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Nico Reindl, Full Stack Developer bei devjobs.at

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Nico Reindl von devjobs.at erzählt im Interview über seinen Werdegang als Full Stack Developer, was die Challenges in seiner Arbeit sind und gibt Tipps zur Weiterentwicklung.

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Video Zusammenfassung

In 'Nico Reindl, Full Stack Developer bei devjobs.at' erzählt Speaker Nico Reindl von seinen Anfängen mit GameMaker und YouTube-Tutorials, über die HTL (C, Java, C#, SQL, HTML) bis hin zum Fullstack-Development durch Online-Kurse und eigene Projekte. Er beschreibt die Rolle vom Frontend bis zum Backend, Freude an ganzheitlicher Architektur und Performance, den Mindset-Wechsel zwischen Design/Usability und Logik sowie seine bevorzugten Technologien React, GraphQL und TypeScript; bei devjobs.at setzt er eigenständig Projekte wie ein Kundenportal um. Sein Rat: mit Interesse starten, viel googeln und an eigenen Projekten arbeiten; formale Ausbildung (z. B. IT-HTL) liefert wichtige Grundlagen und Muster, und Newsletter halten bei Änderungen etwa von Zahlungsanbietern auf dem Laufenden.

Vom Sandbox-Spiel zum Fullstack: Wie Nico Reindl (DEVJobs.at) Debugging, Eigenverantwortung und Lernlust zur Entwicklerlaufbahn formt

Einblicke aus „Nico Reindl, Full Stack Developer bei devjobs.at“

In unserer Session „Nico Reindl, Full Stack Developer bei devjobs.at“ (Speaker: Nico Reindl, Company: DEVJobs.at) hat uns Nico mitgenommen auf eine Reise, die bei einfachen Sandbox-Spielen begann und in eine Fullstack-Rolle führte, in der er ganze Anwendungen eigenständig plant und umsetzt. Was uns beeindruckt: Der Weg ist nicht geradlinig, aber konsequent getragen von Neugier, Pragmatismus und einem klaren Blick für das Zusammenspiel von Frontend und Backend.

Nico beschreibt seine ersten Schritte in die Programmierung ungefähr im Alter von zwölf Jahren. Ausgangspunkt war ein typisches Spielmoment: Eine Funktion, die er sich wünschte – etwa ein Doppelsprung – existierte nicht. Die Frustration darüber wurde zum Impuls, selbst zu entwickeln. Über YouTube-Tutorials und GameMaker baute er erste kleine Spiele. „Sie waren nicht die besten, aber man konnte sie spielen“ – und vor allem: Es machte ihm äußerst viel Spaß. Dieses Momentum zieht sich durch seine gesamte Geschichte.

Mit der HTL kam die erste „richtige“ Programmiersprache ins Spiel: C. Für Nico war das ein Schlüsselmoment, insbesondere das Verständnis, dass sich Fehler strukturiert finden und beheben lassen – Debugging wurde zum Aha-Erlebnis. Danach folgten Java, C#, SQL, HTML und später auch Python. Durch Online-Kurse und stetige Projekte orientierte er sich schließlich Richtung Fullstack Development – aus Interesse, aber auch aus dem Bedürfnis, komplette Anwendungen ganzheitlich denken und bauen zu können.

Vom ersten Code zur Fullstack-Perspektive

Nico ordnet die Rolle des Fullstack Developers klar und schnörkellos: Man implementiert den Teil, den Nutzerinnen und Nutzer sehen (Frontend), und den Teil, der im Hintergrund läuft (Backend), von Datenbankmodellen bis zur Anwendungsstruktur. Der Reiz daran liegt für ihn im ganzheitlichen Planen – was im Frontend passiert, beeinflusst bewusst, wie das Backend gestaltet wird. Ziel: So performant wie möglich zu bauen.

Ein weiterer Pluspunkt, den er hervorhebt: Wer Fullstack arbeitet, kann Features rasch selbst umsetzen. Wenn ein neues Datenmodell gebraucht wird, kann er es implementieren, passende Schnittstellen schreiben und es sofort im Frontend nutzen – ohne auf andere warten zu müssen. Das beschleunigt nicht nur die Entwicklung, sondern verschiebt Verantwortung dorthin, wo das Verständnis für das Produkt am größten ist: zumjenigen, der das Feature Ende-zu-Ende denkt.

