Developer-Karriere im Ausland - Tipps für die Jobsuche

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Die Jobsuche im Ausland ist für viele Tech-Profis noch ungewohntes Terrain. Schließlich sind IT-Fachleute in Österreich Mangelware. Dennoch lässt sich der immense Mehrwert eines Jobs im Ausland nicht bestreiten. Das Weltbild erweitert sich, neue Erfahrungen werden gesammelt und man ergänzt sein internationales Netzwerk. Und damit nicht genug. Im Ausland zu arbeiten geht automatisch mit der Vertiefung der Fremdsprachenkenntnisse einher und ist ganz oft der Grundstein für neue Karrieresprünge. Wir geben wichtige Tipps, was du bei deiner Jobsuche im Ausland beachten solltest.

Internationaler Lebenslauf 

Jobsuche. Ausland. Zwei Worte, die Vielen zunächst Respekt einflößen. Doch im Grunde ist es gar nicht so schwierig, mit der passenden Bewerbung im Ausland einen Job zu bekommen. Besonders als Tech-Profi stehen einem mit den richtigen Qualifikationen viele Türen offen. Der erste Schritt bei einer erfolgreichen Jobsuche im Ausland ist ein optimal verfasster Lebenslauf. Doch Vorsicht! Was in österreichischen Unternehmen als perfektes CV gilt, wird andernorts schon nach den ersten zwei Sekunden kopfschüttelnd in die Ablage „P“ befördert.

Grundsätzlich entscheiden Personaler innerhalb einer Minute, ob der Bewerber infrage kommt oder nicht. Daher ist zunächst der sogenannte Cover Letter extrem wichtig. Dieses Anschreiben sollte sich, wenn möglich, an einen konkreten Ansprechpartner richten (Dear Mr./Mrs./Ms./Dr.). Maximal zwei DIN-A4-Seiten sind das Limit! Der Betreff kommt beim englischen Bewerbungsschreiben zwischen Anrede und Einleitungssatz. Je nachdem, ob du dich in den USA oder im UK bewirbst, solltest du auf die Schreibweise des Datums achten. USA: MM/TT/JJJJ und in GB: TT.MM.JJJJ.

Beim Aufbau gelten unter anderem folgende Regeln:

  • Im UK wird das CV mit der Überschrift „Curriculum Vitae“ versehen – in den USA fällt diese weg.
  • Bewerbungsfotos sind in den meisten Ländern nicht üblich.
  • Der Aufbau erfolgt anti chronologisch, also mit dem Aktuellsten zuerst.
  • Ganz wichtig sind Referenzen – also persönliche Fürsprecher, bei denen sich das Unternehmen direkt über Sie informieren kann.

Gute Englischkenntnisse 

Gutes Englisch ist die wichtigste Basis, um sich einen Job im Ausland zu sichern. Insbesondere wenn du dich anfangs noch nicht auf ein konkretes Land festgelegt hast, ist Englisch immer und überall die Sprache der Wahl. In der Tech-Branche geht ohne Englisch ohnehin nichts – im Lesen und Verstehen sind Tech-Professionals darum in der Regel schon sprachsicher. Die entscheidende Frage für die Jobsuche im Ausland ist aber: Wie steht es um dein aktives Englisch? Du solltest dich mündlich jederzeit sicher bewegen können, ohne lange zu überlegen und auch beispielsweise mit dem Verfassen korrekter E-Mails keine Schwierigkeiten haben. Falls doch, gibt es Handlungsbedarf!

Wo und wie kann man das machen? Passende Sprachkurse für jedes Einstiegsniveau gibt es in jeder Volkshochschule. Angebote für Englischkurse mit IT-Schwerpunkt oder Kurse für Business-Englisch findest du ebenfalls in jeder größeren Stadt – schau dich einfach mal um. Wenn du  hierbei auch die Möglichkeit hast, ein international anerkanntes Sprachzertifikat mitzunehmen: Nutze die Chance unbedingt! Ansonsten gilt: Übung macht den Meister. So viel wie möglich mit englischsprachigen Kollegen aus der IT- oder der Development-Abteilung unterhalten oder in englischen Foren und Blogs – vielleicht direkt zum Thema „Jobsuche im Ausland“ – mitdiskutieren.

Interkulturelle Kompetenzen 

Du bekommst keine zweite Chance, einen ersten Eindruck zu machen! Gerade die kleinen und feinen Stolpersteine im sozialen Umgang bringen den Traum vom Arbeiten im Ausland schnell ins Wanken. Wie wird verhandelt? Wie begrüßt man sich? Erst ein wenig Smalltalk oder lieber gleich zur Sache kommen? In den Niederlanden kannst du dich im ersten Bewerbungsgespräch gefasst machen auf die Anrede mit „Du“ sowie recht direkte Fragen nach persönlichen Interessen und Hobbys. In Südkorea gibt es drei verschiedene Ansprech-Formeln, von denen eine ganz allein dem Chef vorbehalten ist; quasi ein „Sie de luxe“. Die Unterschiede von Land zu Land sind hier riesig. Durch gute Vorbereitung weichst du Fettnäpfchen von vornherein aus.

Vergleichbare Qualifikationen

Bei einer Bewerbung ins Ausland ist es selbstverständlich wichtig, dass du deinem Gegenüber verständlich machen kannst, welchen Schul- oder Studienabschluss du hast. Mit einer „Matura“ oder „Diplom-Informatiker“ kann nicht jeder Personaler überall etwas anfangen. Es gilt also, sich schon im Voraus zu informieren, wie du deine Qualifikationen den Ausbildungen- und Berufsstandards des jeweiligen Landes entsprechend übersetzen kannst. Da gibt es zum Beispiel die International Standard Classification of Education (ISCED), die die Schultypen und Schulsysteme klassifiziert. Darüber hinaus ist es möglich, dass du für deine Jobsuche im Ausland bestimmte Zertifikate oder Nachweise vorweisen musst. Ein Beispiel sind die References, die unbedingt ein Teil deiner Bewerbung ins Ausland sein müssen.

Gute Sprachkenntnisse - nicht nur für den Job im Ausland

Wie heißt es so schön? Französisch ist die Sprache der Liebe, Englisch die für das Geschäft und Deutsch die, um den Hund abzurichten. Natürlich ist Englisch von absoluter Wichtigkeit, wenn es darum geht, die Jobsuche im Ausland und auch das Leben in der Ferne zu erleichtern. Doch wie steht es mit anderen Landessprachen?

Sicherlich wird kein Arbeitgeber (außerhalb von UK und den USA) von dir erwarten, die Landessprache wie deine  Muttersprache zu beherrschen. Doch je besser du neben Englisch auch die Sprache des Ziellandes sprichst, desto positiver wirkt sich das auf deine Jobsuche im Ausland aus. Also: Fange frühzeitig an! Dann punktest du  siegreich im Bewerbungsgespräch. Und nicht nur in deinem neuen Job im Ausland, auch in deinem Alltagsleben in der neuen Umgebung wirst du dich viel schneller wohlfühlen.