TechLead-Story: DI Michael D. Hoffmann, Direktor - Advisory bei EY Österreich

TechLead-Story: DI Michael D. Hoffmann, Direktor - Advisory bei EY Österreich

tech-stories TechLeadStory

Team

Wie groß ist das Dev/IT-Team? Wie setzt sich das Team, in Funktionen aufgeteilt, zusammen?

Als globales Beratungsunternehmen haben wir das Glück, dass wir unsere Teams zwar regional gliedern aber international sehr eng zusammenarbeiten können: International haben wir mehrere tausend Technologie-ExpertInnen, lokal in Österreich haben wir drei große Teams, die sich mit Technologie beschäftigen: Das Risk Transformation-Team – prüfungsnahe Beratung, Zertifizierungen, IT-Sicherheit usw. –, das Technology Transformation-Team – CIO-Agenda, IT-Strategie und Emerging Technologies – und das Data & Analytics-Team.

Diese Teams liefern Prüfungs-, Beratungs- und Implementierungsprojekte von der strategischen IT-Beratung – für CIOs – bis hin zur Implementierung von z.B. Blockchain-, IoT-, Robotics-Anwendungen oder Data Science-Umgebungen.

Wie ist euer Team organisiert und aus welchem Grund habt ihr euch für eine bestimmte Organisation entschieden? Worin liegen die Vorteile, wo die Nachteile?

Gemäß der globalen Organisationform, die wir in quasi allen 150 EY-Ländern verfolgen, sind unsere Tech Consultants in kompetenzorientierten Teams integriert, die sich stets auf ein dediziertes Thema konzentrieren – zB. Artificial Intelligence oder Analytics. Trotzdem können alle unserer BeraterInnen auch außerhalb dieses Kernkompetenz in Projekten anderer Teams mitarbeiten. Dies wird nicht nur toleriert, sondern erwünscht, da wir als „One EY“ die besten Projektergebnisse erzielen, wenn wir interdisziplinär zusammenarbeiten. So kommt es sehr oft vor, dass unsere Tech Experts z.B. mit RechtsanwältInnen von EY Law oder mit unseren Steuer- und PrüfungsspezialistInnen zusammenarbeite. Das öffnet neue Horizonte und bringt Erfolge zustande, die wir sonst – aus einer reinen Technologiekompetenz heraus – nicht erreichen könnten.

Die Herausforderung in dieser Organisationsform ist primär, dass jede/r Einzelne mit KollegInnen zusammenarbeitet, die aus unterschiedlichsten Fachbereichen stammen und man selbst stets offen sein muss Dinge zu lernen, die außerhalb der eigenen Komfortzone liegen. Ich, als Diplom-Ingenieur der technischen Informatik, hätte mir vor EY jedenfalls nicht vorstellen können, in meinen Projekten über DSGVO-Anforderungen oder Retail Banking-Produkte sprechen zu können. :-)

Was macht euer Team, im Vergleich zu anderen Teams, besonders?

Nicht nur unsere Tech-Teams, sondern alle Advisory-Teams haben einen ganz besonderen „Spirit“ im Umgang miteinander und in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden: Wir sind ein buntes Team unterschiedlichster Charaktere, die stets die Extrameile gehen, um gemeinsam etwas Großes zu schaffen. Wer das nicht glaubt, geht am besten mal mit ein paar unserer Leute auf einen Kaffee oder trifft uns auf den zahlreichen Events, auf denen wir uns tummeln.

Wir haben Spaß an Technologie und insbesondere daran, diese in Projekten für unsere Kunden nutzbar zu machen.

Recruiting

Wie ist eure Abteilung in den Recruiting-Prozess integriert?

Unsere KollegInnen aus dem HR-Bereich sind der erste Anlaufpunkt für die Kontaktaufnahme mit EY. Von da an begleitet HR den gesamten Prozess und „routet“ die Bewerbungen an die richtigen Fachbereiche im Unternehmen. Die eigentlichen Interviews und Gespräche finden dann – manchmal mit, manchmal ohne Beteiligung von HR – direkt mit unseren Teams statt. So lernt man möglichst viele KollegInnen, sowie potentielle Management-VertreterInnen früh kennen und kann sich selbst ein Bild machen.

Gibt es ein konkretes Prozedere für neue Kollegen? Wie werden diese integriert?

