TechLead-Story: Sebastian Auberger, CIO bei hello again

TechLead-Story: Sebastian Auberger, CIO bei hello again

Team

Ja im Dev-Team sind wir grundsätzlich auf zwei Teams aufgesplittet, die Transition von einem großen Dev-Team zu zwei Subteams haben wir mehr oder weniger vor ca. zehn Monaten gemacht weil wir gesehen haben, das eine Team wird zu groß, das funktioniert alles nicht mehr so effizient. Jetzt haben wie quasi die zwei Teams anhand von zwei Produktlinien aufgeteilt bei uns intern.

Das eine Team nennen wir Mobile-App- und Web-App-Team wo die ganzen digitalen Produkte drinnen sind, die direkt an den Endkonsumenten gerichtet sind, an den End User – unsere mobilen Apps unsere Web Apps, wo auch immer der Konsument interagiert. Dann gibt es noch das zweite Team, das nennen wir Dashboard Server Team, wo quasi die ganzen Server Back End Komponenten drinnen sind und auch ein

Dashboard für unser Business Kunden. Das kann man sich vorstellen wie ein CRM System, wo unsere Businesskunden Einblick haben in die Community, wo sie eMails versenden können, wo sie Push Notifications versenden können.

So sind die zwei Teams aufgesplittert.

Recruiting

Ja wenn du mich fragst wie das Recruiting aussieht – wir waren gerade letztes Wochenende bei einem Company Trip in Schladming das ganze Wochenende und da waren zufällig zwei neue Team Member das erste Mal dabei. Die haben natürlich ein super Onboarding erlebt – ist aber nicht Standard bei uns.

Im Standardfall ist es vermutlich nicht ganz so lustig – da haben wir im Endeffekt sehr starke Unterstützung vom HR, die quasi das ganze Onboarding übernehmen, dass man die Firma kennenlernt, die Leute kennenlernt, mal die ganzen Abläufe versteht und dann versuchen wir sehr stark dass wir noch relativ schnell in das Development Thema einsteigen. Wir arbeiten nach Scrum, haben zwei Wochen Sprints und bereiten da dann immer sehr einfache Tickets vor, die quasi wenig Abhängigkeiten haben wo es quasi ohne viel Domain-Wissen möglich ist, diese zu lösen. Steigen dann meist ins kalte Wasser mit dem oder der Neuen und erklären mal die Tickets, dass die ungefähr wissen wo die Reise hingeht, was sind die Ziele jetzt für meine ersten Wochen und dann schauen wir mehr oder weniger welches Wissen ist notwendig damit er diese Tickets bewerkstelligen kann. Dann gehen wir relativ schnell in die Phase, dass andere Teammitglieder Architekturen erklären in One-on-Ones, wo er dann mal sieht okay wie ist das architektonisch aufgebaut welche verschiedene Domänains gibt es.

Wir haben dann eine explizit zwei bis drei so Pair Programming Sessions etabliert bei uns, wo es nicht wirklich darum geht, dass man das Coding an sich lernt, sondern dass man einfach die ganzen Abläufe sieht. Welche Tools verwendet wer, wie macht der ein Debugging – man kann immer was lernen, wenn man jemanden über die Schulter schaut und wenn man sich dafür dezidiert zwei, drei Stunden mal Zeit nimmt, dann macht man einen riesen Schritt nach vorne. Dann ist das Ziel, dass man möglichst bald rein kommt und die ersten Erfolgserlebnisse hat und dass man irdenetwas live deployen kann, was man dann selbst gebaut hat.

Technologien

Vielleicht einmal ganz kurz was wir machen, wie unser Produkt im Endeffekt aussieht, weil das auch sehr mit der Technologie zusammen hängt. Also unser Ziel ist es, dass wir für klein- und mittelständische Unternehmen den Kundenwert nachhaltig und digital steigern. Wir machen das, indem wir hauptsächlich digitale Apps bauen – das sind Loyalty Apps, wo quasi Konsumenten Punkte sammeln können und nebenbei Stellen wir für den Business Kunden ein CRM zur Verfügung, womit er dann mit den Konsumenten kommunizieren kann.

