilft dir definitiv dabei. Bist du keine starke “Person”, musst du dich ernsthaft bemühen deine emotionale Intelligenz (EQ) zu verbessern. EQ definiert sich in der Fähigkeit zu erkennen und zu verstehen, was andere emotional erfahren. EQ ist auch die Fähigkeit, deine eigene Emotion auf eine Art und Weise zu managen, die Stress abbaut, Empathie schafft, Kommunikation erleichtert und Konflikte entschärft. Wenn du nicht konsequent an der Entwicklung deiner emotionalen Intelligenz arbeitest oder hoffnungslos introvertiert bist und Schwierigkeiten hast mit anderen klarzukommen, bist du vielleicht besser für eine technische Laufbahn oder vielleicht noch Lead-Developer-Rolle geeignet.

Unklarheiten machen dir Sorgen

Wenn du Unklarheiten nicht magst oder dich im Grauzonenbereich nicht wohlfühlst, denke zweimal darüber nach, bevor du dich außerhalb deiner Komfortzone bewegst. Als Tech-Managern begegnest du vielen Problemen, für die es keine richtige oder falsche Antwort gibt. Matrix-Organisationsstrukturen, Multi-Channel-Kunden und konkurrierende Interessen schaffen Herausforderungen, die nicht immer leicht zu lösen sind. Während du als Entwickler Entscheidungen basierend auf Logik und Best Practices treffen konntest, musst du, wenn du Tech-Manager werden möchtest, immer mehrere Szenarien betrachten, viel beobachten, und dich viel mit anderen beraten, bevor du die beste Lösung wählst.

Du willst, gemocht werden

Wenn du nicht gerne mit Konflikten umgehst, Regeln durchsetzt, oder schwierige Entscheidungen triffst, die eventuell unpopulär sind, dann wirst du als Manager nicht effektiv und wirksam sein. Management ist leider kein Beliebtheitswettbewerb.

Du bist zu technik- und detailverliebt

Dein technischer Hintergrund kann dir helfen, Probleme, mit denen Projektteams konfrontiert sind, besser zu verstehen. Manager, die gerne in technische Details eintauchen, haben es oft schwer ihre andere Verantwortungen wahrzunehmen und verlieren öfters die Übersicht. Als Manager musst du deine Zeit für strategische Aktivitäten, administrative Aufgaben, Recruiting und den Aufbau von Beziehung zur Verfügung stellen. Wenn du dich immer noch gerne mit Code und Algorithmen beschäftigst,  solltest du vielleicht nicht sofort eine Karriere im Management starten.

Du denkst Management ist einfach

Viele Developer ziehen ins Management, weil sie dort mehr verdienen und denken, dass sie im Job besserer wären als ihr gegenwärtiger Manager. Ein wirksamer Manager zu sein ist jedoch schwieriger, als es von der Bank aus aussieht. Beispielsweise werden sehr oft Entscheidungen über Projekte, Prioritäten, Budgets oder Personaleinsätzen vom oberen Management oder der Geschäftsführung beeinflusst. Außerdem musst du dich mit Büropolitik, Personalfragen, Leistungsdruck und begrenzter Autorität auseinandersetzen, welche wiederum die Wirksamkeit deiner Arbeit beeinflusst. Lass dich also nicht zu schnell in eine Führungsrolle drängen, bzw. verlieb dich nicht allzu schnell in einen tollen Titel oder ein höheres Gehalt. Denke vorher über die beruflichen und persönlichen Auswirkungen nach!