Als Herausforderung nennt Nico die gedankliche Umstellung zu Beginn: Frontend verlangt design- und usabilitygetriebenes Denken, Backend ist stärker von logischen Abläufen geprägt. Beides zusammenzubringen, ist Übungssache – und ein wesentlicher Bestandteil der Fullstack-Rolle.

Debugging als Mindset: Vom „Amazing“-Moment zum Arbeitsprinzip

Ein prägender Satz bleibt hängen: In C entdeckte Nico, „dass man strukturiert Fehler suchen kann“. Dieser Moment war für ihn „amazing“. Debugging ist für ihn nicht nur eine Technik, sondern ein Arbeitsprinzip – ein Versprechen, dass komplexe Systeme sich mit Ruhe, Struktur und Werkzeugen verstehen und verbessern lassen.

Aus seiner Erzählung lassen sich konkrete Prinzipien ableiten:

  • Systematisch statt zufällig: Fehler werden durch Struktur beherrschbar. Wer sein Vorgehen steuert, steuert auch seine Lernerfolge.
  • Der Weg ist das Werkzeug: Sprachen und Frameworks kommen und gehen, doch Debugging-Kompetenz trägt durch jede Technologie hindurch.
  • Lernen durch Tun: Früh selbst Projekte aufzusetzen – wie seine ersten Spiele – führt zu praktischen Fehlerbildern, aus denen man nachhaltiger lernt als aus Theorie allein.

Frontend und Backend: Zwei Denkwelten, ein Produkt

Nico beschreibt die notwendige Mindset-Umstellung klar: Frontend heißt Interaktionen und Nutzerführung, Backend ist Logik und Struktur. Diese Unterscheidung hilft, die doppelte Verantwortung zu akzeptieren.

  • Frontend-Fokus: Interaktionen, UI-Elemente, Klickpfade, Feedback, Lesbarkeit. Der Blick geht nach außen – wie fühlt sich das Produkt an?
  • Backend-Fokus: Datenmodelle, Ablauflogik, Schema, Integrität. Der Blick geht nach innen – wie trägt die Struktur das Produkt?

In der Fullstack-Praxis treffen diese Denkwelten zusammen. Nico betont, wie stark man dabei von der Gesamtplanung profitiert: Wer Frontend-Anforderungen kennt, baut Backend-Strukturen, die performanter sind. Und wer weiß, wie das Backend designt ist, gestaltet das Frontend ohne Reibungsverluste.

Geschwindigkeit durch Autonomie: „Features schnell selbst prognomieren“

Besonders einprägsam ist Nicos Betonung der Geschwindigkeit. Fullstack heißt für ihn, Abhängigkeiten reduzieren zu können. Er erwähnt, dass er bei Bedarf ein neues Datenmodell selbst anlegt, die Schnittstellen schreibt und das Ganze im Frontend verwendet. Dieses Ende-zu-Ende-Denken hält Entwicklungen flüssig und sorgt für eine direkte Verbindung von Idee, Implementierung und Ergebnis.

Für uns als Redaktion ist das ein Kernpunkt, der sich wiederholt bestätigt: Wer die gesamte Kette versteht, kann Engpässe erkennen und auflösen. Nicht durch zusätzliche Meetings, sondern durch kompetentes Handeln im Code – vorn wie hinten.

Stack-Präferenzen: React, GraphQL und TypeScript

Auf die Frage nach bevorzugten Technologien bleibt Nico konkret: React, GraphQL und TypeScript. Er führt die drei als seine Favoriten an – ein moderner Stack, der in seiner Arbeit gut zusammenpasst. Aus seiner Beschreibung lässt sich vor allem eines lesen: Er sieht seine Stärke darin, Frontend und Backend in einer durchdachten Architektur zu vereinen und Schnittstellen so zu gestalten, dass sie schnell nutzbar sind. Genau hier machen sich Technologien bezahlt, die saubere Schnittstellen und typsichere, strukturierte Entwicklung begünstigen.

Wichtig: Nico insistiert nicht dogmatisch auf bestimmten Tools. Im Mittelpunkt steht für ihn, dass das Ganze „so performant wie möglich“ zusammenspielt – ein Ziel, das unabhängig vom Werkzeugkoffer gültig ist.

