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Thomas Grömer, Founder von easyWerkstatt

Description

Der Founder von easyWerkstatt Thomas Grömer redet im Interview darüber, was das Team zur Produktentwicklung besonders macht, wie das Recruiting abläuft und welche technologischen Challenges es gibt – und was das schöne am Landleben ist.

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Video Zusammenfassung

In "Thomas Grömer, Founder von easyWerkstatt" erläutert Speaker Thomas Grömer, wie das Produktteam aus drei Entwicklern plus einer Vollzeit-UX arbeitet: wöchentliche Updates statt harter Deadlines, keine Überstunden, viele Experimente und teamgetriebene Entscheidungen zu Features, Technologien und Prioritäten für viele kleine Kunden. Er betont eine Kultur, in der Usability und Lernbereitschaft wichtiger sind als passgenaue Stack-Erfahrung; Entwickler haben echte Mitsprache und können sich in Web-, Mobile- und Backend-Themen austoben, bei gleichzeitiger Balance aus moderner Tech (React, React Native, Core als Express-Nachfolger, MongoDB, Docker, Elasticsearch) und Stabilität. Für Kandidaten stellt er den ländlichen Standort sowie einen transparenten Prozess vor—Unterlagen, kurzes Telefonat, mindestens halbtägiges Vor-Ort-Gespräch mit direktem Austausch mit Mitarbeitenden, optionales Probearbeiten—mit Fokus auf Teamfit und guten Rahmenbedingungen für Talent.

Produkt statt Projekt: Wie easyWerkstatt Engineering mit UX-Fokus, wöchentlichem Release-Rhythmus und Land-Standort neu denkt

Einblicke aus „Thomas Grömer, Founder von easyWerkstatt“

Wer in der Softwareentwicklung die Nase voll hat von endlosen Projektplänen, wechselnden Auftraggebern und künstlich hochgezogenen Deadlines, wird in der Session „Thomas Grömer, Founder von easyWerkstatt“ hellhörig. Thomas Grömer zeichnet darin das Bild einer Produktfirma, die bewusst anders arbeitet: klein, fokussiert, nutzerzentriert – und mit viel Raum für Mitgestaltung im Team. Bei easyWerkstatt entwickeln drei Entwickler gemeinsam mit einer Vollzeit-UX-Mitarbeiterin ein Online-Software-Produkt, veröffentlicht wird im Wochenrhythmus. Das Ergebnis ist eine Arbeitsweise, die Stabilität, Lernkurven und Produktqualität über Tempo um des Tempos willen stellt.

Als DevJobs.at haben wir zugehört, wie Thomas Grömer seine Kultur, seinen Recruiting-Ansatz und die technischen Entscheidungen beschreibt – und warum die Kombination aus Produktfokus, Experimentierfreude und Standort am Land gerade für Entwicklerinnen und Entwickler attraktiv ist, die Verantwortung übernehmen wollen, ohne ihre Work-Life-Balance zu opfern.

„Wir entwickeln und betreiben ein Online-Software-Produkt und machen keine Projektaufgaben.“

Produktfirma statt Projektdruck: Was das für den Alltag bedeutet

Der wichtigste Unterschied liegt im Modell: easyWerkstatt ist keine Agentur, die im Auftrag einzelner Kunden Projekte abwickelt. Es ist eine Produktfirma. Das prägt jede Entscheidung – vom Release-Prozess bis zur Teamzusammenstellung.

  • Wöchentliche Releases: „Wir machen einmal in der Woche ein Update“, sagt Thomas Grömer. Was bis dahin fertig und getestet ist, geht live. Was nicht, wandert ins nächste Update. Ohne Drama, ohne künstliche Krisen.
  • Keine Deadlines, keine Wochenenden im Büro: „Es gibt jetzt nicht irgendwie so Überstunden, Wochenende arbeiten …“, betont Grömer. Zeit lässt sich „ganz gut einteilen“ – ein bewusster Gegenentwurf zu Last-Minute-Fertigstellungen.
  • Breite Nutzerbasis statt Einzelauftraggeber: Weil es „ganz, ganz viele kleine Kunden“ gibt, richtet sich die Produktentwicklung an der Mehrheit aus. Das Team entscheidet, was den größten Nutzen bringt.

Dieser Rahmen schafft ein Umfeld, in dem Qualität und Priorisierung wichtiger sind als hektische Fertigstellungen. Gleichzeitig braucht es Klarheit, damit aus Freiheit Fokus wird. Genau dafür hält easyWerkstatt den Takt: wöchentliche Updates, regelmäßige Diskussionen im Team, klare Kriterien, welches Feature als Nächstes an die Reihe kommt.

