TechLead-Story: Jürgen Jussel, Geschäftsleitung bei Rhomberg Gruppe

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Team

Wie groß ist das Dev-Team? Wie setzt sich das Team, in Funktionen aufgeteilt, zusammen?

Wir haben an sich keine Programmierabteilung, diese ist in unserem IT Team inkludiert. In unserem IT Team sind immer ca. 10 Personen tätig. Das ist allerdings auch projektabhängig, manchmal kommen auch noch Externe, zur fachlichen Unterstützung, ins Team hinzu.

Prinzipiell ist bei uns alles sehr flach organisiert. Es gibt einen IT-Leiter, welcher die gesamte Abteilung – unterteilt in die verschiedenen Zuständigkeitsbereiche – führt.

Wie ist euer Dev-Team organisiert und aus welchem Grund habt ihr euch für eine bestimmte Organisation entschieden? Worin liegen die Vorteile, wo die Nachteile?

Die Mitarbeiter in den jeweiligen Zuständigkeitsbereichen arbeiten recht eigenständig. Wir bauen darauf, dass die Entscheidungen so direkt wie möglich von den Mitarbeitern getroffen werden, die auch mit der Materie in Kontakt sind. Natürlich wird Rücksprache mit dem IT-Leiter usw. gehalten, die Selbstständigkeit des Teams ist aber klar im Vordergrund.

Organisationsformen wie Scrum verwenden wir intern auch, allerdings eher gezielt. Hauptsächlich wenn neue Projekte anstehen.

Was macht euer Team im Vergleich zu anderen Teams besonders?

Diese Eigenständigkeit und die direkte Entscheidungsfindung ist – für so ein großes Bauunternehmen – schon besonders. Daneben haben wir auch einen guten Teamgeist und sind alle per Du. Wir haben im Team schon viele Herausforderungen gemeinsam gemeistert, das schweißt zusammen.

Recruiting

Wie ist eure Dev-Abteilung in den Recruiting-Prozess integriert?

Also im Recruiting-Prozess sind einerseits die HR-Abteilung, andererseits der IT-Leiter gleichermaßen beteiligt. Hier gibt es ja etliche Punkte für einen sauberen Ablauf z.B. welche Anforderungen haben wir an den neuen Mitarbeiter? Welche Medien möchten wir für die Ausschreibung verwenden.

Es tragen zwar diese zwei Seiten die gleiche Verantwortung beim Recruiting, schlussendlich liegt es aber am IT-Leiter zu beurteilen, ob der Bewerber, aus fachlicher und teamdynamischer Sicht, auch ins Team reinpasst.

Gibt es ein konkretes Prozedere für neue Kollegen? Wie werden diese integriert?

Wir haben schon einen „regulären“ Onboarding-Prozess für neue Mitarbeiter. Es beginnt bei uns aber schon sehr früh. Meistens versuchen wir potenziellen Kollegen, schon bevor sie aufgenommen werden, die Möglichkeit zu geben unser Team kennenzulernen. Die Meinung des Teams ist hier sehr wichtig.

Neben der fachlichen Qualifikation, worauf legt ihr noch Wert, wenn ihr nach Entwicklern für euer Team sucht?

Wie bereits erwähnt, ein neuer Kollege sollte unbedingt kultur- und wertemäßig in die Firma passen. Die entsprechenden fachlichen Qualifikationen sind natürlich auch eine maßgebliche Anforderung, aber fast noch entscheidender ist, wie jemand ins Team passt.

Wenn man es nun kostenmäßig betrachtet – trifft man hier eine Fehlentscheidung bei der Einstellung, kann dies dazu führen, dass der kostenintensive Recruitingprozess und Onboardingprozess wieder von vorne gestartet werden muss.

Technologien

Welchen technischen Herausforderungen seht ihr Euch gegenüber?

Hier gibt es wieder zwei Seiten. Unser Unternehmen befindet sich zurzeit in einem Digitalisierungsprozess, die diesbezüglichen IT-Projekte können hier schon als Herausforderung gesehen werden 

Andererseits ist es fast die größere Hürde, dass unsere Mitarbeiter all diese technischen Neuerungen auch annehmen. Viele Vorgänge sind hier anders zu handhaben als vor der Digitalisierung. All diese Technologien haben zwar großes Potenzial, es muss aber auch jeder vertraut damit sein.

Mit welchen Technologien arbeitet ihr?

Für die Basistechnologien im täglichen Arbeiten verwenden wir diverse Pakete von Microsoft. Office 356, SharePoint, Exchange, Azure, etc. Im ERP Bereich gibt es eine maßgeschneiderte Software für Bauunternehmen.

Wie hat sich die Technologie des Unternehmens seit der Gründung verändert?

Also vor Ort auf den Baustellen hat sich im Vergleich zum Büro nicht so viel getan. Wir sind im 19. Jahrhundert gegründet worden, da hat sich schon die eine oder andere Änderung vollzogen.

Ich selbst bin auch schon länger im Unternehmen, in dieser Zeit habe ich auch viele Umstellungen miterleben können. Damals sind uns ja die 3 1/2 Zoll Disketten schon als große Neuerung vorgekommen. Es gab im Unternehmen teilweise große Umbauarbeiten, wie die Einrichtung einer strukturierten Verkabelung für einen Netzwerkaufbau in einem bestehenden Gebäude in den 90-iger Jahren des letzten Jahrhunderts oder die Transferierung der IT in die Cloud in den letzten drei Jahren.