Erreichen Sie Ihre Recruitingziele hinsichtlich Diversity?

Erreichen Sie Ihre Recruitingziele hinsichtlich Diversity?

Seien wir ehrlich: wahrscheinlich nicht. Die Chancen, dass Sie eine Struktur erreicht haben, die die große Bevölkerungsstruktur Ihrer Stadt widerspiegelt, sind äußerst gering. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, um Diversity im Recruiting Prozess zu priorisieren - einschließlich der Rekrutierung aus neuen Talentpools. Aber selbst wenn Sie all dies berücksichtigt haben, kann es immer noch mehrere Bereiche geben, in denen Menschen aufgrund ihres Hintergrunds unbeabsichtigt ausgeschlossen werden.

Der Schlüssel um sicherzustellen, dass Ihr Prozess nicht diskriminierend ist, ist einfach: Empathie.

Versetzen Sie sich in die Lage von jemandem mit einem anderen Hintergrund als Ihrem eigenen und fragen Sie, ob er in Ihrem Prozess fair behandelt wird.

Gibt es Vorurteile in Ihrer Bewertung?

Oftmals ist es so, dass es im Zuge eines Interviews zu allgemeinen und nicht technikbezogenen Fragestellungen kommt die auf die Einstufung der Kandidaten abzielen- konkret soll hierdurch bestimmt werden, wie die Kandidaten gewisse Aufgabenstellungen angehen würden und welche Denkweise sie dabei vertreten. Eine solch strenge Schwarz-Weiß-Malerei führt jedoch dazu, dass Personen ausgeschlossen werden, welche in dieser theoretischen Fragestellung eine andere Herangehensweise wählen würden. 

Eine solche Problematik wäre niemals aufgetaucht, wenn jemand das Interview aus der Sicht von Menschen betrachtet hätte, die anders sind als sie selbst. Viele Unternehmen begegnen diesem Problem indem sie einen speziellen Lead für Diversity, Equity und Inclusion einstellen um sicherzustellen, dass alle Perspektiven berücksichtigt werden. Bitten Sie außerdem Mitarbeiter aus unterrepräsentierten Gruppen sich die Interviewleitpläne anzusehen, da diese mit größerer Wahrscheinlichkeit etwas bemerken.

Streichen Sie hervor, was für potenzielle Mitarbeiter tatsächlich wichtig ist?

Auch wenn die Einstellung von Diversity eine wichtige Initiative in Ihrem Unternehmen ist, können Elemente Ihrer Arbeitgebermarke unbeabsichtigt ausschließend wirken. Es ist an der Zeit, dass Sie "work hard, play hard" und die "voll bestückte Snackwand" von Ihrer Karriereseite nehmen. Erwägen Sie, spezifischere Informationen zu Gesundheitsleistungen, Kinderbetreuung für Mitarbeiter und Unterstützung für Altersversorgungskonten hinzuzufügen. Wenn IT-Talente beurteilen, ob Ihr Unternehmen eine Unterstützung für ihr Leben bietet, suchen sie nicht nach dem Boilerplate „Equal Opportunity Employer“, sondern nach konkreten Beispielen für Ihr Engagement.

Wenn Sie schon dabei sind, nehmen Sie "Rockstar", "Ninja" und "Guru" auch aus Ihren Stellenbeschreibungen. Nicht weil sie ausschließend sind, aber weil sie dumm sind.

Spiegeln Ihre Mitarbeiter-Testimonials Ihr Unternehmen wider?

Es gibt einige Debatten darüber, wie man Teamgruppen-Fotos zusammenstellen sollte. In einer Ecke gibt es diejenigen, die daran glauben ein repräsentatives Gremium zu präsentieren, um Kandidaten zu veranschaulichen, dass sie ein Unternehmen sind in dem Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund bereits Erfolg haben. Diese Leute argumentieren, dass dies zu mehr Empathie im Bewerbungsprozess führt.

Auf der anderen Seite argumentieren viele, dass der obige Ansatz Individuen aus Gründen der Optik kategorisiert. Daher sollten Sie dieses Team mit voller Ehrlichkeit präsentieren - auch wenn es nicht besonders vielfältig ist.

Wie bei den meisten Problemen liegt die Lösung wahrscheinlich irgendwo in der Mitte.