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Ismail Hanli, Back End Developer bei Storyclash

Description

Ismail Hanli von Storyclash spricht im Interview über seine Anfänge im Programmieren, was seine Aufgaben im Back End Team umfassen und gibt Empfehlungen für Einsteiger.

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Video Zusammenfassung

In "Ismail Hanli, Back End Developer bei Storyclash" erzählt Speaker Ismail Hanli, wie ihn ein Flohmarkt-Pentium-2 und ein HTML-Kurs in der Hauptschule fürs Programmieren begeisterten; sein erstes Erfolgserlebnis war, Hexzahlen in Formen zu konvertieren. Bei Storyclash arbeitet er im Back-End-Team, das Daten aggregiert und post-prozessiert, um sie fürs Frontend aufzubereiten, sodass Kunden verwertbare Insights erhalten. Sein Rat: einfach anfangen, ein Herzensprojekt wählen, kostenlose Online-Ressourcen nutzen, Fehler machen und durch Erfahrung lernen.

Vom Flohmarkt-PC zum Daten-Back End: Ismail Hanli (Storyclash) über Neugier, Code und den besten Tipp für Entwickler:innen

Kontext: Ein kurzer Talk mit großer Aussagekraft

In der Session „Ismail Hanli, Back End Developer bei Storyclash“ (Speaker: Ismail Hanli, Company: Storyclash) zeichnet sich eine klare Linie ab: Neugier, Dranbleiben und der bewusste Fokus auf „nur Daten, nur Code“. Vieles an diesem Werdegang klingt vertraut – ein früher Start, erste HTML-Versuche, ein Aha-Moment mit Zahlensystemen – und doch ist es beeindruckend, mit welcher Konsequenz Ismail diesen Weg verfolgt. Seine Botschaft an angehende Entwickler:innen ist entwaffnend einfach und gerade deshalb kraftvoll: einfach anfangen, ein Herzensprojekt wählen, Fehler machen, aus Erfahrung lernen.

Der Funke: Ein Pentium II vom Flohmarkt und ein HTML-Kurs in der Hauptschule

Manchmal beginnt eine Laufbahn mit einem unscheinbaren Gegenstand. Bei Ismail war es ein PC vom Flohmarkt, „mit einem Pentium 2“. In seinem Rückblick verknüpft er diesen Moment mit den ersten strukturierten Berührungspunkten im Unterricht: ein Informatikkurs in der Hauptschule, in dem HTML auf dem Plan stand. Das Motiv dahinter ist nicht Nostalgie, sondern die Klarheit über den Ursprung: Zwischen 10 und 12 Jahren, sagt er, hat es begonnen – und seitdem hat ihn Programmieren nicht mehr losgelassen.

„Ich habe damals meinen ersten PC vom Flohmarkt gekriegt mit einem Pentium 2 [...] und habe mich dann in der Hauptschule für einen Informatikkurs angemeldet, wo wir dann mal HTML gemacht haben und seitdem bin ich vom Programmieren eigentlich nicht mehr weggekommen.“

Diese frühe Kombination aus Verfügbarkeit (ein günstiger Rechner), Struktur (ein Kurs) und Neugier (HTML ausprobieren) zieht sich als roter Faden durch die weitere Erzählung. Sie zeigt zugleich, wie niedrigschwellig der Einstieg sein kann – und wie nachhaltig die Wirkung, wenn man dabeibleibt.

Neugier als Motor: Hexzahlen zu Formen

Besonders ein Moment bleibt hängen: das Rätsel, „wie Hexzahlen zu Formen konvertiert werden“. Für viele von uns ist es ein vertrauter Augenblick – die erste Begegnung mit einem Problem, das komplex klingt, sich aber durch Hartnäckigkeit und Spieltrieb erschließt. Bei Ismail markiert dieser Aha-Moment eine Art persönlicher Beweis: Er konnte es herausfinden, andere waren begeistert, und der Weg war frei für mehr davon.

„Das war so mein erstes Ding, herausfinden, wie Hexzahlen zu Formen konvertiert werden. Das war mein Ding, das habe ich herausgefunden, alle haben es begeistert und seitdem bin ich dabei beim Programmieren und mache eigentlich nichts anderes mehr.“

Dieser Satz ist nicht nur Rückblick, er ist auch eine Haltung: Probleme entzaubern, Zusammenhänge knacken, mit dedizierter Aufmerksamkeit an einem Thema dranzubleiben, bis es klickt. Für die spätere Arbeit im Back End – wo es selten um sichtbare Interfaces, aber fast immer um strukturelle Klarheit geht – ist diese Haltung Gold wert.

