TechLead-Story: Werner Nabicht, Abteilungsleiter bei Wien Digital

TechLead-Story: Werner Nabicht, Abteilungsleiter bei Wien Digital

tech-stories TechLeadStory

Team

Wie groß ist das Dev/IT-Team? Wie setzt sich das Team, in Funktionen aufgeteilt, zusammen?

Wien Digital hat ca. 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist der IKT Serviceprovider für die Verwaltungs- und Gesundheitseinrichtungen – die städtischen Spitäler inkl. AKH – der Stadt Wien. Wien Digital ist in 5 Geschäftsbereiche gegliedert, Developer sind vorwiegend im Geschäftsbereich Grundlagenentwicklung & Architektur sowie im Geschäftsbereich Services tätig. Es gibt daneben auch noch das spezielle Team PACE für „fast lane“ Entwicklungen, auch auf Security legen wir besonderen Wert und deshalb gibt es auch das WienCERT als Teil von Wien Digital.

Die Teams setzen sich meist nicht nur aus Entwicklern, sondern auch aus Business Analysten, Testmanagern, Service- und Applikationsverantwortlichen zusammen; die Teamgrößen bewegen sich im Allgemeinen zwischen 8 – 15 Personen.

Wie ist euer Team organisiert und aus welchem Grund habt ihr euch für eine bestimmte Organisation entschieden? Worin liegen die Vorteile, wo die Nachteile?

Wien Digital ist eine junge Organisation, wir wurden erst mit 1.7.2018 durch die Zusammenführung der drei großen bis zu diesem Zeitpunkt bestehenden IKT Abteilungen der Stadt – MA 14, KAV-IT, AKH/DTI – gegründet.

Bei der Entwicklung der Organisationsform wurde speziell darauf geachtet, dass agile und moderne Arbeits- und Entwicklungsmethoden ermöglicht und gefördert werden. So ist es uns beispielsweise ein großes Anliegen den einzelnen Teams, Gruppen und Geschäftsbereichen möglichst hohe Autonomie und Handlungsfreiheit einzuräumen, das soll zu „kurzen Wegen“ und raschen Durchlaufzeiten bei der Auftrags- und Projektabwicklung sorgen.

Wo möglich und sinnvoll angebracht, kommt daher das agile Vorgehensmodell zur Anwendung. Begleitend dazu haben wir in einer Organisationseinheit in Anlehnung an safe eine agile Organisation etabliert.

Was macht euer Team, im Vergleich zu anderen Teams, besonders? 

Durch die Möglichkeit eine neue Aufbauorganisation zu entwickeln haben wir gegenüber lange bestehenden Organisationen den Vorteil, dass wir uns entsprechend unserer Zielsetzung sehr kundInnen- und serviceorientiert ausrichten können.

Recruiting

Wie ist eure Abteilung in den Recruiting-Prozess integriert?

Wien Digital rekrutiert über das hauseigene Personalentwicklungsteam die benötigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Markt selbst. Wir können dadurch die in den einzelnen Fachteams benötigten Skills ganz gezielt in den Recruiting-Prozesse einfließen lassen und damit die am besten passenden Bewerber identifizieren.

Gibt es ein konkretes Prozedere für neue Kollegen? Wie werden diese integriert?

In Wien Digital wird bereits während der Bewerbung der „On Boarding Prozess“ gestartet. Im Rahmen dieses Vorgangs werden die potentiellen neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Informationen über unsere Organisation versorgt. Nach erfolgter Aufnahme werden die „Neuen“ vom Team Personalentwicklung anfangs begleitet, damit die Integration rasch und harmonisch erfolgt.

Neben der fachlichen Qualifikation, worauf legt ihr noch Wert, wenn ihr nach IT-Spezialisten für euer Team sucht?

Wir haben als Wien Digital den großen Vorteil eine sehr große inhaltliche Spanne an Aufgaben und Betätigungsfeldern bieten zu können. Alle Aufgabenfelder haben eines gemeinsam: sie bieten sinnstiftende Tätigkeitsbereiche! Damit gibt es für Jede und Jeden unzählige persönliche und fachliche Entwicklungsmöglichkeiten, hohen Wert legen wir neben der fachlichen auch auf die soziale Kompetenz und die Teamfähigkeit.

Technologien

Welchen technischen Herausforderungen seht ihr Euch gegenüber?

Derzeit beschäftigt uns der Auftrag Wien zur Digitalisierungshauptstadt zu machen sehr; in vielen Fachbereichen werden Ideen und Vorhaben gestartet, diesen Auftrag umzusetzen. Damit werden sehr viele spannende und herausfordernde Aufträge für Wien Digital generiert.

Die Chancen, die sich durch die rasche Weiterentwicklung der Mobile und Cloud Technologie ergeben, versuchen wir immer unter Berücksichtigung der Datensicherheit und -integrität zu nutzen. Durch den Einsatz von mobiler Technologie gibt es verbesserten Zugriff auf wichtige Informationen und schnellere Entscheidungen sind dadurch möglich.

Technologisch stehen wir am Anfang des KI und IoT Einsatzes; darüber hinaus konsolidieren wir die bisher getrennten IKT Infrastrukturen der 3 früheren IKT Abteilungen; und wie bereits oben erwähnt, ist Security immer ein wichtiges Thema!

Unter dem Titel "Data Excellence" beschäftigen wir uns mit dem Thema "Enterprise Datamanagement" um qualitätsgesicherte Daten des Unternehmens – der Stadt Wien – zur Verfügung zu stellen und zu nutzen. Dabei beschäftigen wir uns mit Metadatenmanagement genauso wie Stamm- und Referenzdaten, logischen und physischen Datenmodellen.

Mit welchen Technologien arbeitet ihr?

Neben den am Markt etablierten Mainstream Technologien bzw. Plattformen – wie etwa SAP, Microsoft, etc. – setzen wir auf Open Source Technologien – beispielsweise Liferay – wo immer es geht. Bei größtem Bemühen möglichst standardisiert zu sein, ist die Palette der eingesetzten Technologien bzw. Plattformen aber breit.

Nachfolgend ein Auszug der bei uns eingesetzten Programmiersprachen, Datenbanken, Plattformen und Werkzeuge.

  • C#, .NET, Java, Python, PHP, Adabas & Natural
  • Oracle bzw. PostgreSQL, MySQL, SQL Server
  • im GIS Bereich Esri ArcGIS
  • JIRA, Confluence, Tosca, Jenkins, Ansible, Automic
  • Orchestra als ESB
  • Cognos TM1, InfoSphere, SAS, dataspot.
  • Power BI, SPSS, R

Wie hat sich die Technologie des Unternehmens seit der Gründung verändert?

Eine Harmonisierung und Konsolidierung wurde gestartet und wird in den nächsten 5 Jahren unter Wahrung des Lifecycles entsprechend adaptiert.