Den alten DevJob zurückbekommen: Tipps und Tricks

Den alten DevJob zurückbekommen: Tipps und Tricks

 Nehmen wir an, du suchst einen neuen Job und dir kommt vor, dass das – sprichwörtliche – Gras auf der anderen Seite dann doch nicht grüner ist. Du möchtest den alten Job zurück, aber ist das überhaupt möglich? Es ist keine Schande, zu einem früheren Arbeitgeber zurück zu wollen. In diesem Sinne gibt es hier einige Tipps und Tricks, die auf dem Weg in den alten Bürosessel behilflich sein könnten.

Bevor man sich an den alten Arbeitgeber wendet, gibt es einige Überlegungen. Erstens – und am offensichtlichsten –, hat das Unternehmen eine offene Stelle? Vielleicht ist der alte Platz noch nicht besetzt oder ein ähnlicher ist frei geworden. Man möchte keinesfalls als derjenige rüberkommen, der sich zurück in die alte Arbeit drängt, obwohl schon längst kein Platz mehr da ist.

Sei auch objektiv, ob du dem derzeitigen Arbeitgeber eine faire Chance gegeben hast oder nicht. Unternehmenskulturen können unterschiedlich sein und Rollen sind manchmal nicht das, was man sich während des Bewerbungsprozesses vorstellt. Manchmal lohnt es sich aber auch abzuwarten, bis man sich in der neuen Arbeit zurechtfindet.

Man sollte sich schlussendlich auch die Frage stellen, ob die Arbeit im vorigen Job wirklich um so viel mehr Spaß gemacht hat und ob man so gut mit der Unternehmenskultur zusammengepasst hat. Manchmal kündigt man aus den seltsamsten Gründen, ohne zu wissen, dass dies eigentlich der ideale Job war. Deswegen also die Frage: hat man in die alte Arbeit denn so gut reingepasst?

Wenn man all diese Fragen mit einer klaren Tendenz beantwortet, könnte man den alten Job mit folgenden Leitgedanken zurückbekommen:

„Das Einarbeiten wird sehr schnell gehen“

Man kennt das System; man hat die ganzen komischen Trainingsvideos gesehen und man weiß, dass die Toilette im dritten Stock meistens weniger oft besetzt ist. Der chinesische Imbiss um die Ecke liefert nicht bis ganz ins Büro, und die Nachmittagssonne ist im nordöstlichen Teil des Gebäudes ziemlich unerträglich.

Ja. Man kennt es schon alles.

Man weiß auch, welche Berichte an welchen Manager gesendet werden, wie der Software-Stack funktioniert und wie man verhindert, dass die morgendlichen Stand-up-Meetings ganz zum Stillstand kommen.

Positioniere dich als Teil des Puzzles, welches sich nahtlos wieder einfügen könnte und du wirst die Aufmerksamkeit deines alten Chefs sowie der Personalabteilung auf dich ziehen.

„Bei der Wiedereinstellung eines ehemaligen Mitarbeiters verringert sich der Zeitaufwand für das Einarbeiten in die Unternehmenskultur erheblich, und zeit- und kostenintensive Maßnahmen wie Interviews, Schulungen und die Integration in die Unternehmenskultur fallen fast komplett weg.”

"Ich habe wertvolle Erfahrung gesammelt."

Wenn man ein Jahr oder länger von der früheren Arbeit weg war, kann man das Argument machen, dass man auswärts wertvolle Erfahrungen gesammelt hat. Es kann jedoch schwierig sein, diesen Punkt richtig rüberzubringen: Man sagt ja im Grunde, jemand anderes hat dir eine Chance gegeben dich auf eine andere Art und Weise weiterzuentwickeln – dein alter Chef hat das nicht getan.

Selbst wenn dies der Fall ist, kann es trotzdem überzeugend klingen, wenn man jene Stelle zurück möchte, welche man durch eine Arbeit anderswo besser zu schätzen gelernt hat. Jede Art von Erfahrung ist positiv, egal wo und wie sie gemacht wurde.

"Ich weiß, wohin ich zurückkomme"

Lasse deine Vorgesetzten wissen, dass du den Wert deines alten Unternehmens nun viel besser zu schätzen weißt. Ob Kultur, Stabilität, der Software-Stack, der Prozess oder all die kleinen Benefits: stelle sicher, dass du auch genau sagen kannst, was denn für dich so wichtig war – oder ist.

Wenn man dort zurückkehrt, wo man schon einmal war, kann dies durchaus auch die Motivation zu einer besseren Arbeit anheben. Es ist in Ordnung zuzugeben, dass man nicht wusste, was man hatte, bis es weg war, und das dass Verlassen ein Fehler war. Wenn die ehemaligen Vorgesetzten es schon in Erwägung ziehen, wieder mit dir Kontakt aufzunehmen, stehen die Chancen gut, dass sie ähnlich über deine Abwesenheit denken.

Ein Bonus-Tipp

Du möchtest zurück, die Chancen stehen gut für ein Gespräch, jetzt gilt es nurmehr eines zu vermeiden: Betteln.

Stelle deine Rückkehr als eine Win-Win-Situation für dich und das Unternehmen dar, aber schaue trotzdem, dass es nicht so klingt als wärest du in einer ganz schlechten Lage bei deiner momentanen Arbeit. Du bist eine Neueinstellung mit Mehrwert, nicht jemand, der seinen aktuellen Job verzweifelt hasst. Deine Rückkehr sei ja etwas Aufregendes und kein Signal, dass du mit eingekniffenen Schwanz zurückkommst.

Mit anderen Worten, du und dein altes Unternehmen braucht euch gleich viel. So sollte auch die Diskussion gestaltet werden. Keine der beiden Seiten ist in der Position, mit schweren Geschützen zu verhandeln, vielmehr sollte eine einvernehmliche Lösung gefunden werden, die beiden Bedürfnissen entspricht.