TechLead-Story: Attila János, Founder von supseven

TechLead-Story: Attila János, Founder von supseven

Team

Unser Dev-Team ist im Prinzip relativ klassisch aufgestellt. Das heißt, wir haben Back End Entwickler, wir haben Front End Entwickler und wir haben TYPO3 Sys-Admins, TYPO3 Operations nennen wir diese Position. TYPO3 ist ja ein sehr komplexes System und da kommt es sehr stark drauf an, dass das Setup gut aufgebaut ist. Deswegen haben wir zusätzlich noch diese Rolle mit dabei.

Das Dev-Team arbeitet sehr stark teamorientiert. Wir sehen uns wie eine Fußballmannschaft, das heißt es geht nicht darum, dass jeder ständig was zu tun hat, sondern dass wir zurücktreten und gegenseitig uns anschauen: wie können wir uns helfen? Wie können wir eine Aufgabe gemeinsam fertig machen?

Unsere Strukturen sind sehr stark nutzenorientiert für unsere Kunden ausgerichtet.

Weiterentwicklung

Wir als Agentur sind sehr stark auch in der Community verankert und versuchen auch die Community zu unterstützen. Wir wollen hier auch die Möglichkeit damit eröffnen, dass sich die Leute fortbilden, auch an diesen Community Events teilnehmen. Wir richten ja auch zwei TYPO3 Events in Österreich aus.

Und umgekehrt fahren wir zum Beispiel mit unserem Dev-Team geschlossen nach Karlsruhe jedes Jahr – Corona mal abgesehen – um an den TYPO3 Developer Days teilzunehmen.

Darüber hinaus haben wir einmal im Monat – wir nennen das – einen „Innovation Day“ wo wir abseits von den Projekten auch Projekte machen können, Fortbildungen machen können. Also da kann jeder sich ein Herzensprojekt aussuchen.

Und das ist uns auch ganz wichtig, dass wir da immer am Ball bleiben und neben den Projekten Raum und Resourcen freimachen, damit sich jeder fortbilden kann und wir uns gegenseitig beflügeln können. Das ist mir persönlich ganz wichtig und da bekomme ich auch aus dem Dev-Team sehr gutes Feedback dazu.

Recruiting

Wir haben mittlerweile einen sehr stark definierten Onboarding Prozess aufgesetzt und dieser startet im Prinzip ab dem Moment, wo man den Arbeitsvertrag unterschrieben hat. Dieser geht von diesem Moment an auf sechs Monate. Das beginnt damit, dass wir natürlich alles im Vorfeld aufsetzen, alles einrichten, natürlich alles „Schreibtisch-ready“. Infrastruktur muss komplett da sein bis die neue Kollegin, der neue Kollege kommt. Wir haben auch sehr straff getaktete Onboarding Termine. Wir haben im Vorfeld sehr viel Information via e-Mail wie der erste Tag ausschaut. Wir laden auch die KollegInnen auch vor dem ersten Tag ein, damit im Rahmen eines Daily’s das Team kennen gelernt wird. Sodass kein „Kaltstart“ am Tag 1 kommt, sondern das Team bekommt im Vorfeld einen Info-Steckbrief von der Kollegin, dem Kollegen.

Dann das persönliche Kennenlernen ist während der Corona-Zeit natürlich alles online.

Dann kommt der erste Tag, der wird sehr strukturiert vorgeplant. Und wir haben dann jeden Tag in der ersten Woche Onboarding Termine, wo es darum geht: Geht’s dir gut? Was brauchst du? Wo können wir dich unterstützen? Was fehlt? Was haben wir vielleicht übersehen? Wie schaut deine Rolle aus? Welche Erwartungen haben wir? Welche Erwartungen hast du an uns?

Also da haben wir jeden Tag getaktet Onboarding Termine, neben sonstigen Einführungsterminen.