Heute: Back End Developer bei Storyclash – „nur Daten, nur Code“

Ismail arbeitet im Back End Team bei Storyclash. Er beschreibt die Tätigkeit offen und ohne Beschönigung: „Wir arbeiten sehr viel mit Daten. Es ist ein trockenes Thema für die meisten, aber es ist genau meins.“ Das Bild, das er zeichnet, ist kompromisslos code-zentriert. Kein Excel, keine visuelle Oberfläche, die ständig präsent wäre – stattdessen der direkte Umgang mit Datenstrukturen, Verarbeitungsschritten und Programmierlogik.

„Man sieht den ganzen Tag nur Daten, nur Code und man interagiert auch nur mit Code. Also wenn man sowas sehen will wie ein Excel-Sheet, da ist bei uns am Team falsch, nicht einmal das sieht man.“

Dieser Fokus macht etwas deutlich: Back End heißt für ihn nicht „unsichtbar“, sondern „präzise“. Dort, wo Informationen entstehen, zusammengeführt und aufbereitet werden, zählt die saubere Umsetzung, die verlässliche Pipeline, die verständliche Schnittstelle zum Frontend.

Was „nur Daten, nur Code“ im Alltag bedeutet

Ismail liefert keine technischen Details, sehr wohl aber eine klare Umrahmung: Sein Team aggregiert Daten und übernimmt Post-Processing – also die Verarbeitungsschritte, die Daten nutzbar und auswertbar machen. Der Anspruch ist, dass die Frontend-Seite mit den Ergebnissen arbeiten kann und Kund:innen echte Insights erhalten. Dieses Spannungsfeld – tiefer Code-Fokus vs. klare Wirkung nach außen – definiert den Back End-Alltag.

„Unsere Aufgabe ist halt, dass wir die ganzen Daten aggregieren, Post-Processing machen als Vorbereitung für unsere Frontend-Daten, dass die Kunden mit denen wir wirklich was anfangen können und auch wirklich Insights sehen.“

Wer hier mitliest und selbst im Back End arbeitet, erkennt die klassischen Herausforderungen: Datenqualität sichern, Verarbeitungsschritte zuverlässig orchestrieren, Performance bedenken, Schnittstellen so schneiden, dass Frontend und Produktteams effizient andocken können. In Ismails Beschreibung schwingt dabei eine wohltuende Klarheit mit: Es geht nicht um Toolschaulaufen, sondern um Arbeit an der Substanz – Daten rein, Logik dazwischen, Daten raus.

Datenaufbereitung als Kundennutzen: Aggregation und Post-Processing

Aggregation und Post-Processing sind nicht nur technische Vokabeln. In Ismails Schilderung werden sie zur Brücke zwischen rohem Input und der Fragestellung, die Kund:innen wirklich interessiert. Wer Insights verspricht, muss Rohdaten strukturieren, bereinigen, zusammenfassen, in Bezug zueinander setzen. Erst dann kann das Frontend verständlich visualisieren – und erst dann entsteht Nutzen.

An diesem Punkt wird sichtbar, wie geradlinig Ismails Weg ist: vom frühen Spaß an Zahlen und Formen hin zur alltäglichen Arbeit mit strukturierter Verarbeitung. Die Kontinuität liegt nicht in einem bevorzugten Framework, sondern in der Haltung zum Problem: Dinge so lange strukturieren, bis sie eine eindeutige, weiterverarbeitbare Form haben.

Warum „trocken“ genau richtig sein kann

Wer mit Daten arbeitet, kennt den Vorwurf des „Trockenen“. Ismail benennt das selbst, stellt es aber nicht als Makel dar, sondern als persönliche Passung. Gerade in einem Umfeld, das viel über sichtbare Oberflächen spricht, erinnert sein Blick daran: Der Reiz kann im Unsichtbaren liegen. In der Arbeit mit Daten geht es um Genauigkeit und Wirkung – nicht um Schauwerte.

Diese Passung ist ein starker Hinweis für Entwickler:innen, die ihren Platz im Team suchen: Hinterfrage, was dich wirklich reizt. Magst du es, Interfaces zu gestalten – oder zieht es dich dahin, wo Flüsse, Formate und Prozesse stabilisiert werden? Ismails Weg zeigt, wie erfüllend eine Rolle sein kann, wenn sie der eigenen Neugier entspricht.