Verantwortung bei DEVJobs.at: Eigenständige Projekte wie ein Kundenportal

In seiner Rolle bei DEVJobs.at setzt Nico Projekte eigenständig um – er nennt konkret ein Kundenportal. Für ihn bedeutet das, das Ganze aufzuziehen und sicherzustellen, „dass es funktioniert“. Autonomie, End-zu-Ende-Verantwortung und Betriebsreife treten damit in den Vordergrund.

Was wir daraus mitnehmen:

  • Umsetzung statt nur Konzept: Die Verantwortung endet nicht beim Prototypen; das System muss laufen.
  • Von der Idee zur Nutzung: Features werden so gebaut, dass sie für Nutzerinnen und Nutzer sofort spürbar sind.
  • Fullstack als Delivery-Versprechen: Wer Architektur, Implementierung und Übergabe in einer Hand bündelt, liefert schneller und konsistenter.

„Einfach anfangen“: Wie der Einstieg gelingt

Nicos Einstieg in die Programmierung begann mit einem Bedürfnis („Doppelsprung fehlt“) und einer Suche („how to make a game“). Sein Rat bleibt dem treu: Wenn dich etwas interessiert, such danach, starte mit Tutorials, bleib dran – auch wenn es am Anfang nicht leicht ist. Wichtig ist, dass das Interesse trägt. Die Routine kommt mit der Zeit.

Seine Lernwege in Stichpunkten:

  • Eigene Projekte als Motor: Etwas bauen, das dich wirklich interessiert.
  • Tutorials als Starthilfe: Schritt für Schritt lernen und das Gelernte sofort anwenden.
  • Online-Kurse als Brücke: Gezielt Themen vertiefen, die dich zum Ziel – etwa Fullstack – voranbringen.

Ausbildung: Internet, Studium, IT-HTL

Nico bewertet mehrere Bildungswege pragmatisch:

  • Internet: „Man wird wirklich gut im Googling.“ Das ist essenziell, weil Problemlösen und Informationsbeschaffung im Alltag eines Developers zusammengehören.
  • Studium: Eine Option, die er als gut bezeichnet.
  • IT-HTL: Aus seiner Sicht besonders empfehlenswert, weil sie Grundlagen vermittelt, die man im Selbststudium oft auslässt – er nennt Patterns wie das Singleton.

Die Quintessenz: Wer programmiert, lernt ständig. Und während formale Bildung Struktur bringt, entsteht die eigentliche Könnerschaft im Tun.

Leidenschaft und Nebenprojekte: Der Unterschied, der den Unterschied macht

Nico ist deutlich: „Die besten Programmierer sind die, die was wirklich mit Leidenschaft dahinter sind und [...] außerhalb von ihrer Ausbildung selbst an Projekten arbeiten.“ Er erzählt von einem Mitschüler, der bereits mit zwölf Jahren so viel programmiert hatte, dass er bei der Matura so stark war „wie sicher 80%“ der Klasse – ein Vorsprung, den Nico als „sicher 10 Jahre vor den anderen“ beschreibt. Die Botschaft ist klar: Früh begonnen und konstant gebaut schlägt späte Theorie ohne Praxis.

Für uns lässt sich das in drei Prinzipien bündeln:

  • Kontinuität schlägt Intensität: Häufiges, eigenständiges Bauen über Jahre akkumuliert Erfahrung.
  • Projekte als Lernarchiv: Jede Anwendung trägt Fehler und Lösungen in sich – und verschiebt die eigene Komfortzone.
  • Motivation als Energiespeicher: Wer intrinsisch motiviert ist, bleibt dran, auch wenn es „am Anfang gar nicht so leicht“ ist.

Auf dem Laufenden bleiben: Newsletter als Praxis-Trick

Ein fast beiläufiger, aber sehr praktischer Tipp von Nico: Wenn man eigene Projekte betreibt, lohnt es sich, Newsletter zu abonnieren – etwa über die oft angebotenen Checkboxen im Login. Besonders bei Themen wie Zahlungsanbietern will man wissen, was sich ändert. So landet Relevantes direkt im Postfach und man bleibt informiert, ohne aktiv danach suchen zu müssen.