Dann in den ersten vier Wochen wöchentlich einen Onboarding Termin und in den ersten sechs Monaten dann monatlich. Und mit diesen sechs Monaten ist dann die erste heiße Onboarding Phase abgeschlossen. Aus diesem Prozess heraus bekommen wir das Feedback, dass man sich sehr stark mitgenommen fühlt. Es ist mir ganz wichtig, diese Phase so intensiv zu gestalten, wie ich es gerade beschrieben habe, damit das Einarbeiten relativ schnell kommt – und dass wir relativ schnell Feedback bekommen und geben können. Wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass die Bewerbung an sich und die Position, die man nachher bekleidet, durchaus abweichen können. Das heißt im Prinzip kann das durchaus oft dann sein, dass sich herausstellt, man wollte unbedingt Front End machen – man kann auch Front End – aber nach vier Monaten kommt man drauf: eigentlich ist vielleicht auch Back End oder TYPO3 Integration doch sehr spannend. Vielleicht in einem anderen Kontext, vielleicht weil es mit einem Teamkollegen recht Spaß macht. Und wenn man das so straff gestaltet, dann kann man sehr schnell auf diese Bedürfnisse reagieren. Und das ist uns ganz wichtig, dass wir das auch gut eintakten.

Mir persönlich als Inhaber ist es wichtig, dass auf der menschlichen Ebene natürlich alles passt. Also die menschliche Qualität geht vor der fachlichen Qualität. Fachliche Qualität muss natürlich da sein. Wobei, wenn man eine gute Basis mitnimmt, hat man sehr wohl die Möglichkeit, sich danach noch fachlich weiterzubilden – umgekehrt geht’s in der Regel nicht. Also wenn man keine menschlichen Qualität mitbringt, wird’s schwierig, hahaa.

Und wie ich vorher skizziert habe, dass wir uns als Fußballmannschaft sehen, da wo wir alle anpacken: Mal ist der eine der Stürmer, mal ist der andere der Tormann - da gibt es ganz unterschiedliche Rollen, unterschiedliche Intensitäten. Deswegen ist das Zwischenmenschliche und die Persönlichkeit für mich sehr, sehr wichtig.

Technologien

Wir arbeiten mit TYPO3, das heißt unser Technologiestack baut sich rund um TYPO3 auf, also alles was TYPO3 braucht. Wir arbeiten lokal, also wir entwickeln lokal mit Docker Images, das ganze wird dann gepusht über einen GitLab CI Server – wird automatisch raufgepusht. Dieses typische manuelle arbeiten, pushen machen wir nicht, aus guten Gründen.

Ansonsten haben wir alle klassischen Technologien, die TYPO3 braucht. Auch Front End seitig arbeiten wir mit Front End Pipelines. Und wie ich vorhin erwähnt habe, ist uns die Infrastruktur auch sehr wichtig. Das heißt, TYPO3 so aufzusetzen, mit einem Redis Cache, usw., dass da wirklich das Beste rausgeholt ist, damit wir hochperformante Lösungen bauen können.

Was eine große Herausforderung ist, ist die Technologien um das TYPO3 Setup – aber das gilt auch für jedes Content Management System oder für jedes Framework – in dieser Professionalität aufrecht halten zu können, weil das Setup wird immer komplexer. Das ist schon etwas, was wir merken, dass sich zunehmend auch Kollegen, die nicht so tief in diesen Infrastruktur-Themen drinnen sind durchaus eine Herausforderung damit haben. Deswegen haben wir eine Stelle damit geschaffen – einen Kollegen – der ausschließlich diese Themen über hat, der da den Rest des Dev-Teams auch unterstützt, damit die da keinen Flaschenhals haben, wenn mal Docker nicht läuft, wenn irgendwas in einer lokalen Entwicklungsumgebung nicht funktioniert. Ohne diese Position wäre es ganz, ganz schwierig, weil dieses ganze Setup mittlerweile so komplex geworden ist.

 

 

Erfahre mehr zum DevTeam von supseven

Attila János

Interview im September 2021

Technologien in diesem Artikel