Logo PwC Österreich

PwC Österreich

Etablierte Firma

David Lercher, Cloud Consultant bei PwC

Description

David Lercher von PwC spricht im Interview über die Einstiege ins Programmieren, wie er zum Cloud Consulting gekommen ist und was seine aktuelle Arbeit beinhaltet.

Beim Videoaufruf stimmst Du der Datenübermittlung an YouTube und der Datenschutzerklärung zu.

Video Zusammenfassung

In „David Lercher, Cloud Consultant bei PwC“ schildert David Lercher, wie ihn Computerspiele zum Programmieren führten, über die HTL zu C# und später in Netzwerk- und Datenbanktechnik brachten, bevor er nach dem Wirtschaftsinformatik-Studium ins Consulting wechselte. Er beschreibt Cloud Consulting als End-to-End-Aufgabe von Situationsanalyse über Strategie bis Implementierung, bei der man als „Schweizer Taschenmesser“ zwischen Cloud Developer, Solution Architect und Projektmanager wechselt. Sein Rat: Begeisterung für Cloud und gemeinsames Tüfteln zählt mehr als ein bestimmter Abschluss; kontinuierliches Lernen ist zentral, und Programmiererfahrung – notfalls mit Hilfe von Stack Overflow – ist hilfreich, aber nicht zwingend.

Vom Computerspielen zur Cloud-Strategie: David Lercher (PwC Österreich) über den Weg ins Cloud Consulting und die Kunst des Schweizer Taschenmessers

Ein persönlicher Weg in die Technik – und warum er heute viele Türen in der Cloud öffnet

Wir bei DevJobs.at haben „David Lercher, Cloud Consultant bei PwC“ mit besonderem Interesse verfolgt. Der Speaker David Lercher von PwC Österreich erzählt eine Laufbahn, die viele Entwickler:innen nachvollziehen können: Sie beginnt beim Spielen am heimischen PC und führt – über Neugier, Umwege und stetiges Dranbleiben – in eine Rolle, in der technische Breite und menschliche Zusammenarbeit gleich viel zählen.

Gleich zu Beginn macht David deutlich, wie früh ihn die Frage gepackt hat, wie Software überhaupt entsteht. Der Gedanke „Wie kann man eigentlich selber so ein Spiel machen?“ wurde zur Triebfeder. In der HTL lernte er C# kennen, schrieb kleine Anwendungen und entdeckte, wie erfüllend es ist, dem Computer „etwas beibringen“ zu können. Danach zog es ihn in andere technische Bereiche wie Netzwerktechnik und Datenbanken. Diese Breite verfestigte das, was er später „das Große und Ganze der IT“ nennt – und das ihn bis heute fasziniert.

Sein Fazit heute: Cloud Consulting ist ein Berufsfeld, das diese Kombination liebt – die Faszination für Technik, die Freude am gemeinsamen Tüfteln und die Bereitschaft, sich ständig weiterzuentwickeln. Oder wie David es pointiert formuliert:

„Wenn man Begeisterung am Thema hat, wenn man sich für Cloud begeistern kann … und wenn man gemeinsam mit Personen an Ideen tüfteln will … dann bist du eigentlich richtig im Cloud Consulting.“

Der erste Funke: Spiele, C# und das Erfolgserlebnis „Computer, lern!“

Davids Einstieg ist herrlich bodenständig. Er spielte am PC seines Vaters, zockte mit Freund:innen – und stellte die entscheidende Frage: Wie entsteht ein Spiel? Die Antwort suchte er in der Praxis. In der HTL lernte er C#, baute kleine Applikationen und spürte die Faszination, Maschinen etwas beizubringen. Dieses Gefühl – der direkte Hebel vom eigenen Gedanken zur funktionierenden Software – bleibt eines der stärksten Argumente für die Programmierung überhaupt.

  • Neugier als Treiber: Der Weg in die Technik beginnt oft mit einer simplen Frage.
  • Erste Tools zählen: C# in der HTL bot David eine konkrete Brücke vom Interesse zur Umsetzung.
  • Motivation durch Output: „Ich bringe dem Computer etwas bei“ – dieses Erlebnis stiftet Identität und Durchhaltevermögen.

Gerade für junge Talente ist dieser Abschnitt lehrreich: Es muss nicht sofort das große Projekt sein. Kleine Anwendungen sind ideale Trainingsfelder, um das Denken in Modellen, Zuständen und Abläufen zu verinnerlichen.