Aus Nicos Weg abgeleitet: Handlungsorientierte Empfehlungen für angehende Fullstack-Entwickler

Die Geschichte, die Nico erzählt, ist vor allem eines: machbar. Keine Abkürzungen, aber viele kleine Schritte, die zusammengenommen Wirkung entfalten. Was sich für uns als Redaktion daraus ableiten lässt:

  • Starte mit einem echten Bedürfnis: Baue etwas, das du selbst nutzen willst. Das hält Motivation hoch – vom „Doppelsprung“ bis zur ersten kleinen Web-App.
  • Debugging kultivieren: Übe das strukturierte Suchen und Beheben von Fehlern. Es ist das Werkzeug, das dich in jeder Technologie trägt.
  • Frontend und Backend bewusst trennen – und verbinden: Trainiere beide Denkwelten. Frage: Wie wirkt eine UI-Entscheidung auf Daten und Abläufe? Und umgekehrt?
  • Performance im Blick: Plane die Anwendung so, dass Frontend-Entscheidungen Backend-Strukturen nicht belasten – und umgekehrt.
  • Eigenständigkeit fördern: Wenn du etwas brauchst, implementiere es. Neues Datenmodell? Schnittstelle schreiben, im Frontend anbinden, testen.
  • Lernpfad kombinieren: Tutorials für den Einstieg, Online-Kurse zur Vertiefung, Projekte für echte Erfahrung. Erwäge eine Ausbildung wie die IT-HTL, um Grundlagen nicht auszulassen.
  • Leidenschaft pflegen: Baue außerhalb von Vorgaben. Die Projekte, die du aus Interesse startest, sind die, die dich langfristig prägen.
  • Informationsfluss vereinfachen: Relevante Newsletter abonnieren, damit Änderungen (z. B. bei Anbietern) dich rechtzeitig erreichen.

Die Entwicklungsreise in Etappen

Nicos Story lässt sich als Reihe kleiner, konsequenter Etappen lesen:

  1. Entdecken: Ein Spiel frustriert – und wird zum Auslöser, selbst zu bauen.
  2. Erkunden: GameMaker, YouTube, erste Projekte – „spielbar“ und vor allem lehrreich.
  3. Strukturieren: HTL, C als erste „richtige“ Sprache, Debugging als Aha.
  4. Erweitern: Java, C#, SQL, HTML – der Werkzeugkasten wächst.
  5. Vertiefen: Python ausprobieren, Online-Kurse nutzen, Interesse zum Kompass machen.
  6. Integrieren: Fullstack – Frontend trifft Backend, Planung trifft Performance.
  7. Beschleunigen: Eigenständig Features bauen, Schnittstellen definieren, Friction reduzieren.
  8. Verantwortung übernehmen: Bei DEVJobs.at Projekte wie ein Kundenportal aufziehen – und dafür sorgen, „dass es funktioniert“.
  9. Dranbleiben: Leidenschaft leben, eigene Projekte starten, informiert bleiben.

Jede Etappe ist klein genug, um heute zu beginnen – und groß genug, um dich voranzubringen.

Warum diese Geschichte wirkt

Was uns an der Session „Nico Reindl, Full Stack Developer bei devjobs.at“ (Speaker: Nico Reindl, Company: DEVJobs.at) besonders überzeugt, ist der realistische Ton. Keine Überhöhung, keine Abkürzungsmythen. Stattdessen klare, wiederholbare Muster:

  • vom Problem zur Umsetzung,
  • vom Debugging zur Souveränität,
  • vom Lernen zum Liefern,
  • vom Teil zum Ganzen.

Fullstack ist hier kein Buzzword, sondern eine Haltung: Anwendungen so bauen, dass sie funktionieren – vorn wie hinten, in Code und in der Nutzung.

Schluss: Bauen, lernen, liefern

Nico Reindl erinnert uns daran, warum viele von uns angefangen haben: aus Neugier und dem Wunsch, Dinge möglich zu machen, die vorher nicht da waren. Die ersten Spiele waren vielleicht nicht „die besten“, aber sie waren spielbar – und reichten, um die nächste Stufe zu zünden. Heute setzt er bei DEVJobs.at eigenständig Projekte um, plant Systeme Ende-zu-Ende und bleibt dabei seiner Grundhaltung treu: strukturiert denken, hartnäckig lernen, mit Leidenschaft bauen.

Für alle, die den Weg Richtung Fullstack suchen, bleibt sein Rat entwaffnend einfach: anfangen, dranbleiben, Projekte bauen. Der Rest organisiert sich – mit Debugging, Lernlust und dem Mut, Verantwortung zu übernehmen.

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