Was tun, wenn deine Anfrage für eine Beförderung abgelehnt wird?

Was tun, wenn deine Anfrage für eine Beförderung abgelehnt wird?

Es ist schwer genug dein Selbstvertrauen soweit aufzubauen um nach einer Beförderung zu fragen – noch schwieriger wird es mit Ablehnungs-, Frustrations- oder sogar Wutgefühlen umzugehen, wenn deine Anfrage abgelehnt wird. Es ist jedoch wichtig sich daran zu erinnern, dass dies nicht das Ende der Welt ist. Eine solche Ablehnung kann häufig als dringend benötigten „Reset“ für deine beruflichen Prioritäten dienen und dir Klarheit darüber geben, wo Verbesserungspotenzial besteht. Wenn du um eine Beförderung gebeten hast und mit leeren Händen weggegangen bist, befolge diese Schritte um das Beste aus der Situation zu machen.

Dankbarkeit ausdrücken

Wenn du um eine Beförderung gebeten hast glaubst du (hoffentlich) wirklich, dass du sie verdient hast. Daher kann das „Nein“ schockierend und einschüchternd sein - und die Bauchreaktion besteht oft darin anzunehmen, dass die andere Person falsch liegt. Obwohl sich das verbale Kontern kurzfristig sicher gut anfühlen würde, wirkt sich die Art und Weise wie du mit dieser Ablehnung umgehst direkt auf deine berufliche Reife aus - was in zukünftigen Überlegungen bei gleichgelagerten Stellen im Unternehmen mitberücksichtigt werden wird.

Sage stattdessen vor allem anderen einmal „Danke“. Wer auch immer deine Beförderung bewertet hat, hat sich die Zeit dafür genommen und sich wahrscheinlich viel Mühe gegeben diese sowie die Leistung in der Vergangenheit zu bewerten. Außerdem kann es unglaublich schwierig sein jemandem abzuweisen - und obwohl es nicht das ist was du hören wolltest, benötigst du dessen Input um vorwärts zu kommen. Es lohnt sich also die Beziehung positiv zu halten.

Verstehe, wo die Lücken sind

Es lohnt sich selbst zu überlegen, warum du nicht das erwartete Ergebnis erzielt hast. Im Idealfall wird die Anfrage allein anhand deiner Leistung bewertet. Es lohnt sich jedoch zusätzliche Faktoren zu berücksichtigen, welche möglicherweise eine Rolle gespielt haben.

Vielleicht hast du die Situation nicht richtig dargelegt – hast du substanzielle Beweise angeführt und warst du dir darüber im Klaren wie die Beförderung aussehen soll? Selbst wenn du deine Anfrage außerhalb eines formellen Überprüfungszeitraums gestellt hast, solltest du eine Selbstüberprüfung deiner Leistungen in einem bestimmten Zeitraum durchführen. Das heißt zum Beispiel ob deine Ziele noch mit den allgemeinen Unternehmenszielen übereinstimmen oder nicht.

Überlege außerdem ob zwischenmenschliche Dynamiken im Spiel sind, die die Entscheidung beeinflusst haben könnten. Wenn du beispielsweise Probleme mit einer anderen Person in deinem Team hattest, zögert dein Manager möglicherweise dir eine Beförderung zu gewähren bis die Probleme behoben sind. Oder vielleicht hattest du einige Meinungsverschiedenheiten mit deinem Vorgesetzen: Überlege auf jeden Fall ob es Beziehungen gibt an denen gearbeitet werden muss bevor du erneut um eine Beförderung bittest.

Bitte um Feedback - und verwandle es in einen Plan

Ein "Nein" heute könnte beim nächsten Mal ein "Ja" sein. Deine Aufgabe ist es also herauszufinden was sich zwischen jetzt und dem nächsten Mal (wenn du um eine Beförderung ansuchst) ändern muss. Bitte zunächst deinen Manager um ein spezifisches und verständliches Feedback warum du diesmal abgelehnt wurdest und erstelle daraus einen persönlichen Entwicklungsplan.

Es kann sich auch lohnen Feedback von Kollegen einzuholen mit denen du eng zusammenarbeitest. Du musst ihnen nicht mitteilen, dass dir eine Beförderung untersagt wurde sondern, dass du nach Möglichkeiten suchst deine eigene und die Produktivität deines Teams zu verbessern. Dies kann dir nicht nur dabei helfen einen maßgeschneiderten Aktionsplan zu erstellen, sondern auch zu engeren Beziehungen zwischen dir und deinen Kollegen führen - ein weiterer Faktor der zu deinen Gunsten wirken kann, wenn du das nächste Mal befördert werden solltest.

Wisse, wann du es beenden musst

Lasse uns deutlich sein: Wenn du abgelehnt wirst, wenn du um eine Beförderung bittest ist dies in der Regel kein Grund dein Unternehmen bzw. deinen Job zu verlassen. In einigen Fällen kann dies jedoch ein Beweis dafür sein, dass du mit dem Unternehmen an ein Limit gestoßen bist und dass es möglicherweise an der Zeit ist sich nach anderen Optionen umzusehen. Ein Indiz könnte sein, wenn dein Vorgesetzter nicht bereit zu sein scheint dir Feedback zu geben, oder dich bei der Vorbereitung auf deinem nächsten Schritt innerhalb des Unternehmens zu unterstützen.

Sich in einem Unternehmen oder einer Rolle festgefahren zu fühlen kann in der Tat ein legitimer Grund sein anderswo nach Jobs zu suchen - aber denke kritisch darüber nach ob du wirklich am Ende des Weges innerhalb des Unternehmens angelangt bist, oder ob du eine rein emotionale Entscheidung triffst, weil du unzufrieden mit dem Ergebnis deiner Beförderungsanfrage bist. Es gibt keine richtige Antwort oder Lösung dafür, was es schwierig macht, aber gib dein Bestes um objektiv über die Situation nachzudenken und eine Entscheidung zu treffen, welche deiner Karriere langfristig am meisten nützen wird. Manchmal bedeutet es dein Ego hintenanzustellen und dort auszuhalten, wo du bereits bist.