Was macht ein Full Stack Developer? Nico Reindl von devjobs.at

Was macht ein Full Stack Developer? Nico Reindl von devjobs.at

Background

Die ersten Programmiererfahrungen waren im Alter von 12 Jahren – so in meiner Kindheit von 8 bis 12 Jahren. Da haben wir so Sandbox-Spiele gespielt, aber früher oder später ging die Option halt mal aus in so einem Spiel. Da war ich etwas genervt, weil der Charakter konnte z.B nicht doppelt springen.

Also habe ich ein bisschen in YouTube nachgeschaut, wie man selbst Spiele programmieren kann und habe dann GameMaker runtergeladen. Hatte damals nicht wirklich eine richtige Programmiersprache. Und habe dann selbst meine ersten Spiele selbst zusammen gebastelt. Sie waren zwar nicht die besten, aber man konnte sie spielen und mir hats mega Spaß gemacht. Dann ging ich in die HTL und lernte die erste wirkliche Programmiersprache, das war C. Da war ich unglaublich fasziniert, dass man strukturiert Fehler suchen kann – dieses Debugging. Da war ich so… woah… amazing!

Dann kam dann auch Java dazu und C# und das hat sich immer mehr entwickelt. Dann kam noch SQL dazu und HTML der ganze Kram – was man halt so in der Schule lernt. Und habe nebenbei immer auch so einzelne Projekte dazu gemacht. Dann habe ich mal ein bisschen mit Python programmiert.

Ins Full Stack Development bin ich gekommen weil ich Interesse daran hatte, und dann ein paar Onlinekurse dann machte. Genau, so wurde ich dann Full Stack Developer.

Full Stack Development

Also um was geht es in der Rolle als Full Stack Developer? Beim Full Stack Developer entwickelt man die komplette Anwendung – das heißt der Teil was der User sieht, das Front End wo man herumklicken kann und interagieren kann und das Back End, das Ganze das im Hintergrund passiert, was der User nicht sieht, so wie Datenbankmodelle oder die ganze Struktur oder Schema von der Anwendung.

Und was mir besonders an dem Job gefällt, ist dass man die ganze Anwendung durchstrukturiert planen kann. Sei es man kann für die Dinge die was im Front End passieren, bedenken was dann im Back End programmiert. Also dass das so performant wie möglich ist.

Was natürlich auch ein riesen Vorteil ist, wenn man Full Stack Developer ist, wenn man schnell ein Feature benötigt z.B. für ein neues Datenmodell, dann kann man sich das selber schnell programmieren, muss auf nichts warten, schreibt sich schnell die Schnittstellen und kann es im Front End dann direkt verwenden.

Herausforderung ist vielleicht am Anfang wenn man direkt mit Full Stack startet, dass man vom Mindset her manchmal sich ein bisschen sich umstellen muss, da man im Font mehr designtechnisch und an Usability denken muss und im Back End mehr so an logische Abläufe.

Genau, und meine bevorzugten Technologien sind React, GraphQL und TypeScript. So in meiner Rolle z.B. bei devjobs.at bin ich dafür zuständig so eigenständig Projekte umzusetzen – zum Beispiel ein Kundenportal. Und das Ganze einfach aufzuziehen, dass es halt funktioniert.

Weiterbildung

Also wie fängt man eigentlich an, dass man Programmierer wird oder spezifisch Full Stack Developer? Also ihr könnt so starten wie ich es gemacht habe, ihr habt einfach Lust gehabt etwas umzusetzen im digitalen Bereich seid einfach auf Google gegangen – oder Youtube – und habt einfach eingegeben „How to make a game“ oder whatever, an was du halt interessiert bist. Einfach eingeben und ein paar Tutorials machen – da merkt man eh, es ist anfangs gar nicht so leicht, aber wenn man das Interesse hat, bleibt man einfach dran und es wird immer besser und besser und es macht immer mehr und immer mehr Spaß!

Genau, Ausbildungen die ich jedenfalls als sinnvoll erachte sind definitiv das Internet. Man lernt und wird wirklich gut in googlen wenn man Programmierer wird, und das ist auch großartig so weil man wird auch immer besser im Probleme finden. Man kann natürlich auch studieren gehen, es ist auch gut so. Was auch zu empfehlen ist, ist auch vielleicht eine IT-HTL zu machen, da lernt man meistens die Basics die man meistens sonst auslassen würde, würde man es sich komplett selbst aneignen. Irgendwelche Singleton Patterns oder der ganze Kram – es ist schon gut wenn man es weiß, nämlich man kann es dann schon umsetzen.

Was auf jeden Fall der wichtigste Punkt ist: die besten Programmierer sind die, die wirklich mit Leidenschaft dahinter sind, und die auch außerhalb ihrer Ausbildungen selbst an Projekten arbeiten. Ich habe das schon in der Schule gemerkt ich habe das früher gemerkt und vor allem jetzt merke ich es am meisten, weil die, die was selbst eigenständig Projekte umgesetzt haben,

das sind die, die sicher 10 Jahre vor den anderen sind. Zum Beispiel in meiner HTL war einer der hatte mit 12 so gut programmieren können,

wie sicher 80% der gesamten Klasse bei der Matura, nur weil er mit 12 so viele eigene Projekte gemacht hat.

Wie halt ich mich auf dem Laufenden? So die Projekte die man selbst macht, da gibt’s meistens beim Login, da gibt’s dann ein Häkchen „ich möchte einen Newsletter abonnieren“, und das ist ganz praktisch, wenn man ein Projekt hat, da will man schon wissen wie sich irgendwelche Zahlungsanbieter etc. verändern.

 

Nico Reindl

Full Stack Developer

Interview im September 2021