Breite statt Schmalspur: Netzwerke, Datenbanken und das „Große und Ganze“

Nach den ersten Programmierschritten wandte sich David weiteren Disziplinen zu: Netzwerktechnik, Datenbanken – und darüber hinaus. Nicht, weil Programmieren weniger wichtig wäre, sondern weil sich eine zweite Erkenntnis aufdrängte: In der realen IT sind Systeme miteinander verwoben. Wer die Zusammenhänge versteht, trifft bessere Entscheidungen.

  • Netzwerktechnik: Verstehen, wie Daten fließen, ist Grundvoraussetzung für Skalierung und Sicherheit.
  • Datenbanken: Ohne persistente Daten, sinnvolle Schemata und Abfragen gibt es keinen Nutzen.
  • Systemblick: Die Fähigkeit, die Puzzleteile zusammenzusetzen, ist später im Consulting Gold wert.

Diese Breite gibt David bis heute Rückenwind. Sie erklärt, warum er das Cloud Consulting als „Schweizer Taschenmesser“-Rolle beschreibt, in der man verschiedene Profile einnimmt – je nach Situation.

Vom privaten Helfer zum Beruf: Wirtschaftsinformatik und der Schritt ins Consulting

Ein wichtiger Wendepunkt in Davids Erzählung ist der Moment, als Freund:innen ihn um Rat baten: Tipps für eine App, eine Website, ein konkretes Ziel. Diese Anfragen wurden zur Brücke vom privaten Tüfteln zum professionellen Handwerk. David studierte nach der HTL Wirtschaftsinformatik – eine bewusste Wahl zwischen Technik und Business – und arbeitet heute als Consultant, primär im Thema Cloud.

„Da habe ich mir gedacht, hm, das kann man sicher irgendwie zum Beruf machen … und jetzt stehe ich eigentlich da als Consultant und bin primär im Thema Cloud tätig.“

Die Lehre daraus ist universell: Oft zeigen uns kleine Unterstützungsanfragen aus dem Umfeld, worin wir bereits echten Mehrwert stiften. Wer anfängt, diese Mehrwerte systematisch zu wiederholen und zu strukturieren, baut den Übergang in Consulting-Aufgaben ganz natürlich auf.

Cloud verständlich machen: „Dieses riesige, perfekte Rechenzentrum … nutzbar machen“

David beschreibt die Cloud als „riesiges, perfektes Rechenzentrum“, das „bei jedem in der Hosentasche mittlerweile schon verfügbar ist“. Sein Punkt: Die Kapazitäten sind da – die Kunst liegt darin, sie sinnvoll zu nutzen. Genau hier setzt das Cloud Consulting an: Unternehmen helfen, die Cloud nicht nur zu „haben“, sondern gewinnbringend einzusetzen.

  • Cloud ist Infrastruktur und Baukasten: Vieles ist „fertig“ – aber ohne Konzept kein Nutzen.
  • Nutzen statt Feature-Listen: Der Job ist, Ziele in Lösungen zu übersetzen.
  • Übersetzung zwischen Welten: Technik und Business müssen dasselbe Bild sehen.

Für uns bei DevJobs.at klinkt das wie die Essenz moderner IT-Beratung: Die Cloud ist nicht der Selbstzweck – sie ist Mittel zum Zweck, und Consulting sorgt für die Übersetzung.

Der Ablauf beim Kunden: Ausgangssituation, Strategie, Umsetzung

David zeichnet einen klaren Projektpfad:

  1. Ausgangssituation verstehen: „Wir schauen uns die Ausgangssituation an, evaluieren die Problemstellung, wo möchte der Kunde eigentlich hin.“
  2. Strategie ableiten: Gemeinsam planen, welche Bausteine Sinn ergeben – „Server 1, 2, 3, Idee 4, 5, 6 – wir kombinieren das und das kommt zum Schluss raus.“
  3. Umsetzung und Implementierung: Von der Strategie ins Doing – und zwar in enger Abstimmung.

Diese Einfachheit täuscht nicht darüber hinweg, wie anspruchsvoll jeder dieser Schritte wird, sobald echte Anforderungen, bestehende Systeme und Menschen zusammenkommen. Aber gerade deshalb ist die Struktur wichtig: Sie hält den Fokus auf das Ergebnis und nicht auf einzelne Features.

Was eine gute Strategie auszeichnet

  • Sie beginnt bei Zielen, nicht bei Tools.
  • Sie verbindet vorhandene Assets mit neuen Optionen.
  • Sie plant Übersetzungsarbeit zwischen Teams fest ein.
  • Sie bleibt adaptiv – weil sich Rahmenbedingungen ändern.

