DevStory: Front End Developer, Dr. Björn Ganslandt

DevStory: Front End Developer, Dr. Björn Ganslandt

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Background

Wie bist du zum Programmieren gekommen?

Als ich sieben war habe ich einen Apple IIe geschenkt bekommen. Der war damals auch schon fast so alt wie ich, es gab aber trotzdem raubkopierte Spiele und Applesoft Basic für den Computer. Weil die Spiele irgendwann durchgespielt waren und niemand sonst welche zum Tauschen hatte, hab ich dann angefangen Basic zu programmieren.

In welchem Alter hast du damit begonnen?

Zwischen sieben und acht.

Für welche Programmiersprache konntest du dich zuerst begeistern?

So richtig gefunkt hat es erst bei HTML und JavaScript ein paar Jahre nach dem Einstieg mit Basic.

Dein DevJob

Worum geht es in deiner Rolle als Front End Developer genau?

Ich programmiere als Freelancer HTML, CSS und JavaScript. Mein Schwerpunkt ist die Vorderseite vom Frontend: Ich arbeite sehr eng mit Designer_innen und Produkt-Menschen zusammen, damit am Ende schöne und schnelle Webseiten live gehen. Das bedeutet ich schreibe viel CSS und rede laufend mit dem Design-Team. Da hilft es, dass ich früher selbst UX und Design gemacht habe und so schnell eine gemeinsame Sprache gefunden ist.

Was gefällt dir besonders gut an deinem Job als Front End Developer?

Alles entwickelt sich sehr schnell: Man bekommt laufend neue APIs in die Hand, mit denen sich neue Ideen umsetzen lassen.

Außerdem mag ich, dass ich zwar programmiere, aber trotzdem nah genug am Designprozess bin, um mitzureden.

Welche Herausforderungen gibt es speziell als Front End Developer?

Als Freelancer muss man sich laufend um neue Projekte kümmern, Aufwände schätzen und Angebote schreiben. Mit dem reinen Entwickeln ist es also nicht getan.

Was sind deine bevorzugten Technologien?

Ich bin oft in Situationen, in denen der Technologie-Stack schon steht, deshalb bin ich recht offen für die verschiedensten Frameworks. Sauberer Code lässt sich in React genauso wie in Angular oder VanillaJS schreiben.

Wenn ich es mit aussuchen kann, mag ich Sass und/oder PostCSS für CSS, Vue.js fürs Templating bzw. für die Logik und Git für die Codeverwaltung.

Mein Editor ist Visual Studio Code.

Windows oder Mac?

Mac.

Weiterentwicklung

Welche Dev Projekte hast du außerhalb deiner Arbeit?

Ich experimentiere gerne mit CSS. Außerdem gestalte ich nebenbei Bücher für einen kleinen Verlag, aber ich glaube das zählt nicht als Dev-Projekt.

Wie hältst du dich für deinen Job am Laufenden?

Twitter ist super, solange man nicht zu oft reinschaut. Ansonsten Smashing Magazine und A List Apart. Außerdem Meetups und Konferenzen.

Wo siehst du dich in der Zukunft?

Weiterhin vor einem Computer.

Tipps für Anfänger

Wie beginnt man Programmieren und womit sollte man beginnen?

Am besten ist es an konkreten Projekten zu arbeiten. Die eigene Website, ein kleines Spiel, woran auch immer man Spaß hat. Wichtig ist erstmal nur, dass am Ende etwas live geht – mit welchem Technologiestack das passiert ist egal. Dabei darf man sich nicht von all den Dingen, die Frontend-Entwickler_innen eigentlich wissen sollten, einschüchtern lassen. Solange am Ende HTML rauskommt, hat man alles richtig gemacht. Wenn das steht, kann man sich darum kümmern besser zu werden und Wissenslücken zu schließen. Damit füllt man dann den Rest des Entwickler_innen-Lebens.

Welche Skills sollte man als Front End Developer mitbringen?

Geduld, Neugierde, logisches Denken, Kreativität.

Welche Ausbildung ist deiner Meinung nach sinnvoll um Front End Developer zu werden?

Der Bedarf nach Entwickler_innen ist so hoch, dass man auch ohne Hochschulbildung einsteigen kann. Deshalb ist kein Weg der falsche.

Dr. Björn Ganslandt

Front End Developer

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Interview im M10 2019