Nach dem „EY Welcome Day“, an welchem alle neuen KollegInnen bei uns begrüßt werden, starten alle gleich am ersten Tag in ihr neues Team und werden in die ersten Projekte integriert. Zu Beginn sitzt man hierbei meist noch „am Beifahrersitz“, sobald man das Umfeld kennengelernt hat, übernimmt man – immer eingebettet in ein Projektteam – die ersten Aufgaben eigenverantwortlich.

Begleitet wird das Ganze durch einen definierten Ausbildungspfad mit Trainings im Ausland, in Österreich, online sowie durch Teamevents, die helfen, die eigenen Skills zu erweitern. Langweilig wird’s jedenfalls nie :-)

Neben der fachlichen Qualifikation, worauf legt ihr noch Wert, wenn ihr nach IT-Spezialisten für euer Team sucht?

Wir suchen neue KollegInnen, die Spaß an Technologie haben und in interdisziplinären Teams arbeiten wollen. Das können InformatikerInnen, Data Scientists, Blockchain-EntwicklerInnen oder IT-StrategInnen sein. Allen gemein ist, dass sie Spaß daran haben, ständig neue Dinge zu lernen – auch solche, die nicht mit IT zu tun haben – und den erfolgreichsten Unternehmen in Europa helfen wollen, noch besser zu werden. Dazu brauchen wir „bright minds“, die gerne mit vielen unterschiedlichen Menschen zusammenarbeiten wollen und immer einen Schritt voraus sein wollen.

Technologien

Welchen technischen Herausforderungen seht ihr Euch gegenüber?

Unser Job erfordert – mindestens – zwei Dinge:

  1. Wir müssen der technischen Entwicklung stets 1-2 Schritte voraus sein: Künstliche Intelligenz, Software Robotics, Analytics, Internet of Things, Blockchain usw.; all das müssen wir kennen/können, um unseren Kunden Empfehlungen geben zu können, wie diese Technologien nutzbar gemacht werden können. Diese Themen werden von uns nicht „im Elfenbeinturm“ erforscht, sondern im Rahmen von Projekten zusammen mit Kunden verprobt, um gemeinsam zu lernen.
  2. Wir müssen stets einschätzen können, welche Technologien in welchem Kontext einen Business-Mehrwert bringen können: Keiner unserer Kunden kauft „ein Stück Technologie“, um diese Technologie zu haben, sondern um das eigene Unternehmen noch erfolgreicher zu machen. Das heißt wir müssen uns nicht nur mit Technologie, sondern mit deren Anwendung in allen wesentlichen Branchen bereits auseinandergesetzt haben – noch bevor diese im Markt angekommen ist.

Diesen zwei Herausforderungen stellen wir uns, indem jedes unserer Teams parallel zu den laufenden Projekten mit/an diesen Technologien arbeitet und kontinuierlich mit unseren Kunden im Gespräch hierüber ist.

Mit welchen Technologien arbeitet ihr?

Als Management- und Technologie-Beratungsunternehmen entwickeln wir in Österreich keine Software – das machen wir gemeinsam mit unseren KollegInnen aus den Near- und Offshore-Centern. Man kann sagen, dass wir zu allen wesentlichen Technologieformen, die in Österreich relevant sind, aussage- und beratungsfähig sind. Einige Beispiele habe ich oben bereits erwähnt.

Wie hat sich die Technologie des Unternehmens seit der Gründung verändert?

EY gibt es in Österreich seit mehr als 40 Jahren, aber: Jede/r, der/die sich mit Technologie beschäftigt weiß, in welcher unglaublichen Geschwindigkeit sich die Welt in den letzten zehn Jahren weiterentwickelt hat – Was ich als Kind in Science Fiction-Filmen mit offenem Mund bestaunt habe, ist heute Commodity!

Es hat sich nicht nur dramatisch verändert, welche Technologien wir in unseren Kundenprojekten einsetzen, sondern auch wie wir beraten und wie wir selbst arbeiten: Multidisziplinär – also bereichsübergreifend –, mit einer gesunden Mischung aus neuen und bewährten Beratungsmethoden sowie immer an der vordersten Front der technologischen Entwicklung.

Wir alle sind gespannt, wie sich das weiter entwickelt … und ab wann wir endlich mit autonom fliegenden Taxis zu unseren Kunden fliegen können … :-)