4 Tipps, ob du dich für eine IT-Stelle bewerben solltest – oder nicht

4 Tipps, ob du dich für eine IT-Stelle bewerben solltest – oder nicht

Wir kennen es alle: Man bewirbt sich um eine Stelle und bekommt aber nie irgendeine Antwort. Es erschüttert das Selbstvertrauen und man fragt sich, warum man überhaupt Zeit für das Verfassen eines ordentlichen Anschreibens und eines Lebenslaufes verschwendet hat. Manchmal hatte man ja ohnehin nie eine Chance für diese Stelle, aber das kann man als Bewerber nicht wissen.

Resume.io schlägt vor, dass Stellenanzeigen, die älter als vier Monate sind, die Zeit höchstwahrscheinlich nicht wert sind. In einem LinkedIn-Bericht über Rekrutierungstrends heißt es, dass Unternehmen durchschnittlich von „ein paar Tage“ bis hin zu vier Monaten benötigen, um Stellen zu besetzen. Ältere Ausschreibungen werden meistens nicht als besetzt gemeldet, sondern einfach belassen, bis irgendwann das Inserat abläuft – wenn es denn überhaupt einmal abläuft.

Hier sind einige Dinge, die zu beachten sind.

Zu gut um wahr zu sein:

Viel Cash mag zwar verlockend sein, aber ein ausgeschriebenes Gehalt ist manchmal auch zu gut, um wahr zu sein. Wenn du eine Stellenanzeige mit einem ungewöhnlich hohen Einkommen findest, gehe lieber vorsichtig vor. Das soll nicht heißen, dass du nicht versuchen sollst dein Wunschgehalt zu erreichen, sondern vielmehr, dass du in solchen Fällen eher eine Auszahlung entsprechend dem Standort und den nötigen Fähigkeiten erwarten kannst. Weniger seriöse Unternehmen schreiben Inserate mit Spitzengehältern aus, nur um Bewerber anzulocken. Anstatt das entsprechende Grundgehalt anzuführen, werden irgendwelche Best-Case-Szenarien angenommen, die sich stark im Gehalt auswirken – aber nicht der Realität entsprechen.

Bei welchem Unternehmen bewerbe ich mich?

Mangelnde Transparenz ist ebenfalls ein Warnhinweis. Man soll lieber die Finger von einer Bewerbung lassen, wenn aus dem Inserat nicht eindeutig hervorgeht, bei welchem Unternehmen man sich eigentlich bewirbt. Natürlich sollte man nicht übervorsichtig sein. Öfters werden Personalvermittlungsfirmen auch beauftragt, Bewerber zu finden und ihnen das Unternehmen erst zu einem späteren Zeitpunkt im Interviewprozess mitzuteilen. Dies kann etwa der Fall sein, wenn ein Unternehmen Zukunftspläne nicht öffentlich machen möchte – eventuell ist in so einem Fall später sogar ein Geheimhaltungsvertrag zu unterzeichnen. Ein weiterer Grund für so eine Geheimhaltung ist, Bewerber abzuhalten, die nur ein bestimmtes Unternehmen in ihrem Lebenslauf haben möchten, egal, um welchen Beruf es sich handelt. Wenn jeder wüsste, dass er sich eigentlich bei Google bewirbt, würde der Pool an Kandidaten massiv ansteigen.

Wer bewirbt sich noch?

Bei einigen Jobbörsen erfährt man auch, wie viele Bewerber sich bereits beworben haben. Dies sollte berücksichtigt werden. Bei Inseraten mit 300 Bewerbern kann das Veröffentlichungsdatum ausschlaggebend sein. Handelt es sich um ein altes Posting, hat es wenig Sinn sich hier noch zu bewerben. Ist das Inserat noch relativ neu, könnte dies auch bedeuten, dass die Recruiter von der hohen Zahl an Bewerbungen überfordert sind. Das muss natürlich nicht heißen, dass man solche viel umworbenen Angebote völlig meiden soll, die Erfolgsaussichten sind aber hier schon etwas geringer.

Andere Details:

Sachen wie Gehaltsinformationen oder die Möglichkeit zur Remote-Arbeit werden häufig ganz oben in Jobbörsen angeführt. Es wird empfohlen, die Beschreibungen für solche von Recruiting-Unternehmen inserierten Stellen sorgfältig durchzulesen. Es wird zwar nicht immer der Name des eigentlichen Unternehmens angezeigt, aber die Beschreibungen bieten in der Regel genügend Informationen, dass man ein Bild von der Stelle bekommt.

Egal wo du nach deinem nächsten Job suchst, es ist immer Vorsicht geboten, sobald das Gefühl da ist, dass etwas nicht ganz stimmig ist.