Das Schweizer Taschenmesser im Einsatz: Rollenvielfalt als Kernkompetenz

„Egal wo du tätig bist als Cloud Consultant, du bist ein Schweizer Taschenmesser“ – mit diesem Bild bringt David die Kernanforderung auf den Punkt. Cloud Consulting bedeutet Rollenwechsel:

  • Cloud Developer: Wenn es darum geht, Services zusammenzusetzen, Schnittstellen zu orchestrieren oder Infrastruktur automatisiert bereitzustellen.
  • Cloud Solution Architekt: Wenn Architekturentscheidungen, Sicherheitskonzepte und Zielbilder gefragt sind.
  • Projektmanager: Wenn ein großes Vorhaben strukturiert, priorisiert und kommuniziert werden muss – etwa bei einer Migration in die Cloud.

„Das macht eigentlich das Consulting aus, dass du den Überblick über das ganze Technische hast … und übereinsetzbar bist.“

Für Entwickler:innen, die sich häufig auf eine Rolle festlegen, steckt darin eine Einladung: Wer sich bewusst in angrenzende Rollen vorwagt, versteht die Systematik besser und erhöht die eigene Wirkung im Team. Für Unternehmen bedeutet es: Gute Cloud Consultants bringen hohe Kontextintelligenz mit – sie sehen technische, organisatorische und menschliche Aspekte als zusammengehörig.

Welche Voraussetzungen wirklich zählen

Bemerkenswert an Davids Perspektive ist, wie offen er „Einstiegsbedingungen“ definiert:

  • „Es ist eigentlich fast egal, was man für eine Ausbildung … hat.“
  • „Wenn man Begeisterung am Thema hat … dann bist du eigentlich richtig im Cloud Consulting.“
  • „Programmiererfahrung hilft natürlich immer, aber … Programmieren mit Stack Overflow ist komplett ausreichend. Es geht auch ohne Programmierkenntnisse.“
  • „Wichtig ist, dass man sich weiterentwickeln will und neue Technologien annimmt.“

Das ist kein Plädoyer gegen solides Handwerk, sondern für Haltung und Lernfähigkeit. In einer Domäne, in der sich Plattformen und Services laufend verändern, zählen Transferfähigkeit und Lernkurvenbereitschaft mindestens so sehr wie bestehendes Detailwissen.

Wie sich diese Haltung im Alltag zeigt

  • Fragend statt wissend: Offen zugeben, wenn man etwas nicht weiß – und systematisch Antworten finden.
  • Gemeinsames Tüfteln: Ideen nicht nur pitchen, sondern gemeinsam ausformen.
  • Kontinuierliches Lernen: Sich regelmäßig mit neuen Services, Mustern und Best Practices vertraut machen.

Aus Davids Story abgeleitete Handlungsempfehlungen für Entwickler:innen

Wir haben die Kerngedanken aus „David Lercher, Cloud Consultant bei PwC“ in konkrete Schritte übersetzt, die Entwickler:innen beim Umstieg oder Einstieg ins Cloud Consulting unterstützen können – ohne den Rahmen des Gesagten zu verlassen:

  1. Folge deiner Neugier – und fang klein an: Kleine C#-ähnliche Übungen, Mini-Apps oder Skripte sind ideale Lernvehikel. Das unmittelbare Erfolgserlebnis trägt weit.
  2. Baue Breite auf: Beschäftige dich mit Netzwerken, Datenbanken und grundlegenden Architekturmustern. Das schärft den Systemblick, den Consulting verlangt.
  3. Übe Problemerhebung: Trainiere, Ziele zu erfragen („Wo will der Kunde eigentlich hin?“) und Problemstellungen zu strukturieren. Das ist Kernarbeit im Kundengespräch.
  4. Denke in Strategien: Skizziere Lösungsvarianten, sortiere Bausteine („Server 1, 2, 3 … Idee 4, 5, 6 …“) und priorisiere nach Nutzen und Risiko.
  5. Rolle wechseln lernen: Versetze dich abwechselnd in die Perspektiven Developer, Architekt:in und Projektmanager:in. So wächst die Fähigkeit, das Ganze zu orchestrieren.
  6. Pragmatismus in der Umsetzung: „Programmieren mit Stack Overflow“ steht sinnbildlich für effizientes, ressourcenorientiertes Arbeiten. Wichtig ist, Lösungen zu finden – sauber, verständlich, reproduzierbar.
  7. Kontinuierlich weiterentwickeln: Koppel persönliche Lernroutinen an die ständige Weiterentwicklung der Technik – genau die Kombination, die David als ideal fürs Cloud Consulting beschreibt.

