TechLead-Story: Michael Birsak, CTO von hi.health

TechLead-Story: Michael Birsak, CTO von hi.health

Team

Also prinzipiell sind wir bei hi.health ja noch ein recht kleines Team von knapp 30 Leuten. Und dabei ist das Product Development Team doch fast die Hälfte – um die 15 Leute. Wobei wir knapp 11 Engineers insgesamt im Product Development sind.

Product Development Team – es ist prinzipiell ein cross-functional Product Development Team – setzt sich zusammen aus Product Owner, einem Product Designer und dem Development Team, bestehend aus Front End Engineers, Back End Engineers und auch QA Engineers. Grundsätzlich haben wir zwei Product Development Teams die sich eben mit zwei unterschiedlichen Produkten auseinandersetzen und für die Feature Entwicklung dabei verantwortlich sind und so autonom wie möglich arbeiten sollen.

Recruiting

Wir unterscheiden zwischen zwei Prozessen. Einerseits dem Interview Prozess und andererseits dem Onboarding Prozess im Recruiting. Recruiting wird hauptsächlich von uns selbst direkt im Engineering getrieben und von HR unterstützt. Im Interviewprozess durchläuft der Kandidat mehrere Interviews, es sind bei uns drei Stages. Wir wollen das – so wie einiges bei uns – einfach so flexibel und simpel wie möglich halten, dass wir da auch schnell vorankommen.

Der Onboarding Prozess beträgt ca. vier Wochen bei uns. Mit dem Start wird einem Newjoiner auch usually ein Onboarding-Buddy assigned. Der ist dann verantwortlich sich einerseits um das Company-Onboarding des Newjoiners zu kümmern – das heißt da lernt er das ganze Startup kennen, die anderen Leute, die anderen Departments. Andererseits aber auch das Engineering-specific-Onboarding, wo er dann seiner Rolle dementsprechend die wichtigsten Themengebiete näher kennenlernt.

Technologien

Technische Herausforderungen haben wir eigentlich in dem Sinne keine großen. Wir sind ja doch sehr Prozess- und funktional-getrieben. Das heißt unsere Software hat jetzt keine speziellen AI oder ML Anforderungen, das heißt wir sind eigentlich sehr frei uns die Technologie auszusuchen, mit der wir arbeiten möchten. Wir verfolgen generell das Paradigma dass wir uns für diese Technologie entscheiden, die am meisten Sinn macht. Dabei unterstützt wird das ganze von einem so genannten Decision-Logbook das wir führen. Wenn es jetzt zu einer neuen Technologie kommt die wir einsetzen wollen, dann wird eine Decision-Page aufgesetzt mit den wichtigsten Eckpunkten: warum wollen wir diese neue Technologie einführen, oder diesen 3rd Party Provider, bis wann wollen wir das einführen, wer treibt diese Entscheidung, wer ist letztendlich auch dafür verantwortlich, welche Optionen haben wir, …

Daraus bildet sich dann schon ein ganz guter Evaluierungsprozess ab. Im Endeffekt soll das dazu dienen, dass jeder im Team bescheid weiß, warum wir uns für eine gewisse Technologie entscheiden oder warum nicht. Das kommt eigentlich sehr gut an bei allen, da freut sich auch jeder ganz gut mitzuwirken uns treffen wir eigentlich auch nicht nur technische Entscheidungen, sondern auch produktspezifische – oder wo es auch Überschneidungen gibt zwischen Produkt und Technik – unsere Entscheidungen.

Generell haben wir einen recht einfachen Techstack sozusagen, einen recht modernen Techstack. Wir haben einerseits Mobile Apps, die auf native Android mit Kotlin basieren, andererseits native iOS Apps, die mit Swift geschrieben sind. Andererseits im Web verwenden wir React basierte Web Applications, im Back End verwenden wir Node.js. Sowohl im Front- als auch im Back End verwenden wir TypeScript, was uns ermöglicht auch Full Stack zu arbeiten. Das heißt ein Back End Engineer oder ein Front End Engineer kann bei uns auf beiden Plattformen aushelfen und mithelfen. Das ermöglicht es jetzt in unserem kleinen Team schnell zu reagieren und sich auch überall auszukennen – wo notwendig.

Entwickelt hat sich unsere Technologie eigentlich relativ schnell von einem Prototyp-System, welches wir Anfang 2018/2019 abgelöst haben von einem mehr oder weniger Monolith in Ruby geschrieben, teilweise in Python – hin zu eine komplett Node.js basierenden System. Mittlerweile sind wir ganz happy damit, es ist ein Microservice based Back End System.

Die Infrastruktur läuft bei uns komplett in AWS, da haben wir auch bereits einige Wechsel durchlaufen. Mittlerweile sind wir jetzt von GitHub auf GitLab gewechselt. Oder von AWS ECS auf Kubernetes. Was ganz spannend zu beobachten ist, je mehr erfahrene Leute wir dazubekommen, je mehr Spezialisten wir dazubekommen, desto professioneller wir das ganze, desto etablierter, desto mehr lernen wir – das ist glaube ich ganz spannend bei uns zu sehen, dass wir trotz des kleinen Teams doch schon relativ professionell unterwegs. Auf das sind wir ganz stolz!

 

 

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Michael Birsak

Interview im September 2021