TechLead-Story: Thomas Grömer, Founder von easyWerkstatt

TechLead-Story: Thomas Grömer, Founder von easyWerkstatt

Team

Ja, unser Team – das sind aktuell drei Entwickler. Da haben wir natürlich noch ein paar Plätze frei! Was vielleicht besonders ist an dem Team: wir haben auf die drei Entwickler jetzt eine Vollzeit UX Mitarbeiterin. Das heißt wir legen sehr viel Wert auf die Usability.

Der Unterschied ist vielleicht auch, dass es eine Produktfirma ist – das heißt wir entwickeln und betreiben ein Online-Software-Produkt und machen keine Projektaufgaben. Vorteil ist natürlich, wir haben nicht wirklich Deadlines. Wir machen einmal in der Woche ein Update, was bis dahin fertig ist – und getestet ist natürlich, haha – das kommt rein. Alles was nicht fertig ist, das kommt ins nächste Update. Es gibt da jetzt also nicht Überstunden oder Wochenendarbeiten, wo man auf einmal keine Freizeit mehr hat, sondern man kann es sich ganz gut einteilen.

Der quasi „Nachteil“ ist, dass es immer das gleiche Produkt ist. Wobei man da auch ein wenig entschärfen kann – wir haben eine Handy App, eine Web App und mittlerweile ist im Hintergrund schon einiges los an Technik wo man sich austoben kann. Wir wollen auch immer viele Sachen ausprobieren, wir machen auch öfters Experimente die dann gar nicht ins Produkt kommen.

Wir haben auch nicht direkt einen einen Kunden der anschafft, sondern ganz, ganz viele kleine Kunden, wo wir dann versuchen müssen, dass wir auch das entwickeln, was für die Mehrheit am Besten ist. Das heißt, wir im Team diskutieren auch ganz viel darüber, was entwickelt wird und wie, mit welcher Technologie und in welcher Reihenfolge. Da kann man auch in so einer kleinen Firma sofort viel mitreden als Entwickler.

Ja, das ist so glaub ich das, was so unser Team unterscheidet von so der standardmäßigen projektbasierenden Entwicklungsfirma.

Ja, zweiter großer Vorteil ist: wir sind auf dem Land! Wer Lust hat ins Grüne zu ziehen und günstige, große Grundstücke oder Wohnungen haben will – mit einer schönen Aussicht – der kann sich vielleicht überlegen, dass er in unser Team dazukommt.

Recruiting

Also, Recruitingprozess ist gerade so ein bisschen im Entstehen. Im Moment läuft das so ab, dass wir vorher einmal Bewerbungsunterlagen natürlich bekommen. Dann machen wir ein kurzes Telefoninterview, wo wir abklären, ist es prinzipiell für beide Seiten interessant – wenn ja, dann gibt es ein intensiveres Vorstellungsgespräch bei uns in der Firma. Das ist mindestens ein halber Tag wo der potenzielle Bewerber dann auch mit unseren Mitarbeitern reden kann – alleine! – und die dann auch direkt beschreiben können wie alles abläuft, was sie so machen und dass wir da alle Fragen so ein wenig beantworten. Wichtig ist, dass man da feststellt, dass die Leute gut ins Team passen. Einfach dass ein bisschen Spaß bei der Arbeit ist, dass die Leute motiviert sind, dass sie was lernen wollen. Es ist jetzt gar nicht so wichtig, dass man irgendwie ganz genau mit der richtigen Technologie viel Erfahrung hat, sondern eher dass man sich interessiert, etwas lernen will – also, wir haben auch gute Erfahrungen gemacht mit Leuten, die umsteigen von einem anderem Techstack, Entwicklersprachen, usw. Da ist es mir einfach wicht, dass das Team untereinander auch gut funktioniert.

Ja, wenn sich das positiv anhört, das Vorstellungsgespräch, dann kann der Bewerber probearbeiten kommen – das ist aber optional. Ansonsten, wenn alles passt, dann machen wir Arbeitsvertrag und starten los!

Technologien

Ja Technologie – aktuell haben wir einen stärkeren Fokus auf React. Wir machen die Handy Apps in React Native, wir machen die Web App mit React Front End. Und im Back End Core – das ist quasi Express Nachfolger. MongoDB, Docker, Elasticsearch – so das, was eh alles einigermaßen aktuell ist. Wir haben angefangen mit Meteor Framework – falls sich noch wer erinnern kann – welches irgendwie abestürtzt ist wie ein Meteorit, haha. Mit Angular 1 damals, da war dann irgendwie die Frage von Meteor müssen wir weg, das war nicht performant. Und Angular 1 auf 2 war auch irgendwie… alles wegschmeißen… schwere Entscheidung.

Da habe ich dann das mit dem damaligen Entwicklerteam so eingeschätzt, dass wir mit React ganz gut fahren und auch mehr Leute finden.

Herausforderung ist hier immer, dass man die Waage findet, die neuesten Technologien zu verwenden, aber gleichzeitig auch nicht jede Woche alles über den Haufen schmeißen – es muss ja ein Produkt laufen und die Kunden müssen damit arbeiten können, das muss stabil sein. Es muss eine Community geben und die richtigen Packages und man muss die Mitarbeiter finden. Da ist man im Moment – so haben wir das Gefühl - mit React ganz gut aufgehoben.

So immer ein wenig schauen, dass man nicht zu viele Technische Schulden aufbauen und eben auch das entscheiden, was jetzt gemacht wird – priorisieren, was sind die nächsten Features, die jetzt unseren Kunden am meisten bringt, wo können wir die UX verbessern. Und einfach – nachdem es jetzt nicht wirklich sowas wie ein Pflichtenheft gibt zum Abarbeiten, sondern wir das selber im Team entscheiden, was gemacht wird – ist es eben ein riesen Thema, dass wir uns da absprechen und schauen, was macht am nächsten, am meisten Sinn.

Da kann man sich wie gesagt auch gerne auch mal ein wenig austoben und die Mitarbeiten probieren da auch manchmal Sachen aus und sagen „warum schauen wir uns das nicht einmal an?“

Wenn etwas nicht funktioniert und ins Produkt kommt – auch kein Problem. Wichtig ist, dass man am Ball bleibt und… naja… dass einem nicht fad wird, hahaa.

 

 

Erfahre mehr zum DevTeam von easyWerkstatt

Thomas Grömer

Interview im September 2021