Praktische Schritte für den Einstieg in Cloud Consulting

Auch ohne spezifische Tools oder Plattformen zu nennen, lassen sich aus Davids Erzählung belastbare Einstiegspfade ableiten:

  • Projekt-Shadowing: Suche dir Gelegenheiten, bei der Anforderungsklärung zuzuhören und Notizen zu Zielen, Annahmen und Randbedingungen zu machen.
  • Architektur-Skizzen: Übe, Anforderungen in Bausteine zu zerlegen und mögliche Kombinationen als Grobarchitektur zu formulieren – vom Ziel her gedacht.
  • Lern-Sprints: Plane regelmäßige, kurze Sprints, um neue Technologien anzutesten. Nicht alles vertiefen – erst Überblick, dann Fokus.
  • Feedback-Schleifen: Tausche Skizzen, Annahmen und Teilergebnisse mit Kolleg:innen. Consulting ist Teamsport.
  • Dokumentation light: Schreibe Entscheidungen knapp und nachvollziehbar auf. Das schärft den eigenen Blick und hilft in der Umsetzung.

Kommunikationsstärke als technischer Hebel

Zwischen Davids Zeilen wird deutlich: Cloud Consulting ist Übersetzungsarbeit. Anforderungen verstehen, Erwartungen spiegeln, Ergebnisse erklären – das ist nicht „weicher“ als Technik, sondern macht Technik erst wirksam.

  • Fragen stellen, die weiterführen: „Wohin wollt ihr – und warum?“
  • Ergebnisse in Zielen verankern: „Diese Kombination führt zu X, weil …“
  • Risiken benennen, Optionen offenhalten: „Wenn A nicht geht, greifen B oder C.“

Diese Muster sind nicht „Nice to have“; sie stabilisieren Projekte. Wer sie beherrscht, reduziert Reibung und steigert die Chance, dass die Implementierung dem Strategieversprechen folgt.

Die Energie von Begeisterung: Warum sie mehr trägt als ein Lebenslauf

David betont, dass Ausbildungshintergründe zweitrangig sind. Was zählt, ist die Kombination aus Begeisterung, Teamgeist und Lernbereitschaft. Sein Hinweis, dass Programmieren „auch ohne Programmierkenntnisse“ möglich sei und „Stack Overflow“ oft ausreiche, ist dabei nicht wörtlich als Rezept, sondern als Ermutigung zu lesen: Trau dich, praktisch zu arbeiten, Antworten zu finden, dir Hilfe zu holen. Der Wille, in Bewegung zu bleiben, ist der Schlüssel.

„Zum Schluss ist einfach wichtig, dass man sich weiterentwickeln will und neue Technologien annimmt.“

Was uns besonders hängen blieb

  • Cloud als Möglichmacher: Die Cloud ist ein „riesiges, perfektes Rechenzentrum“ – der Mehrwert entsteht durch sinnvolle Nutzung.
  • Strategie vor Tools: Erst Ziele und Ausgangslage, dann Bausteine kombinieren.
  • Rollenwechsel als Normalfall: Das „Schweizer Taschenmesser“ ist kein Gimmick, sondern Jobbeschreibung.
  • Haltung schlägt Herkunft: Begeisterung, Neugier und Lernbereitschaft sind tragfähiger als der „perfekte“ Lebenslauf.
  • Pragmatismus im Handwerk: „Programmieren mit Stack Overflow“ – Effizienz zählt, solange das Ergebnis sauber und verständlich bleibt.

Schlussgedanke: Die Kopplung aus persönlicher und technischer Entwicklung

Die vielleicht stärkste Formulierung des Talks ist Davids Schlussbild: Wer seine eigene Weiterentwicklung mit der ständigen Weiterentwicklung der Technik koppelt, ist im Cloud Consulting „richtig“. Dieses Gleichschritthalten ist kein Wettlauf, sondern eine Haltung: offen bleiben, strukturiert lernen, Freude am gemeinsamen Lösen haben.

In „David Lercher, Cloud Consultant bei PwC“ zeigt David Lercher von PwC Österreich, wie ein neugieriger Start, die Bereitschaft zur Breite und das bewusste Zusammendenken von Menschen, Zielen und Technologie in einen Beruf münden, der selten langweilig wird. Für alle, die mit dem Gedanken spielen, selbst diesen Weg zu gehen, ist seine Ermutigung klar: Nicht der perfekte Plan entscheidet, sondern der nächste mutige Schritt – und die Lust, ihn gemeinsam zu gehen.

Weitere Tech Lead Stories

Weitere Dev Stories