Der wichtigste Rat: Einfach anfangen

Am Ende fasst Ismail seine Empfehlung an Nachwuchskräfte und Umsteiger:innen auf das Wesentliche zusammen. Sie ist pragmatisch, ermutigend und frei von Glamour – und genau deshalb praktikabel.

„Mein Tipp ist, einfach mal anfangen. Ein kleines Projekt suchen, das einem am Herzen liegt [...] und dann einfach mal anfangen.“

„Es gibt online sehr viel Materialien zu Programmiersprachen, Frameworks etc., also da ist man nicht davon aufgehalten. Das ist alles gratis und man kann einfach mal anfangen und Fehler machen.“

„Auch wichtig am Anfang, dass man einfach weiß, was kann man machen, was sollte man nicht machen und Erfahrung schlagt einfach aus.“

Diese Sätze liefern keinen Shortcut, aber einen Weg: Projekt wählen, losgehen, Fehler zulassen, Erfahrung arbeiten lassen. Dass er das gleich mehrfach mit „einfach anfangen“ betont, passt zur Gesamterzählung – sie ist geerdet und konsequent.

So setzt du „einfach anfangen“ praktisch um

Ismails Tipp ist klar. Aus unserer Sicht hilft es, ihn in konkrete Schritte zu übersetzen, die jeden Einstieg und jeden Lernsprung erleichtern – ohne dabei mehr zu versprechen, als im Talk gesagt wurde.

  • Wähle ein kleines Herzensprojekt: etwas, das dich länger als ein Wochenende interessiert. Der persönliche Bezug sorgt dafür, dass du dranbleibst.
  • Begrenze den Umfang: Ein klarer Scope macht Erfolge sichtbar. Wenn dein Ziel zu groß ist, definiere die erste, kleinste funktionsfähige Version.
  • Starte mit frei verfügbaren Materialien: Online-Ressourcen zu Sprachen und Frameworks sind reichlich vorhanden – das betont auch Ismail. Suche dir eine Quelle, die zu deinem Lernstil passt, und bleibe eine Weile dabei.
  • Erlaube Fehler als Lernsignal: „Fehler machen“ ist explizit Teil des Tipps. Nutze sie als Feedback – nicht als Urteil über dein Können.
  • Führe ein Lernlog: Notiere dir, was du getan hast, was nicht geklappt hat und warum. So wird aus Erfahrung bewusstes Wissen.
  • Reduziere Reibung: Richte dir eine Arbeitsumgebung ein, die schnelle Iteration ermöglicht – kurze Build-Zyklen, einfache Testdaten, klare Skripte für wiederkehrende Aufgaben.
  • Schließe den Kreis zum „Warum“: Frage dich regelmäßig, welchen Nutzen dein Projekt erzeugt. So verbindest du, was Ismail beschreibt – Post-Processing für echte Insights – mit deiner eigenen Arbeit.

Diese Schritte sind kein starres Rezept. Sie spiegeln die Haltung wider, die Ismail vorlebt: anfangen, fokussieren, lernen.

Lernen aus Fehlern und Erfahrung

Ismail betont den Wert von Erfahrung. Mit jedem Durchlauf – ob beim Entschlüsseln von Hexzahlen oder beim Aufbau eines Datenflusses – verdichtet sich Verständnis. Diese Erfahrung ordnet auch die heikle Frage „Was kann man machen, was sollte man nicht machen?“ Sie wird mit der Zeit beantwortet, nicht theoretisch, sondern praktisch, durch wiederholte Konfrontation mit Randfällen, Engpässen, falschen Annahmen.

Das ist ein wichtiger Hinweis für alle, die im Back End Fuß fassen wollen: Best Practices sind nützlich, aber Erfahrung übersetzt sie in Urteilsvermögen. Du lernst, wo du sie biegst, wo du sie härter auslegst und wann du sie bewusst brichst.

Für angehende Back End-Entwickler:innen: Orientierungspunkte aus Ismails Weg

Aus dem, was Ismail teilt, lassen sich einige Orientierungspunkte ableiten – nicht als Steckbrief seiner Tools, sondern als thematische Leitplanken für deine eigene Entwicklung:

  • Datenorientierung: Spaß an strukturiertem Denken, numerischen Repräsentationen und Formaten. Der frühe „Hexzahlen“-Moment steht stellvertretend dafür.
  • Code-Zentrierung: Die Bereitschaft, mit Abstraktionen zu arbeiten, die keine visuelle Belohnung liefern. „Nur Daten, nur Code“ ist eine klare Ansage.
  • Verarbeitungsschritte denken: Aggregation und Post-Processing als Grundmuster – Daten so vorbereiten, dass sie im Frontend andocken und Kund:innen echten Nutzen ziehen können.
  • Präzision über Show: Freude am „Trockenen“ bedeutet auch, dass Detailarbeit und Robustheit vorgehen.
  • Lernhaltung: „Einfach anfangen“, iterativ vorgehen, Fehler einkalkulieren, aus Erfahrung ableiten, was funktioniert und was nicht.