Ein kleines, schlagkräftiges Team – mit hohem UX-Anteil

Aktuell besteht das Engineering-Team aus drei Entwickler:innen – und einer Vollzeit-UX-Mitarbeiterin. Das ist in dieser Größenordnung bemerkenswert und setzt ein klares Signal: Usability ist kein Afterthought, sondern zentraler Bestandteil der Produktentwicklung.

„Wir legen sehr viel Wert auf die Usability.“

Für Entwicklerinnen und Entwickler bedeutet das:

  • Anforderungen werden nicht in Ticket-Form diktiert, sondern aus Nutzerbedürfnissen hergeleitet.
  • Die Diskussion über „Was, wie und in welcher Reihenfolge“ passiert im Team – mit UX-Stimme am Tisch.
  • Verbesserungen an der User Experience sind explizit Teil der Priorisierung.

Der Effekt: Sichtbarer Impact auf das Produkt. Wer am Code arbeitet, sieht wöchentlich, wie die eigene Arbeit live geht – und wie sie sich auf die Nutzererfahrung auswirkt.

Stabiler Rhythmus statt Adrenalin: Wie Releases funktionieren

Das Team shippt einmal pro Woche. Die Regel ist einfach: Fertig und getestet? Rein ins Update. Nicht fertig? Eine Woche später.

  • Testing als Standard: Es wird ausgeliefert, was getestet ist. Kein Flickwerk, keine Schnellschüsse.
  • Planbare Entwicklungsblöcke: Fokus auf das, was in der Woche sinnvoll erreicht werden kann.
  • Fehlertoleranz bei Experimenten: Dinge dürfen ausprobiert werden – und auch scheitern, ohne das Release zu blockieren.

„Wenn einmal etwas nichts wird und nicht ins Produkt kommt, ist es auch kein Problem. Wichtig ist, dass man dabei am Ball bleibt …“

Gerade dieser Satz ist bezeichnend: easyWerkstatt sucht nicht die perfekte Roadmap. Sie suchen das Team, das durchgängige Produktarbeit liebt – mit der Bereitschaft zu lernen, zu verwerfen und dranzubleiben.

Mehr als „immer das gleiche Produkt“: Spielfelder in Web, Mobile und Backend

Produktarbeit kann monoton wirken – wenn man sich nicht gezielt Breite schafft. easyWerkstatt tut genau das: Neben der Web-App gibt es eine Handy-App, und „im Hintergrund ist schon einiges los an Technik“. Wer Abwechslung sucht, findet sie in der Mischung aus Plattformen und Systemteilen.

  • Web-App mit React-Frontend
  • Handy-Apps mit React Native
  • Backend auf „Core“ – „quasi Express, mehr oder weniger, Nachfolger“
  • MongoDB, Docker, Elasticsearch

Diese Kombination eröffnet Spielräume – vom UI-Feinschliff über mobile Komponenten bis hin zu Themen wie Suche (Elasticsearch) oder Containerisierung (Docker). Gleichzeitig bleibt das Ziel klar: Das gleiche Produkt, kontinuierlich besser.

Technologieentscheidungen mit Augenmaß: Von Meteor/Angular 1 zu React

easyWerkstatt hat früh einen harten, aber notwendigen Cut gemacht. Der erste Tech-Stack – Meteor Framework mit Angular 1 – stieß an Grenzen.

„Von Meteor müssen wir weg. Das war nicht performant. Und Angular 1 auf 2 war auch irgendwie eine komplette alles wegschmeißen Entscheidung.“

Mit dem damaligen Team entschied sich easyWerkstatt für React – aus zwei Gründen:

  • Stabilität und Performance im Produkt
  • Recruiting-Vorteil: „… dass wir mit React ganz gut fahren und vielleicht mehr Leute finden.“

Heute bestätigt sich diese Wahl. Die Balance zwischen Modernität und Reife ist kein Zufall, sondern Prinzip.

„Herausforderung ist natürlich immer, dass man so die Waage findet, dass die neuesten Technologien verwenden, aber nicht irgendwie jede Woche alles über den Hafen schmeißen … Es muss stabil sein. Und es muss eine Community geben und die richtigen Packages und man muss die Mitarbeiter finden.“

Diese Sätze sind ein Lehrbuch für pragmatische Tech-Strategie im Produktkontext: Community-Reife, Ökosystem und Hiring sind Teil der Technologieentscheidung – nicht deren Nachgedanke.

