Wird Job-Hopping deiner IT- Karriere schaden?

Wird Job-Hopping deiner IT- Karriere schaden?

Tech-Recruiter suchen Kandidaten die zwei Eigenschaften aufweisen: Fähigkeit und Konsistenz. Wenn ich Fähigkeit sage meine ich, dass sie sehen können, dass der Kandidat entweder die in der Stellenbeschreibung aufgeführte Arbeit zuvor ausgeführt hat, oder dass er die Fähigkeit zeigt, diese Arbeit basierend auf der geleisteten Arbeit und den vorhandenen Fähigkeiten auszuführen kann.

Was meine ich mit Konsistenz?

HR-Manager achten auf Konsistenz

Wenn Arbeitsuchende neu auf dem Arbeitsmarkt sind oder ihre Karriere gerade erst begonnen haben, haben sie möglicherweise nur kurzfristige Erfahrungen in ihren Lebensläufen. Diese Jobs können Praktika, Arbeit mit einer kurzen Dauer, Teilzeitarbeit oder sogar Freiwilligenarbeit umfassen. Recruiter im technischen Bereich suchen nach Kandidaten die mindestens ein Jahr (im Idealfall länger) im selben Unternehmen gearbeitet haben, je nachdem für welche Art von Unternehmen sich der Kandidat bewirbt und wie weit sie in ihrer Karriere sind.

Job-Hopping ist nicht ideal

Job-Hopping sind eine Reihe von kurzfristigen Anstellungen, die jeweils weniger als ein Jahr dauern. In den Augen von Personalchefs ist dies nicht ideal, da es einen Mangel an Loyalität, Können oder Professionalität zeigen kann. Ein Kandidat der nur ein Jahr in einem Unternehmen arbeitet bevor er zum nächsten wechselt, scheint auch dem Unternehmen, für welches er sich gerade bewirbt möglicherweise nicht sehr treu zu sein. Warum sollten sie Zeit und Ressourcen in einen Mitarbeiter investieren der nur wenige Monate bleibt wenn die Erwartung mindestens anderthalb oder zwei Jahre beträgt?

Job-Hopper zeigen nicht nur einen Mangel an Unternehmensloyalität, sondern scheinen auch den Versuch zu unternehmen nur immer höhere Berufsbezeichnungen und Gehälter zu akkumulieren. Unternehmen möchten im Allgemeinen, dass Mitarbeiter ihre Mission und Ziele teilen. Wenn sie ausschließlich für den beruflichen und finanziellen Aufstieg arbeiten, kann dies zu Konflikten mit den Unternehmenswerten führen.

Darüber hinaus kann Job-Hopping Fragen zur Fähigkeit des Bewerbers seine Arbeit gut zu machen und zu seiner allgemeinen Professionalität aufwerfen. Wurde der Kandidat entlassen weil er nicht die Fähigkeiten hatte die er während des Interviews angab? Haben sie die Informationen in ihrem Lebenslauf oder ihrer Bewerbung verschönert? Vielleicht ist dieser Kandidat nicht sehr professionell - er erscheint nicht rechtzeitig oder ist schwer in ein Team einzugliedern ... viele Fragen können sich aus einer inkonsistenten Arbeitshistorie ergeben!

Mache das Beste aus deiner Arbeitserfahrungen (gut und schlecht)

Versuche nach dem Antritt eines neuen Jobs mindestens ein Jahr und im Idealfall zwei Jahre zu bleiben. Wenn es in Bezug auf Tech-Stack, Unternehmensgröße und Unternehmenskultur gut passt, kannst du zeigen, dass du ein guter Mitarbeiter bist, der die zugewiesenen Projekte auch korrekt abschließt. Beteilige dich oder gründe eigene Mitarbeiter-Ressourcengruppen, veranstalte freiwillig soziale Veranstaltungen für das Team oder arbeite funktionsübergreifend an neuen Initiativen. Wenn du dich langweilst kannst du vielleicht mit dem Ausbildungsprogramm deines Unternehmens neue Fähigkeiten erlernen und diese für neue Projekte einsetzen.

Wenn du im Allgemeinen nicht gerne eine längere Zeit im selben Unternehmen bleibst, solltest du in Betracht ziehen mit einer Personalagentur zusammenzuarbeiten oder gleich freiberuflich zu arbeiten da so die Arbeit flexibler und abwechslungsreicher gestaltet werden kann.

Wenn du in einem Unternehmen immer noch äußerst unglücklich bist, musst du dich nicht gefangen fühlen. Weniger als ein Jahr in einem Unternehmen zu arbeiten ist nicht ideal aber solange es kein immer wiederkehrendes Muster ist, sollte es deine langfristige IT-Karriere nicht beeinträchtigen. Wenn du dich für eine neue Stelle bewirbst, kannst du anschießend kurz und bündig erklären, warum du dich entschieden hast das Unternehmen vorzeitig zu verlassen und somit das Thema gleich im Vorhinein abhandeln.