Wenn du dich in diesen Punkten wiederfindest, zeigt Ismails Weg, wie schlüssig eine Back End-Rolle sein kann – gerade dann, wenn du dich nicht über das Sichtbare definierst, sondern über die Wirkungskette vom Rohdatenpunkt bis zum Insight.

Was Teams aus Ismails Fokus auf Code lernen können

Ismails Beschreibung legt auch für Teams nützliche Schlüsse nahe. Wer Back End ernst nimmt, sorgt dafür, dass Entwickler:innen konzentriert mit Daten und Code arbeiten können – ohne unnötige Zwischenebenen. Das heißt in der Praxis:

  • Saubere Schnittstellen zwischen Back End und Frontend: Damit die vorbereiteten Daten „frontendsicher“ sind und Kund:innen Insights erhalten, wie Ismail es beschreibt.
  • Klarheit über Zuständigkeiten: Aggregation und Post-Processing brauchen Ownership – keine diffusen Übergänge, die Verantwortlichkeiten verwässern.
  • Respekt für „unsichtbare“ Arbeit: Nur weil keine Oberfläche glänzt, heißt das nicht, dass kein Wert entsteht. Im Gegenteil – die Grundlage entsteht hier.
  • Fokus auf Lernpfade: Wer „einfach anfangen“ institutionalisiert – etwa über interne Projekte, Lernzeit oder Pairing – macht Ismails Rat zu einem Teamprinzip.

Auch hier gilt: Keine Tool-Liste, keine Technologie-Show. Der Kern ist die Haltung, die der Arbeit Struktur gibt. Die Wirkung zeigt sich daran, ob Datenströme stabil laufen und Insights verlässlich am Frontend ankommen.

Zitate, die bleiben

Einige Stellen aus Ismails Session tragen weit, weil sie das Wesentliche auf den Punkt bringen:

  • „Seitdem bin ich vom Programmieren eigentlich nicht mehr weggekommen.“ – Kontinuität, nicht Hype-getrieben.
  • „Man sieht den ganzen Tag nur Daten, nur Code.“ – Konzentration aufs Wesentliche im Back End.
  • „Nicht einmal [ein Excel-Sheet] sieht man.“ – Eine klare Grenze, die Fokus schafft.
  • „Aggregieren, Post-Processing [...] als Vorbereitung für unsere Frontend-Daten.“ – Die Brücke zum Produktnutzen.
  • „Einfach mal anfangen [...] Fehler machen [...] Erfahrung schlagt einfach aus.“ – Lernhaltung in drei Schritten.

Diese Sätze sind keine Parolen, sondern Arbeitsprinzipien. Und sie sind anschlussfähig – für Einsteiger:innen, Umsteiger:innen und Teams gleichermaßen.

Fazit: Neugier, Klarheit, Konsequenz

Die Session „Ismail Hanli, Back End Developer bei Storyclash“ ist kurz, aber sie erzählt eine geradlinige Geschichte: Ein früher Start, ein prägenden Aha-Moment, der Weg in eine Rolle, die konsequent auf Daten und Code setzt, und ein Rat, der Beschleuniger und Kompass zugleich ist: anfangen.

Was wir mitnehmen:

  • Beginne bei deiner Neugier – sie ist belastbar und trägt über Jahre.
  • Finde deinen Platz – „trocken“ kann genau das Richtige sein.
  • Denke in Wirkungsketten – vom Rohdatenpunkt zum Insight.
  • Mache Fehler zum Lernmaterial – Erfahrung wächst nicht im Lehrbuch.
  • Halte es einfach – und fang an.

Ismail Hanli (Storyclash) zeigt, wie ein gerader Weg durch Technik führt, wenn er von Neugier gezogen und von Erfahrung gestützt wird. Für alle, die sich in Back End und Daten zuhause fühlen – oder die dorthin wollen –, ist das eine Einladung, heute den ersten Schritt zu machen.

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