Technische Schulden und Priorisierung: Disziplin statt Dogma

Ein Produkt, das wächst, erzeugt automatisch Schulden – aber es ist ein Unterschied, ob man sie bewusst managt oder sie treiben lässt. easyWerkstatt verfolgt einen klaren Ansatz:

  • Technische Schulden gering halten
  • Kontinuierlich priorisieren, „was jetzt gemacht wird“
  • Features nach Kundennutzen reihen – „was unsere Kunden am meisten bringen“
  • User Experience laufend verbessern

„Nachdem es jetzt nicht wirklich irgendwie so Pflichtenheft gibt, das man abarbeitet, sondern wir das selber im Team entscheiden, was gemacht wird, ist halt das auch ein Riesenthema …“

Mit anderen Worten: Priorisierung ist keine jährliche Übung, sondern tägliche Führungsarbeit im Team – gemeinsam, transparent, mit UX im Loop.

Diskussionen, die zählen: Zusammenarbeit im kleinen Team

Wer in einer großen Organisation oft nur an einem schmalen Teil mitarbeitet, findet hier das Gegenteil. Bei easyWerkstatt wird „ganz viel“ diskutiert – was gebaut wird, wie, mit welcher Technologie und in welcher Reihenfolge. Der Effekt:

  • Hohe Mitbestimmung: Entwickler:innen können „sofort viel mitreden“.
  • Verantwortung statt Ticket-Schach: Entscheidungen werden im Team getroffen und getragen.
  • Lernfelder entstehen organisch: Experimente sind erwünscht, auch wenn sie nicht ins Produkt gehen.

Diese Art der Zusammenarbeit setzt voraus, dass Menschen zusammenpassen – nicht nur fachlich, sondern auch menschlich. Genau deshalb legt das Recruiting darauf so viel Gewicht.

Standort am Land: Lebensqualität als ernst gemeinter Vorteil

Ein ungewöhnlicher, aber sehr konkreter USP: easyWerkstatt sitzt „am Land“. Das ist kein Kompromiss, sondern Programm.

„Wer Lust hat, dass er ins Grüne zirkt und günstige große Grundstücke oder Wohnungen haben will, mit einer schönen Aussicht, der kann sich vielleicht überlegen, dass er da in unser Team dazukommt.“

Die Botschaft: Wer Ruhe, Natur und mehr Platz schätzt, findet hier nicht nur einen Job, sondern ein Umfeld, das zu diesem Lebensentwurf passt. Für viele Entwickler:innen ist das mehr als ein Bonus – es ist ein Entscheidungskriterium.

Recruiting, das passt: Vom Erstkontakt bis zum optionalen Probearbeiten

Der Recruiting-Prozess ist „gerade so ein bisschen im Entstehen“, und doch sehr durchdacht. Die Schritte im Überblick:

  1. Bewerbungsunterlagen: Der formale Startpunkt.
  2. Kurzes Telefoninterview: Abklären, „ist es prinzipiell für beide Seiten interessant“.
  3. Intensiver Vor-Ort-Termin (mindestens ein halber Tag):
  • Gespräche mit den Mitarbeiter:innen – „allein“, offen, authentisch.
  • Einblicke, wie es läuft, was das Team macht, wie gearbeitet wird.
  • Raum für alle Fragen.
  1. Optionales Probearbeiten: Wenn der Bewerber möchte – kein Muss.
  2. Vertrag und Start: Wenn es für beide Seiten passt.

Worauf es easyWerkstatt wirklich anlegt, formuliert Grömer klar:

„Wichtig ist mir, dass man feststellt, dass die Leute gut ins Team passen … dass die Leute motiviert sind, dass die etwas lernen wollen.“

Fachliche Exaktheit in genau der verwendeten Sprache oder im Framework ist zweitrangig. Wichtiger ist die Lernhaltung und die Freude an gemeinsamer Produktarbeit.

„Es ist jetzt gar nicht so wichtig, dass man irgendwie ganz genau die richtige technologische Erfahrung hat … Wir haben gute Erfahrungen gemacht, auch mit Leuten, die umsteigen von einer anderen Tech-Stack-Entwickler-Sprache …“

Für Bewerber:innen heißt das: Wer offen ist, dazuzulernen, und wer den Produktmodus mag, hat sehr gute Karten.

Der aktuelle Stack: Fokussiert, verbreitet, sinnvoll kombinierbar

Damit Entwickler:innen einschätzen können, woran sie arbeiten, ist der Stack relevant. Thomas Grömer umreißt ihn deutlich:

„Aktuell haben wir einen stärkeren Fokus auf React. Wir machen die Handy-Apps in React Native. Wir machen die Web-App mit React Frontend und im Backend Core. Das ist quasi Express, mehr oder weniger, Nachfolger. Und ja, MongoDB, Docker, Elasticsearch …“

Diese Auswahl ist bewusst: verbreitete Technologien, starke Communities, gute Package-Landschaften – und somit leichteres Hiring. Genau das nennt Grömer als wichtiges Kriterium.

