Wie du am Besten, deinen neuen DevJob kündigst!

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Stell dir vor, du hast gerade einen neuen Job als Developer  gestartet, es ist deine erste Woche im Büro und es läuft nicht so, wie du dir das vorgestellt hast. Vielleicht ist dein neuer Chef ein Choleriker, oder du musst feststellen, dass das Unternehmen kurz davor ist auseinanderzubrechen. Du hast nicht einmal deinen neuen Arbeitsplatz eingerichtet und kennst schon gar nicht die Namen deiner neuen Kollegen, aber du weißt, dass du so schnell wie möglich hier raus willst.

Das beschriebene Szenario ist ein Albtraum für jeden Tech-Profi. Falls du den DevJob über einen externen Recruiter bekommen hast, könntest du befürchten, dass die Beziehung zu diesem nachhaltig zerstört wird. Aber egal über welchen Weg du den Job bekommen hast, du wirst dich fragen, ob sich deine Kündigung herumspricht und sich negativ auf deine Reputation auswirkt. Obwohl Entwickler überall händeringend gesucht werden, ist die Tech-Szene, gerade in Österreich, sehr überschaubar.

Wir haben dir in diesem Artikel einige Tipps zusammengeschrieben, die dir durch die Phase helfen sollen.

Vergewissere dich…

Nicht jedes Onboarding läuft immer glatt. Du möchtest starten und musst feststellen, dass du nicht einmal im System als neuer Mitarbeiter angelegt wurdest. Es kann auch sein, dass deine neuen Kollegen gestresst und unhöflich sind, weil gerade ein Software-Projekt dringend fertiggestellt werden muss.

Wir empfehlen dir daher, so lange dabei zu bleiben, bist du wirklich klar diagnostizieren kannst, ob die Negativität nur vorübergehend oder dauerhaft ist. Vergiss nicht, es kann Wochen, oder sogar Monate dauern, sich in eine neue Rolle einzuleben, insbesondere in einer neuen Branche.

Wenn dein neuer Vorgesetzter, jedoch bereits in den ersten Stunden deiner Anwesenheit unhöflich, oder sehr aufbrausend ist, ist das sicher ein Indiz, die Stelle umgehend zu beenden.

Man sieht sich immer 2 Mal

Dein neuer Arbeitsplatz ist die Hölle auf Erden und rechtfertigt auf jeden Fall deine Kündigung.  Es kann jedoch auch sein, dass die neue Entwicklungsabteilung und auch Kollegen und Vorgesetzte voll in Ordnung sind, aber das ganze Setup einfach persönlich nicht zu dir passt (Cultural-Fit).

Egal wie die Situation ist, du solltest dein Bestes tun, um so taktvoll wie möglich zu gehen. Auch wenn der “Head of Development” und deine aktuellen Kollegen über deinen spontanen Abgang nicht erfreut sind, bleibe professionell und positiv. Entschuldige dich auf keinen Fall zu oft, mach stattdessen klar, dass dieses Szenario schlußendlich für alle Beteiligten das Beste ist. 

Das Development-Team verdient keinen Kollegen, der nicht zur Organisation passt, und das Leben ist einfach zu kurz, um für ein Unternehmen zu arbeiten, das nicht deine volle Begeisterung erweckt.

Auch wenn deine kurzen Erfahrungen nicht optimal waren, widerstehe dem Drang, dich auf dem Weg zur Tür beleidigend zu äußern. Leute in der Softwareindustrie haben in der Regel ein langes Erinnerungsvermögen und die Chancen stehen gut, dass du den Projektleiter, Lead-Developer oder anderen Kollegen in einem anderen Kontext wieder antriffst.

Kündige immer persönlich

Wenn es dir sehr peinlich ist, dass du bereits nach wenigen Tagen das Handtuch schmeißt, könnte es für dich auch sehr verlockend sein, deine Kündigung einfach via Mail oder Telefon zu kommunizieren. Wir empfehlen jedoch einen anderen Zugang: Nimm deinen gesamten Mut zusammen und trete deinem Vorgesetzten von Angesicht zu Angesicht gegenüber um deine Kündigung auszusprechen.

Dein Vorgesetzter könnte schockiert sein, oder sogar einen Wutausbruch bekommen. Er könnte auch versuchen, dich mit mehr Geld und besseren Benefits zum Bleiben zu überreden.

Mehr Geld und Vergünstigungen sind großartig, aber wenn du dich dazu entschließt aufzuhören, stelle sicher, dass du deiner Führungskraft auch ein formelles Kündigungsschreiben vorlegen kannst.

Du musst deine Kündigungsgründe nicht im Detail erklären, aber begründen solltest du schon etwas. Auch wenn dein Ansprechpartner mehr Details über deine Beweggründe wissen möchte, vermeide zu viel Negativität. 

Genügend Zeit geben

Du solltest dem Unternehmen die Zeit geben, welches es benötigt und das Unternehmen nicht abrupt verlassen. Damit kannst du sicherstellen, dass du das Unternehmen unter relativ guten Bedingungen verlässt. Vor allem wenn du die Firma und deine Führungskraft generell gemocht hast, aber der Job selbst nicht der Hit war, solltest du dich um einen passenden Abschied bemühen.