DevStory: Embedded Developer, Christian H.

DevStory: Embedded Developer, Christian H.

Background

Wie bist du zum Programmieren gekommen?

Ich bin vom Ausbildungshintergrund her Elektro-Ingenieur. Ein Studium, das ich gewählt habe, weil ich mich schon als Kind für Naturwissenschaften und Technik begeistert habe. Wir haben als Kinder mit dem Chemiebaukasten den Wintergarten meiner Eltern abwechselnd mit blauem, grünem, weißem Rauch gefüllt, haben Raketen gebastelt (davon geträumt eine 1,40m hohe in eine Erdumlaufbahn zu schießen...). Meine erste Berührung mit Elektrotechnik war ein selbst zusammen gebautes Radio mit einem 4m langem Blumenbinder-Draht als Antenne (für Langwellen-Empfang). Ganz ohne Software. Im Studium konnte ich mich erst nicht entscheiden, ob ich in Hardwareentwicklung und Halbleiter-Technologie vertiefen sollte oder eher in Informationstechnologie. Ich habe mich für Informationstechnologie entschieden. Ein eher abstraktes Teilgebiet der Elektrotechnik in dem Probleme aber nicht nur mit Software, nicht ausschließlich durch Hardware, sondern eigentlich immer auch mit eigenen Programmen gelöst werden. Sei das jetzt die Programmierung eines μ-Controller oder ein Simulink-Modell. Software ist ein Mittel um ein Problem zu lösen oder eine gewünschte Funktion zu realisieren.

In welchem Alter hast du damit begonnen?

Mit 13 hatte ich meinen ersten Rechner (selbst zusammengespart). Das erste Programm, dass ich darauf geschrieben habe war im Auftrag meines Vaters und sollte bestimmen ob ich zu lange am Rechner sitze. In dieser Zeit hatten wir auch im Mathe-Unterricht Programmieren auf dem Lehrplan. In Basic. Das lustige dabei: Der Mathe-Lehrer hatte in all seinen Programmen am Ende eine Endlosschleife, ohne das es dafür einen erkennbaren Grund gab. Ein Kommentar von mir dazu wurde mit: „Christian, wir wissen, dass du es kannst...“ abgetan. Ich habe dann an meinem Rechner lieber Privateer, Doom und anderes gezockt. Im Studium gab es zwar keine Softwaretechnologie- Vorlesungen, aber es gab Programmier-Praktika. Viel Assembler, sonst C. Im Vordergrund stand dabei immer die Umsetzung einer Funktion (z.b. eine 8- oder 32- Punkte FFT auf irgendeinem Motorola μC, natürlich in Assembler). Richtig mit Software-Entwicklung angefangen habe ich eigentlich in meinem ersten Job.

Für welche Programmiersprache konntest du dich zuerst begeistern?

Das war C++, nein C#.net (oder beides...)

Dein DevJob

Worum geht es in deinem DevJob genau?

Softwarekomponenten für Signalverarbeitung

Was gefällt dir besonders gut an deinem DevJob?

Ich kann eigene Ideen/Lösungsansätze ausprobieren/umsetzen.

Welche Herausforderungen gibt es speziell in deinem DevJob?

Ich arbeite in Eigenregie, mein Erfolg hängt im Wesentlichen von meiner Selbstmotivation ab.

Was sind deine bevorzugten Technologien?

Zur Zeit: C++, Qt

Windows oder Mac?

Linux

Weiterentwicklung

Welche Dev Projekte hast du außerhalb deiner Arbeit?

Ich arbeite an einem ‚Waiting for Godot Simulator‘, ansonsten: Frontends für Linux-Shell Programme wie z.B. netstat u. div. a.

Wie hältst du dich für deinen Job am Laufenden?

Im Netz, durch Networking, Messen, im Zweifelsfall in der Bibo

Wo siehst du dich in der Zukunft?

Weiterhin im Spiegel (an der Wand), auf Fotos von Freunden und Bekannten... ;)

Tipps für Anfänger

Wie beginnt man Programmieren und womit sollte man beginnen?

Mit einer Idee/ einem Problem, das man lösen will. Oder mit Spieltrieb...

Welche Skills sollte man für deinen Job mitbringen?

Analytisches Denken, Abstraktionsvermögen, Interesse an Mathematik, Kreativität, Sorgsamkeit

Welche Ausbildung ist deiner Meinung nach sinnvoll um deinen DevJob ausüben zu können.

Studium der Informatik/Elektrotechnik/Technischen Informatik o.ä.

 

Offene Embedded Developer Jobs findet du hier

Christian H.

Embedded Developer

Interview im December 2020