Genauso bemerkenswert ist die Historie dahinter: Die bewusste Abkehr von Meteor/Angular 1, weil Performance und Migrationspfad nicht zum Produkt passten. Das ist keine Anti-These gegen Neues, sondern ein pro Produkt gesetzter Fokus.

Experimente erlaubt – ohne Zwang zur Lieferung

Innovation entsteht nicht durch Roadmap-Punkte allein. easyWerkstatt lässt Experimente zu – auch solche, die später nicht ins Produkt kommen. Diese Form der Freiheit ist wichtig:

  • Sie senkt das Risiko des Ausprobierens.
  • Sie hält das Team „am Ball“ und verhindert, „dass man nicht gefahrt wird“.
  • Sie bringt Ideen in den Diskurs, die sonst nie auftauchen würden.

Wesentlich ist die Verankerung in der Release-Disziplin: Experimente stören den Fluss nicht. Sie werden integriert, wenn sie tragen – oder verworfen, wenn nicht. Beides ist okay.

Warum sich Tech-Talente das ansehen sollten

Aus dem Gesagten lassen sich klare Gründe ableiten, warum easyWerkstatt für Entwickler:innen, die Produktarbeit mögen, spannend ist:

  • Mitgestaltung ab Tag eins: „In so einer kleinen Firma natürlich sofort viel mitreden.“
  • Planbare Arbeitszeit: Wöchentliche Updates statt Sprint-Endstress und Wochenenden im Büro.
  • UX im Zentrum: Eine Vollzeit-UX-Rolle im Vier-Personen-Produktteam ist ein Statement.
  • Sinnvolle Technologieauswahl: React, React Native, Core (als „Nachfolger“ von Express), MongoDB, Docker, Elasticsearch – modern, verbreitet, gut zu lernen.
  • Lernkultur vor Stack-Pedigree: Interesse und Lernwille zählen mehr als der exakt passende Lebenslauf.
  • Experimente ohne Angst: Nicht jede Idee muss liefern, um sinnvoll zu sein.
  • Standortvorteil Land: Grüne Lage, große und leistbare Wohnungen/Grundstücke, schöne Aussicht.

Für wen das passt? Für Produktmenschen, die kontinuierliche Wirkung dem Applaus des großen Projektabschlusses vorziehen. Für Pragmatiker:innen, die moderne Technologien gerne nutzen, aber Stabilität, Community und Team-Fit höher gewichten als Hypes. Und für alle, die konzentriertes Arbeiten in ruhiger Umgebung schätzen.

Führung durch Klarheit: Die Prinzipien hinter dem Vorgehen

Hinter all dem stehen Führungsprinzipien, die Thomas Grömer greifbar macht:

  • Produktverantwortung vor Projektleistung
  • Rhythmus statt Deadline-Drama
  • Nutzerfokus mit echter UX-Kompetenz im Team
  • Auswahl von Technologien entlang von Produktreife, Community und Hiring
  • Kontinuierliche Priorisierung nach Kundennutzen
  • Kultur des Lernens und der Passung vor CV-Checklisten

Diese Prinzipien sind nicht revolutionär, aber in ihrer Konsequenz selten – vor allem in Kombination mit einem kleinen Team und einem ländlichen Standort. Genau das macht den Reiz aus.

Was wir als DevJobs.at mitnehmen

Aus „Thomas Grömer, Founder von easyWerkstatt“ bleibt vor allem ein Eindruck: Hier will ein Team langfristig ein gutes Produkt bauen – und gestaltet seine Organisation so, dass genau das möglich wird. Die Eckpfeiler sind klar:

  • Wöchentliche Releases statt heroischer Nachtschichten
  • Ein kleines Team mit starker UX-Funktion
  • Eine Technologieauswahl, die Produkt und Menschen in den Mittelpunkt stellt
  • Ein Recruiting, das auf Team-Fit und Lernwille setzt
  • Ein Standort, der Lebensqualität ernst nimmt

„Wichtig ist, dass man dabei am Ball bleibt …“

Genau das tut easyWerkstatt – technisch, organisatorisch und kulturell.

Fazit: Ein Umfeld für Produktmenschen, die Verantwortung wollen

easyWerkstatt zeigt, wie Produktentwicklung im Kleinen groß wirken kann: regelmäßige, getestete Releases; ein moderner, pragmatischer Stack; Diskussionen, die wirklich den Kurs bestimmen; und ein Recruiting, das Menschen sucht, die lernen und zusammenpassen. Wer sich im beschriebenen Arbeitsmodus wiederfindet, sollte die Gelegenheit nutzen, mit dem Team zu sprechen – und beim halbtägigen Vor-Ort-Termin die Kultur direkt zu erleben. Für uns ist klar: Das ist ein Setup, in dem Talent Wirkung entfalten kann – ohne die übliche Projekt-Hektik, aber mit viel Ownership.