Also das ist unser Ansatz, die ganzen Apps sind jetzt quasi white Label gebaut, das heißt jeder Kunde hat eine eigne App von uns. Wir haben knapp 400 Kunden, also das heißt über 400 Apps – das ist schon eine der Challenges natürlich, die auf der Zunge liegt. Wir müssen 400 Apps verwalten, maintainen, updaten – und das wird immer mehr! Also das Ziel ist nicht, dass wir bei 400 Apps stehen bleiben sondern dass wir um einen großen Faktor nach oben skalieren. Das heißt wir haben da sehr starke technologische Mechanismen entwickelt, viele Automatismen eingebaut, die wirklich leidenschaftlich sind für einen Hardcore Techniker, der viel lernen will und sich tief in die Materie hinein versetzen möchte.

Das war jetzt mehr so Client seitig, also App mäßig die Challenges. Wir entwickeln diese mit React Native. Also bei uns gibt es keine nativen Entwickler, wir haben alles auf JavaScript Ebene gezogen, sind von Beginn an sehr gut damit gefahren und sehen hier jetzt eigentlich keine Hindernisse, das irgendwann auf eine Art und Weise ändern zu müssen. Wir haben einen einheitlichen Technologiestack, wir können enorm schnell Features entwickeln, Features iterieren, die Qualität verbessern. Und dahinter kommunizieren die ganzen Apps mit einem Server System, das ist dann nicht wie bei den Apps mit verschiedenen Instanzen, sondern das ist eine Instanz – der Server – und da ist natürlich auch die Challenge, dass der Server mandantenfähig sein muss, das heißt es muss möglich sein, dass die eine App A mit dem gleichen Server kommuniziert wie die App B und da gibt es natürlich ganz viele Challenges was IT-Security, Datenschutzthemen angehen – was etwas weniger technisch ist – aber auch ganz tiefe und technische Themen damit es funktioniert, dass es sauber abgekapselt ist, dass die Datenbanken richtig miteinander kommunizieren.

Die Technologie, die wir auf dem Server verwenden ist das Django Framework, das ist ein Web Framework das auf Python aufbaut. Ist jetzt sehr einfach zu lernen, hat natürlich auch seine Tricks wenn es dann wirklich an die Performance Optimierung heran geht.

Weiterentwicklung

Was ich mal definitiv sagen kann – wir sind eine Wachstumsfirma. Das heißt wir haben in den letzten vier Jahren ein enorm starkes Wachstum hingelegt. Natürlich nicht nur in der gesamten Firma sondern speziell im Development Team, im ganzen Entwicklungsteam und das ist auch was, was mir sehr wichtig ist – und auch den meisten meiner Kollegen – dass man sich quasi weiterbilden kann.

Das heißt man bleibt definitiv nicht stehen, es wird enorme potenziale geben – auch in Zukunft – weil sich neue Teams ergeben neue Konstruktionen, wir werden neues Fachwissen benötigen und das ist für mich wahrscheinlich eines der wichtigsten Dinge, wenn das ein Team bieten kann: Wachstumspotenzial und potenzial zur Weiterentwicklung.

Das ist auch sehr stark verbunden mit unserer ganzen Firmen DNA. Das heißt Produktdevelopment ist bei uns in der Firma nicht irgendeine Unterabteilung die da Software machen, sondern von dem lebt die Firma, das ist eines der allerwichtigsten Sachen, dass wir digitale einfache, verständliche, innovative Produkte bauen. Produktentwicklung ist bei uns ganz oben angesiedelt mit einem sehr hohen Stellenwert. Und das zieht sich wirklich in alle Abteilungen durch und man kann da wirklich was bewirken bei uns.

Was vielleicht nicht bei einer jeden Firma so das Potenzial ist – wir haben viele Forschungskooperationen mit den FHs da in Oberösterreich z.B. mit der FH in Hagenberg, wo wir im Bereich Data Science und an sehr spannenden Projekten arbeiten kann. Wir werden jetzt ein neues Projekt starten wo es um skalierbares App Testen geht und man arbeitet da wirklich mit den Forschern, Spezialisten in Oberösterreich auf Augenhöhe und man kann Ideen einbringen und super davon profitieren, was die Ergebnisse anbelangt!

 

 

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Sebastian Auberger

Interview im September 2021

Technologien in diesem Artikel